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Kollaborationsskripts

Kollaborationsskripts sind strukturierte »Anleitungen« beim computergestützten kollaborativen Lernen (CSCL), die Arbeitsanweisungen beinhalten, wann und was Lernende zur Diskussion beitragen sollen.

Kollaboratives Lernen

Lernform, in der in der Regel erwachsene Lernende in einer kleinen Gruppe an einer vorstrukturierten Aufgabe zusammenarbeiten. Kooperatives Lernen bezeichnet dieselbe Lernform, der Begriff wird eher für jüngere SchülerInnen gebraucht. Teilweise werden beide Begriffe äquivalent verwendet.

Konfidenzintervall

Ein Konfidenzintervall ist ein Bereich, in dessen Grenzen ein Wert z.B. der Mittelwert einer Grundgesamtheit (beispielsweise alle deutschen SchülerInnen in der 8. Jahrgangsstufe) oder eine Effektstärke mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (z.B. zu 95%) liegt (vgl. Bühner & Ziegler, 2009).

Konstrukt

Ist eine nicht direkt beobachtbare Eigenschaft, die mit Hilfe einer Beobachtung oder eines empirischen Tests erschlossen werden muss, z.B. Intelligenz.

Kontrastanalyse

Statistisches Verfahren, bei dem Gruppen gebildet werden, die sich nur in einem Merkmal (Kontrast) voneinander unterscheiden. Durch einen numerischen Vergleich von Gruppenwerten (z.B. Leistungswerte) können erste Anhaltspunkte zur Effektivität dieses Merkmals gewonnen werden.

Kooperatives Lernen

Lernform, in der in der Regel SchülerInnen in einer kleinen Gruppe an einer vorstrukturierten Aufgabe zusammenarbeiten. Kollaboratives Lernen bezeichnet dieselbe Lernform, der Begriff wird eher erwachsene Lernende gebraucht. Teilweise werden beide Begriffe äquivalent verwendet.

Korrelation

Spiegelt den Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen (z.B. Schülerleistung und Einsatz von Lernstrategien) wider. Durch den Korrelationskoeffizienten r kann die Stärke der Beziehung zwischen zwei Merkmalen bestimmt werden, nicht aber ihr kausaler Zusammenhang.

Nach der Einteilung von Cohen (1988) sind Korrelationen zwischen r = 0.1 und r = 0.3 als klein bis moderat, Korrelationen zwischen r = 0.3 und r = 0.5 als moderat bis groß und ab r = 0.5 als groß einzuordnen. Allerdings hängt die genaue Klassifikation immer von der Fragestellung und dem jeweiligen Kontext ab.

Korrelatives Studiendesign

Korrelative Studiendesigns untersuchen Zusammenhänge zwischen zwei oder mehreren Merkmalen (oder auch Variablen), zum Beispiel den Zusammenhang zwischen Motivation und Schulerfolg. In diesem Design können – im Gegensatz zu experimentellen Studiendesigns – keine kausalen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge identifiziert, sondern lediglich zusammen auftretende Merkmale miteinander in Verbindung gebracht werden.

Kritisches Denken

beschreibt entschlossenes selbständiges Urteilen bzw. Urteilsvermögen von Personen. Es umfasst die Recherche, Interpretation, Analyse und Auswertung von Informationen zu einer bestimmten Fragestellung oder Thematik. Dazu gehört, kohärente Schlussfolgerungen ziehen zu können sowie die Erwägungen auf denen diese Schlussfolgerungen beruhen erklären zu können.

Siehe auch die Definition des kritischen Denkens im Delphi Consensus Report der American Philosophical Association (Zusammenfassung als PDF).