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Instruktionaler Ansatz

Auch: Lehr-Lern-Ansatz, Unterrichtsansatz. Beschreibt jeweils eine bestimmte Form der Unterrichtsgestaltung (z.B. Forschendes Lernen). Eine zentrale Unterscheidung betrifft die Tatsache, wie stark Lerninhalte und Lernaktivitäten durch die Lehrperson vorgegeben und gesteuert werden oder durch die SchülerInnen vorwiegend selbst erarbeitet werden (lehrerzentrierter Ansatz vs. schülerzentrierte Ansätze).

Intervention

Eine Intervention ist der Einsatz einer bestimmten pädagogischen Maßnahme (zum Beispiel eines Trainings für Selbstreguliertes Lernen) mit dem Ziel, den Ausgangszustand der TeilnehmerInnen – zum Beispiel in Bezug auf ihre Leistung – zu verbessern. Wenn Interventionen unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, z.B. in einem experimentellen Studiendesign, lässt sich ihre Wirksamkeit ermitteln. Siehe auch Interventionsbedingung.

Irrtumswahrscheinlichkeit

Ist die Wahrscheinlichkeit, mit der man eine Hypothese aufgrund der statistischen Signifikanztestung irrtümlich verwirft (d.h. man nimmt an, dass das gefundene Ergebnis zufällig ist), obwohl die Hypothese zutrifft (d.h. das Ergebnis überzufällig ist).

K-12 classroom

K-12 bezeichnet die gesamte Schul- bzw. Ausbildungszeit im US-amerikanischen Schulsystem. Sie umfasst die Ausbildung vom Kindergarten bis hin zu weiterführenden Schulen (1. bis 12. Klasse).

Kodierung

Als Kodierung bezeichnet man den Vorgang oder das Endprodukt der systematischen, also anhand von bestimmten Merkmalen regelbasierten, Klassifikation/Einordnung in bestimmte Kategorien (z.B. die Stufen eines Moderators). Sie wird in der Regel von mehreren Personen unabhängig voneinander durchgeführt, um die Qualität und Objektivität sicherzustellen.

Kognitive Aktivierung

Lerngelegenheiten, die Lernende zur aktiven Auseinandersetzung mit den Lerninhalten anregen. Unterricht ist beispielsweise dann kognitiv aktivierend, wenn die Lehrkraft an das Vorwissen der SchülerInnen anknüpft oder sie eigene Lösungen und Ideen erklären lässt.

Kognitive Strategien des Selbstregulierten Lernens

Strategien des selbstregulierten Lernens, die Lernende dazu einsetzen können, sich den Lernstoff zu erschließen, indem sie zum Beispiel die zentralen Ideen eines Textes herausarbeiten oder den Lernstoff in eine eigene Struktur bringen.

Kognitiver Konflikt

Ein kognitiver Konflikt wird erzeugt, indem Lernende mit nicht erwartungskonformen Erfahrungen konfrontiert werden und sich anschließend damit auseinandersetzen müssen, woran es liegen könnte, dass ihre Erwartung nicht eingetroffen ist. Dadurch kann grundlegendes Verständnis von Zusammenhängen oder Strategien gefördert werden. Beispiel: Bei der Demonstration eines Experiments springt ein Eisenball höher als ein Tischtennisball, wenn er aus gleicher Höhe fallen gelassen wird. In der anschließenden Diskussion stellt sich heraus, dass die Bälle auf unterschiedlichen Boden gefallen sein müssen. Durch diese Art der Auseinandersetzung wird ein tieferes Verständnis von »fairen«“ Vergleichen, also unkonfundierten Experimenten, gewonnen. (Vgl. Schwichow et al., 2016)