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Flipped Classroom

Beim Flipped Classroom-Ansatz (dt. Umgedrehter Unterricht, auch Inverted Classroom) wird die übliche Abfolge – SchülerInnen bekommen Inhalte in der Schule vermittelt und wenden sie dann im Rahmen von Hausaufgaben an und üben – umgedreht. Zuerst erarbeiten sich SchülerInnen die Lerninhalte meistens mithilfe von Lehrvideos individuell und selbstständig. Die gemeinsame Zeit in der Schule wird dann dazu genutzt, das Verständnis der Lerninhalte weiter zu vertiefen: Anwendungsaufgaben können individuell oder kooperativ mit konstruktiver Unterstützung durch die Lehrkraft bearbeiten werden.

Forschendes Lernen

Lehr- und Lernansatz, bei dem Lernende ähnlich wie Forschende aktiv und kollaborativ in Prozesse der Wissenserzeugung eingebunden sind. Lernende entwickeln dabei möglichst eigenständig Fragestellungen, stellen Hypothesen auf, experimentieren und interpretieren Ergebnisse. Lernziel ist neben dem Erwerb fachlichen Wissens auch ein besseres Verständnis dafür, wie durch wissenschaftliche Forschung Wissen erzeugt wird.

Gemeinsames Lernen

engl. learning together. Gemeinsames Lernen ist eine Methode des kooperativen Lernens mit einem geringen Maß an vorgegebener Strukturierung. Diese Methode beinhaltet, dass Lernende in Kleingruppen kollaborativ an Aufgaben arbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden entweder individuell oder kollektiv bewertet.

Grade Point Average (GPA)

Wird in verschiedenen Bildungssystemen verwendet, z.B. in den USA, und gibt einen Notendurchschnitt von einzelnen SchülerInnen oder Studierenden an.

Gruppenuntersuchung

engl. group investigation. Die Gruppenuntersuchung ist eine Methode des Kooperativen Lernens. Größere Gruppen wie Schulklassen werden dazu in Kleingruppen aufgeteilt. Diese untersuchen unterschiedliche Teilfragestellungen eines übergeordneten Themengebiets. Dabei gehen Gruppenmitglieder arbeitsteilig vor und sammeln unterschiedliche Informationen, die sie gemeinsam zu einer Präsentation zusammenfügen. Diese Ergebnisse präsentieren die verschiedenen Gruppen abschließend dem Plenum bzw. der Schulklasse.

Hedges g

Statistische Maßzahl (Effektgröße), die weitgehend analog zu der Maßzahl von Cohen’s d verwendet wird. Hedges’ g gibt an, wie groß der Unterschied (z.B. in der Leistung) zwischen Experimental- und Kontrollgruppe ist und korrigiert dabei statistisch die ungleiche Gruppengröße beider Gruppen.

Heterogenitätstest

In Metaanalysen bezeichnet Heterogenität das Ausmaß, zu dem sich die in den eingeschlossenen Primärstudien gefundenen Effekte unterscheiden. Mit statistischen Heterogenitätstests kann festgestellt werden, ob die Unterschiede zwischen den Primärstudien größer sind als zufallsbedingt zu erwarten wäre. Ist dies der Fall, sollte in Moderatoranalysen weiter untersucht werden, welche Erklärungen für diese Unterschiede existieren. So können Erklärungen für Heterogenität beispielsweise daran liegen, dass eine Intervention in Studien mit älteren SchülerInnen höhere Effekte erzielt als bei Studien mit jüngeren Schülerinnen.

Relevante Kurzreviews, die Heterogenitätstests beschreiben: