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Gemeinsames Lernen

engl. learning together. Gemeinsames Lernen ist eine Methode des kooperativen Lernens mit einem geringen Maß an vorgegebener Strukturierung. Diese Methode beinhaltet, dass Lernende in Kleingruppen kollaborativ an Aufgaben arbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden entweder individuell oder kollektiv bewertet.

Grade Point Average (GPA)

Wird in verschiedenen Bildungssystemen verwendet, z.B. in den USA, und gibt einen Notendurchschnitt von einzelnen SchülerInnen oder Studierenden an.

Gruppenuntersuchung

engl. group investigation. Die Gruppenuntersuchung ist eine Methode des Kooperativen Lernens. Größere Gruppen wie Schulklassen werden dazu in Kleingruppen aufgeteilt. Diese untersuchen unterschiedliche Teilfragestellungen eines übergeordneten Themengebiets. Dabei gehen Gruppenmitglieder arbeitsteilig vor und sammeln unterschiedliche Informationen, die sie gemeinsam zu einer Präsentation zusammenfügen. Diese Ergebnisse präsentieren die verschiedenen Gruppen abschließend dem Plenum bzw. der Schulklasse.

Hedges g

Statistische Maßzahl (Effektgröße), die weitgehend analog zu der Maßzahl von Cohen’s d verwendet wird. Hedges’ g gibt an, wie groß der Unterschied (z.B. in der Leistung) zwischen Experimental- und Kontrollgruppe ist und korrigiert dabei statistisch die ungleiche Gruppengröße beider Gruppen.

Heterogenitätstest

In Metaanalysen bezeichnet Heterogenität das Ausmaß, zu dem sich die in den eingeschlossenen Primärstudien gefundenen Effekte unterscheiden. Mit statistischen Heterogenitätstests kann festgestellt werden, ob die Unterschiede zwischen den Primärstudien größer sind als zufallsbedingt zu erwarten wäre. Ist dies der Fall, sollte in Moderatoranalysen weiter untersucht werden, welche Erklärungen für diese Unterschiede existieren. So können Erklärungen für Heterogenität beispielsweise daran liegen, dass eine Intervention in Studien mit älteren SchülerInnen höhere Effekte erzielt als bei Studien mit jüngeren Schülerinnen.

ICAP-Hypothese

Chi & Wylie (Chi, 2009; Chi & Wylie, 2014) entwickelten die ICAP-Hypothese (Interactive, Constructive, Active, Passive), die Lernaktivitäten auf einer 4-stufigen Skala von passiv (am wenigsten effektiv) über aktiv und konstruktiv bis zu interaktiv (am Effektivsten) einordnet. Bei passiven Lernaktivitäten werden Informationen nur gespeichert und nicht integriert. Lernende müssen sich dafür nicht beobachtbar am Unterrichtsgeschehen beteiligen (z.B. bei einem Lehrervortrag). Aktive Lernaktivitäten umfassen aktive Aktivitäten, die aber nicht über die präsentierten Informationen hinausgehen (z.B. sich Notizen machen). Bei konstruktiven Lernaktivitäten wird Wissen korrigiert, neu eingeordnet oder erarbeitet. Lernende müssen sich aktiv selbst neues Wissen erschließen. Bei interaktiven Lernaktivitäten arbeiten Lernende darüber hinaus noch mit anderen Lernenden zusammen.

Implementation

Einsatz bzw. Durchführung einer Maßnahme (z.B. eines Unterrichtsansatzes) im Anwendungskontext (z. B. im Klassenzimmer).

Inferenzstatistische Analysen

Statische Testverfahren, die überprüfen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Befund, der anhand einer Stichprobe (zum Beispiel einige ausgewählte 15-jährige deutsche SchülerInnen) einer Population (alle 15-jährigen deutschen SchülerInnen) gewonnen wurde, sich auf die gesamte Population übertragen lässt.

Instruktionale Unterstützung

Unterstützungsmaßnahmen (meist durch die Lehrperson), um Lernende darin zu fördern, relevante Informationen auszuwählen und in den Lernprozess zu integrieren, damit sie neue Inhalte kognitiv optimal verarbeiten können.