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Kodierung

Als Kodierung bezeichnet man den Vorgang oder das Endprodukt der systematischen, also anhand von bestimmten Merkmalen regelbasierten, Klassifikation/Einordnung in bestimmte Kategorien (z.B. die Stufen eines Moderators). Sie wird in der Regel von mehreren Personen unabhängig voneinander durchgeführt, um die Qualität und Objektivität sicherzustellen.

Kognitive Aktivierung

Lerngelegenheiten, die Lernende zur aktiven Auseinandersetzung mit den Lerninhalten anregen. Unterricht ist beispielsweise dann kognitiv aktivierend, wenn die Lehrkraft an das Vorwissen der SchülerInnen anknüpft oder sie eigene Lösungen und Ideen erklären lässt.

Kognitive Strategien des Selbstregulierten Lernens

Strategien des selbstregulierten Lernens, die Lernende dazu einsetzen können, sich den Lernstoff zu erschließen, indem sie zum Beispiel die zentralen Ideen eines Textes herausarbeiten oder den Lernstoff in eine eigene Struktur bringen.

Kognitiver Konflikt

Ein kognitiver Konflikt wird erzeugt, indem Lernende mit nicht erwartungskonformen Erfahrungen konfrontiert werden und sich anschließend damit auseinandersetzen müssen, woran es liegen könnte, dass ihre Erwartung nicht eingetroffen ist. Dadurch kann grundlegendes Verständnis von Zusammenhängen oder Strategien gefördert werden. Beispiel: Bei der Demonstration eines Experiments springt ein Eisenball höher als ein Tischtennisball, wenn er aus gleicher Höhe fallen gelassen wird. In der anschließenden Diskussion stellt sich heraus, dass die Bälle auf unterschiedlichen Boden gefallen sein müssen. Durch diese Art der Auseinandersetzung wird ein tieferes Verständnis von »fairen«“ Vergleichen, also unkonfundierten Experimenten, gewonnen. (Vgl. Schwichow et al., 2016)

Kollaborationsskripts

Kollaborationsskripts sind strukturierte »Anleitungen« beim computergestützten kollaborativen Lernen (CSCL), die Arbeitsanweisungen beinhalten, wann und was Lernende zur Diskussion beitragen sollen.

Kollaboratives Lernen

Lernform, in der in der Regel erwachsene Lernende in einer kleinen Gruppe an einer vorstrukturierten Aufgabe zusammenarbeiten. Kooperatives Lernen bezeichnet dieselbe Lernform, der Begriff wird eher für jüngere SchülerInnen gebraucht. Teilweise werden beide Begriffe äquivalent verwendet.

Konfidenzintervall

Ein Konfidenzintervall ist ein Bereich, in dessen Grenzen ein Wert z.B. der Mittelwert einer Grundgesamtheit (beispielsweise alle deutschen SchülerInnen in der 8. Jahrgangsstufe) oder eine Effektstärke mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (z.B. zu 95%) liegt (vgl. Bühner & Ziegler, 2009).

Konstrukt

Ist eine nicht direkt beobachtbare Eigenschaft, die mit Hilfe einer Beobachtung oder eines empirischen Tests erschlossen werden muss, z.B. Intelligenz.

Kontrastanalyse

Statistisches Verfahren, bei dem Gruppen gebildet werden, die sich nur in einem Merkmal (Kontrast) voneinander unterscheiden. Durch einen numerischen Vergleich von Gruppenwerten (z.B. Leistungswerte) können erste Anhaltspunkte zur Effektivität dieses Merkmals gewonnen werden.