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	<title>Einstellungen &amp; Motivation &#8211; Clearing House Unterricht</title>
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	<description>TUM School of Social Sciences and Technology</description>
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		<title>Autonomie fördern UND Struktur geben: Wie beide Strategien die Lernmotivation stärken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Clearing House Unterricht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2025 10:42:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lehrstrategien]]></category>
		<category><![CDATA[Einstellungen & Motivation]]></category>
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					<description><![CDATA[Selbstbestimmte Lernende lernen aus eigenem Antrieb, weil sie das Lernen selbst als lohnend empfinden. Nach der Selbstbestimmungstheorie der Motivation (Ryan &#38; Deci, 2000, 2017) spielen dabei insbesondere auch die Bedürfnisse nach Autonomie und Kompetenz eine zentrale Rolle. Bisherige Forschung konnte zeigen, dass Lehrkräfte das Autonomieerleben der&#160;SchülerInnen beispielsweise durch das Anbieten sinnvoller Wahlmöglichkeiten und durch einfühlsames [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Selbstbestimmte Lernende lernen aus eigenem Antrieb, weil sie das Lernen selbst als lohnend empfinden. Nach der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/selbstbestimmungstheorie/" target="_self" title="Diese umfassende Theorie der menschlichen Motivation zielt darauf ab, zu kl&auml;ren, warum Menschen bestimmte Verhaltensweisen oder Aktivit&auml;ten aus&uuml;ben, welche sozialen und umweltbedingten Faktoren die Motivation (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen k&ouml;nnen und wie der Entwicklungsprozess bis hin zu Wachstum und Wohlbefinden (d.h. Selbstbestimmung) verl&auml;uft. Die Theorie unterscheidet dabei zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Extrinsische&hellip;" class="encyclopedia">Selbstbestimmungstheorie</a> der Motivation (Ryan &amp; Deci, 2000, 2017) spielen dabei insbesondere auch die Bed&uuml;rfnisse nach Autonomie und Kompetenz eine zentrale Rolle. Bisherige Forschung konnte zeigen, dass Lehrkr&auml;fte das Autonomieerleben der&nbsp;Sch&uuml;lerInnen beispielsweise durch das Anbieten sinnvoller Wahlm&ouml;glichkeiten und durch einf&uuml;hlsames Zuh&ouml;ren f&ouml;rdern k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnen Lehrkr&auml;fte das&nbsp;Kompetenzerleben durch die strukturierenden Ma&szlig;nahmen wie klaren Anweisungen und umsetzbarem Feedback unterst&uuml;tzen. Bisher wurden Autonomieunterst&uuml;tzung und strukturierende Ma&szlig;nahmen jedoch meist getrennt voneinander untersucht. Daher bleiben wichtige Fragen offen: In welchem Zusammenhang stehen Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur? Variieren diese Zusammenh&auml;nge je nach Schulstufe, Fach, Kultur oder Datenerhebungsmethode? Und wie h&auml;ngen sie individuell und gemeinsam mit den Lernergebnissen der Sch&uuml;lerInnen zusammen? Patzak und Zhang (2025) untersuchen diese Fragen in ihrer Studie &bdquo;Blending&nbsp;teacher autonomy support and provision of structure in the classroom for optimal motivation: A systematic review and meta-analysis&rdquo;.&nbsp;Finden Sie in unserem Kurzreview heraus, ob die F&ouml;rderung der Autonomie, die strukturierende Ma&szlig;nahmen oder deren Kombination den gr&ouml;&szlig;ten Zusammenhang mit den Lernergebnissen von Sch&uuml;lerInnen hat.</p>



<p>&nbsp;</p>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-19023c6" id="gspb_container-id-gsbp-19023c6">
<h5 class="wp-block-heading" id="metaanalyse-im-uberblick-1">Metaanalyse im &Uuml;berblick</h5>



<p><strong>Fokus der Studie</strong>: Die Beziehung zwischen den Strategien der Lehrkr&auml;fte zur F&ouml;rderung der Selbstst&auml;ndigkeit und Kompetenz der Sch&uuml;lerInnen (&uuml;ber Strukturen), die Variabilit&auml;t dieser Beziehung in Abh&auml;ngigkeit von verschiedenen Kontext<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">variable</a>n und die Beziehung zwischen der Autonomieunterst&uuml;tzung und Kompetenz und den Lernergebnissen der Sch&uuml;lerInnen.</p>



<p><strong>Untersuchte <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/stichprobe/" target="_self" title="Bezeichnet die Teilmenge einer Grundgesamtheit, die f&uuml;r eine bestimmte Fragestellung und dazugeh&ouml;rige (empirische) Untersuchung ausgew&auml;hlt wurde: Eine Teilmenge sind beispielsweise 100 Sch&uuml;lerInnen der Jahrgangsstufe 6, die aus der Grundgesamtheit aller deutschen Sch&uuml;lerInnen der Jahrgangsstufe 6 ausgew&auml;hlt worden sind. Werden die Probanden per Los ausgew&auml;hlt, spricht man von einer Zufallsstichprobe. Je nachdem wie die Probanden ausgew&auml;hlt&hellip;" class="encyclopedia">Stichprobe</a></strong>: Sch&uuml;lerInnen<strong>, </strong>Studierende und Lehrkr&auml;fte</p>



<p><strong>Durchschnittliche <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>: </strong>die Unterst&uuml;tzung der Autonomie und die strukturierenden Ma&szlig;nahmen zeigten insgesamt einen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>en positiven Zusammenhang (<em>r</em>&nbsp;= 0.53)<span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; font-size: medium; white-space: normal;"></span></p>



<p><strong>Weitere Befunde</strong>: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Unterst&uuml;tzung der Autonomie und die&nbsp;strukturierenden Ma&szlig;nahmen&nbsp;trugen zu individuellen und kollektiven Beziehungen mit motivierenden Ergebnissen f&uuml;r die Studierenden bei. Die kollektiven Beziehungen waren gr&ouml;&szlig;er.</li>



<li>Die Kombination aus Unterst&uuml;tzung der Autonomie und Strukturen war am st&auml;rksten mit dem Autonomiegef&uuml;hl der Studierenden (<em>r</em>&nbsp;= 0.47) und ihrem Kompetenzgef&uuml;hl (<em>r</em>&nbsp;= 0.36) verbunden.</li>



<li>Die Beziehung zwischen Autonomieunterst&uuml;tzung und der&nbsp;Strukturierende Ma&szlig;nahmen&nbsp;war bei &auml;lteren Lernenden gr&ouml;&szlig;er.</li>
</ul>
</div>



<h3 class="wp-block-heading" id="einleitung">Einleitung</h3>



<p>Die <strong><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/selbstbestimmungstheorie/" target="_self" title="Diese umfassende Theorie der menschlichen Motivation zielt darauf ab, zu kl&auml;ren, warum Menschen bestimmte Verhaltensweisen oder Aktivit&auml;ten aus&uuml;ben, welche sozialen und umweltbedingten Faktoren die Motivation (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen k&ouml;nnen und wie der Entwicklungsprozess bis hin zu Wachstum und Wohlbefinden (d.h. Selbstbestimmung) verl&auml;uft. Die Theorie unterscheidet dabei zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Extrinsische&hellip;" class="encyclopedia">Selbstbestimmungstheorie</a></strong> (Deci &amp; Ryan, 2000, 2017) der Lernmotivation erkl&auml;rt, wie Lernende sowohl <strong>extrinsische</strong> als auch <strong>intrinsische Motivation</strong> entwickeln k&ouml;nnen.&nbsp;<em><strong>Extrinsische Motivation</strong></em>&nbsp;bedeutet, dass Lernende Aktivit&auml;ten haupts&auml;chlich auf Grundlage externer Erwartungen oder Belohnungen (z. B. Lob) aus&uuml;ben. Bisherige Forschung konnte zeigen, dass dies zu einer Abh&auml;ngigkeit von externen Anreizen f&uuml;hren und die <strong>langfristige Leistung</strong> oder Zufriedenheit verringern kann. Durch&nbsp;<em><strong>Internalisierung</strong></em>&nbsp;kann sich extrinsisch motiviertes Verhalten jedoch in &Uuml;berzeugungen, Werte und Handlungen <strong>umwandeln</strong>, die besser mit dem Selbstverst&auml;ndnis einer Person &uuml;bereinstimmen. Dieser Prozess kann langfristig zu <em><strong>intrinsischer Motivation</strong>&nbsp;</em>f&uuml;hren, also dem Wunsch, eine Aktivit&auml;t aufgrund ihres inh&auml;renten Interesses an einem Lerninhalt, ihrer Freude oder ihres pers&ouml;nlichen Wertempfindens bei einer Lernaktivit&auml;t auszu&uuml;ben. <strong>Intrinsische Motivation</strong> wird mit einer besseren Entwicklung, mehr Wohlbefinden und qualitativ hochwertigem Lernen in <strong>Verbindung</strong> gebracht. Laut der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/selbstbestimmungstheorie/" target="_self" title="Diese umfassende Theorie der menschlichen Motivation zielt darauf ab, zu kl&auml;ren, warum Menschen bestimmte Verhaltensweisen oder Aktivit&auml;ten aus&uuml;ben, welche sozialen und umweltbedingten Faktoren die Motivation (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen k&ouml;nnen und wie der Entwicklungsprozess bis hin zu Wachstum und Wohlbefinden (d.h. Selbstbestimmung) verl&auml;uft. Die Theorie unterscheidet dabei zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Extrinsische&hellip;" class="encyclopedia">Selbstbestimmungstheorie</a> finden Internalisierung und die Entwicklung intrinsischer Motivation statt, wenn die <strong>grundlegenden</strong> <strong>psychologischen Bed&uuml;rfnisse</strong> nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Verbundenheit unterst&uuml;tzt werden.</p>



<p>Im Unterricht kann die intrinsische Motivation der Sch&uuml;lerInnen <strong>aktives Engagement</strong> und <strong>Lernen</strong> f&ouml;rdern. Lehrkr&auml;fte k&ouml;nnen die Internalisierung und die Entwicklung intrinsischer Motivation der Lernenden f&ouml;rdern, indem sie die Bed&uuml;rfnisse der Lernenden nach Autonomie und Kompetenz unterst&uuml;tzen. Beide Bed&uuml;rfnisse sind mit positiven schulischen Leistungen verbunden.</p>



<p><em><strong>Autonomie</strong></em>&nbsp;spiegelt das Gef&uuml;hl der Sch&uuml;lerInnen wider, Verantwortung und Kontrolle &uuml;ber ihre interessengerechten Lernziele und -erfahrungen zu haben. Die&nbsp;<strong><em>Unterst&uuml;tzung der Autonomie</em></strong>&nbsp;durch Lehrkr&auml;fte umfasst daher das Verstehen der Perspektiven der Sch&uuml;lerInnen, die F&ouml;rderung ihres Wohlbefindens und die Schaffung von Bedingungen, die sie dazu ermutigen, sinnvolle Entscheidungen zu treffen und sich aktiv an ihrem eigenen Lernen zu beteiligen. Zu den g&auml;ngigen Strategien geh&ouml;ren das Anbieten von Wahlm&ouml;glichkeiten, das Geben von Erkl&auml;rungen, das Anpassen an das Tempo der Lernenden und das einf&uuml;hlsame Zuh&ouml;ren.</p>



<p><em><strong>Kompetenz</strong></em>&nbsp;spiegelt die Wahrnehmung der Sch&uuml;lerInnen ihrer F&auml;higkeiten und ihrer Effektivit&auml;t im Unterricht, beim Lernen und beim Erreichen akademischer Ziele wider. Lehrkr&auml;fte unterst&uuml;tzen das Kompetenzerleben, indem sie&nbsp;<strong>strukturierende Ma&szlig;nahmen</strong>, die es den Lernenden erm&ouml;glichen, F&auml;higkeiten aufzubauen und unn&ouml;tige Schwierigkeiten zu vermeiden. <strong>Strukturelle Unterst&uuml;tzung</strong> kann entweder leitend (z. B. Anpassung der Aufgaben an die sich entwickelnden F&auml;higkeiten der Sch&uuml;ler) oder kl&auml;rend sein (z. B. Bereitstellung expliziter Anweisungen, Erwartungen und umsetzbarer R&uuml;ckmeldungen). <a>Forschungsergebnisse deuten darauf hin</a>, dass sich die <strong>Unterst&uuml;tzung der Autonomie</strong> und die <strong>strukturierenden Ma&szlig;nahmen</strong> gegenseitig erg&auml;nzen k&ouml;nnen, um die Lernergebnisse zu verbessern und es Lehrkr&auml;ften zu erm&ouml;glichen, bed&uuml;rfnisorientierten Unterricht zu praktizieren (Jang et al., 2010). Bisher hat jedoch keine <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> ihre Beziehung untersucht. Patzak und Zhang (2025) schlie&szlig;en diese L&uuml;cke mit ihrer <strong><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/korrelation/" target="_self" title="Spiegelt den Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen (z.B. Sch&uuml;lerleistung und Einsatz von Lernstrategien) wider. Durch den Korrelationskoeffizienten r kann die St&auml;rke der Beziehung zwischen zwei Merkmalen bestimmt werden, nicht aber ihr kausaler Zusammenhang. Nach der Einteilung von Cohen (1988) sind Korrelationen zwischen r = 0.1 und r = 0.3 als klein bis moderat, Korrelationen zwischen r&hellip;" class="encyclopedia">Korrelation</a>sbasierten <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a></strong>.&nbsp;<a href="https://www.deepl.com/en/translator#_msocom_1" target="_blank" rel="noopener"></a>Ihre Ergebnisse tragen dazu bei, zu kl&auml;ren, was im Unterricht am wichtigsten ist: Autonomieunterst&uuml;tzung, Struktur oder beides.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="worum-geht-es-in-dieser-studie">Worum geht es in dieser Studie?</h3>



<p>In ihrer <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> untersuchen Patzak und Zhang (2025) zwei Unterst&uuml;tzungsformen der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/selbstbestimmungstheorie/" target="_self" title="Diese umfassende Theorie der menschlichen Motivation zielt darauf ab, zu kl&auml;ren, warum Menschen bestimmte Verhaltensweisen oder Aktivit&auml;ten aus&uuml;ben, welche sozialen und umweltbedingten Faktoren die Motivation (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen k&ouml;nnen und wie der Entwicklungsprozess bis hin zu Wachstum und Wohlbefinden (d.h. Selbstbestimmung) verl&auml;uft. Die Theorie unterscheidet dabei zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Extrinsische&hellip;" class="encyclopedia">Selbstbestimmungstheorie</a>: Autonomieunterst&uuml;tzung und die strukturierenden Ma&szlig;nahmen zur F&ouml;rderung des Kompetenzerlebens. Im Gegensatz zu <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>n, die die Effektivit&auml;t von <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/intervention/" target="_self" title="Einsatz einer bestimmten p&auml;dagogischen Ma&szlig;nahme (z.B. Training f&uuml;r Selbstreguliertes Lernen) mit dem Ziel, den Ausgangszustand der TeilnehmerInnen &ndash; z.B. in Bezug auf ihre Leistung &ndash; zu verbessern. Wenn Interventionen unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, z.B. in einem experimentellen Studiendesign, l&auml;sst sich ihre Wirksamkeit ermitteln. Siehe auch Interventionsbedingung. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema: Lassen sich&hellip;" class="encyclopedia">Intervention</a>en durch den Vergleich von <strong>Versuchs- und <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/kontrollgruppe/" target="_self" title="Bezeichnet die Personengruppe in einem Experiment, die im Gegensatz zur Experimentalgruppe, nicht an der zu untersuchenden Intervention teilnimmt. Die Messwerte der Kontrollgruppe werden mit den Messwerten der Experimentalgruppe verglichen, um die Wirkung einer Intervention zu bestimmen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&hellip;" class="encyclopedia">Kontrollgruppe</a>n</strong> in <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n untersuchen, handelt es sich hier um eine <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/korrelation/" target="_self" title="Spiegelt den Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen (z.B. Sch&uuml;lerleistung und Einsatz von Lernstrategien) wider. Durch den Korrelationskoeffizienten r kann die St&auml;rke der Beziehung zwischen zwei Merkmalen bestimmt werden, nicht aber ihr kausaler Zusammenhang. Nach der Einteilung von Cohen (1988) sind Korrelationen zwischen r = 0.1 und r = 0.3 als klein bis moderat, Korrelationen zwischen r&hellip;" class="encyclopedia">korrelation</a>sbasierte <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>.&nbsp;Hierbei stehen die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/korrelation/" target="_self" title="Spiegelt den Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen (z.B. Sch&uuml;lerleistung und Einsatz von Lernstrategien) wider. Durch den Korrelationskoeffizienten r kann die St&auml;rke der Beziehung zwischen zwei Merkmalen bestimmt werden, nicht aber ihr kausaler Zusammenhang. Nach der Einteilung von Cohen (1988) sind Korrelationen zwischen r = 0.1 und r = 0.3 als klein bis moderat, Korrelationen zwischen r&hellip;" class="encyclopedia">Korrelation</a>en oder Beziehungen zwischen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">Variable</a>n im Fokus. Diese Art der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> liefert keine Informationen &uuml;ber die Wirksamkeit einer <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/intervention/" target="_self" title="Einsatz einer bestimmten p&auml;dagogischen Ma&szlig;nahme (z.B. Training f&uuml;r Selbstreguliertes Lernen) mit dem Ziel, den Ausgangszustand der TeilnehmerInnen &ndash; z.B. in Bezug auf ihre Leistung &ndash; zu verbessern. Wenn Interventionen unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, z.B. in einem experimentellen Studiendesign, l&auml;sst sich ihre Wirksamkeit ermitteln. Siehe auch Interventionsbedingung. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema: Lassen sich&hellip;" class="encyclopedia">Intervention</a>, sondern bietet vielmehr einen <strong>&Uuml;berblick &uuml;ber die Zusammenh&auml;nge </strong>zwischen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">Variable</a>n in verschiedenen Studien und das Ausma&szlig;, in dem sie die Lernergebnisse von Sch&uuml;lerInnen vorhersagen. <strong>Konkret untersuchen die AutorInnen</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>wie Autonomieunterst&uuml;tzung und strukturierende Ma&szlig;nahmen zusammenh&auml;ngen,</li>



<li>ob diese Beziehung je nach Kontext (d. h. Schulstufe, Fach, Kultur und Datenerhebungsmethode) variiert und&nbsp;</li>



<li>wie diese Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen einzeln und gemeinsam mit den Lernergebnissen der Sch&uuml;lerInnen zusammenh&auml;ngen.</li>
</ol>



<p>Dar&uuml;ber hinaus berichten sie &uuml;ber die Konzeptualisierungen beider Unterst&uuml;tzungsformen. Die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/evidenz/" target="_self" title="In der empirischen Bildungsforschung liegt wissenschaftliche Evidenz dann vor, wenn Annahmen bzw. wissenschaftliche Theorien durch empirische Daten belegt sind. Wissenschaftliche Evidenz, als bestes verf&uuml;gbares Wissen, spielt eine wichtige Rolle f&uuml;r rationales und professionelles Handeln. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Evidenzbasierte Lehrstrategien CHU-Academy Kurs: Evidenzbasierte Lehrstrategien 2" class="encyclopedia">Evidenz</a>basis umfasst <strong>94 Studien</strong> aus den Jahren 2002 bis 2024. Die Meta-Analyse st&uuml;tzt sich so auf <strong>110 korrelative Effektgr&ouml;&szlig;en</strong> zwischen Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur, <strong>85 korrelative</strong> Effektgr&ouml;&szlig;en zwischen <strong>Autonomieunterst&uuml;tzung und Lernergebnissen</strong>, und <strong>85 korrelative</strong> Effektgr&ouml;&szlig;en zwischen <strong>Struktur und Lernergebnissen</strong>. Diese Studien wurden durch eine gr&uuml;ndliche Suche in mehreren Datenbanken und erg&auml;nzenden Recherchen ermittelt und umfassten insgesamt Daten von 592.553 Sch&uuml;lerInnen und Lehrkr&auml;ften.</p>



<p>Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur wurden in den Studien durch <strong>Sch&uuml;ler- und Lehrkraftbefragungen</strong> sowie durch <strong>Beobachtungsinstrumente</strong> erfasst. Typische Strategien und Verhaltensweisen lassen sich wie folgt zusammenfassen:</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Unterst&uuml;tzung der Autonomie</strong></td><td><strong>Strukturierende Ma&szlig;nahmen</strong></td></tr><tr><td>&ndash; Wahlm&ouml;glichkeiten anbieten<br>&ndash; Begr&uuml;ndungen geben<br>&ndash; Negative Gef&uuml;hle anerkennen<br>&ndash; Perspektive der Sch&uuml;lerInnen einnehmen<br>&ndash; Sch&uuml;lerstimmen einbeziehen<br>&ndash; Interessen der Sch&uuml;lerInnen ber&uuml;cksichtigen<br>&ndash; Einladende Sprache nutzen<br>&ndash; Bed&uuml;rfnisf&ouml;rderliche <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernaktivitaeten/" target="_self" title="Bezeichnet die Aktivit&auml;ten, die Sch&uuml;lerInnen w&auml;hrend der Lern- und &Uuml;bungsphasen ausf&uuml;hren. Diese k&ouml;nnen sich in der Qualit&auml;t mit Blick auf die Effektivit&auml;t des Lernprozesses sehr stark unterscheiden. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema:&nbsp; Lassen sich wissenschaftliche Kompetenzen im Unterricht f&ouml;rdern? CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Forschendes Lernen CHU-Academy Kurs: Evidenzbasierte Lehrstrategien" class="encyclopedia">Lernaktivit&auml;ten</a> anbieten<br>&ndash; Geduld zeigen<br>&ndash; Respekt zeigen</td><td>&ndash; Anleitung anbieten<br>&ndash; Erwartungen kl&auml;ren<br>&ndash; Ermutigen</td></tr></tbody></table></figure>



<h3 class="wp-block-heading" id="was-findet-diese-studie-heraus">Was findet diese Studie heraus?</h3>



<p>Die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> ergab einen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>en positiven Effekt f&uuml;r den Zusammenhang zwischen <strong>Autonomieunterst&uuml;tzung und der strukturierenden Ma&szlig;nahmen</strong> (<em>r</em>&nbsp;= 0.53). Das bedeutet, dass beide Unterst&uuml;tzungsformen in der Praxis h&auml;ufig <strong>gemeinsam auftreten</strong>, statt sich auszuschlie&szlig;en. Au&szlig;erdem wurde festgestellt, dass dieser Zusammenhang &uuml;ber verschiedene F&auml;cher und kulturelle Kontexte hinweg stabil ist. Hinsichtlich der<strong> Schularten</strong> jedoch variierte die St&auml;rke des Zusammenhangs <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>: In der Sekundarstufe (<em>r</em>&nbsp;= 0.56) und bei Studierenden (<em>r</em>&nbsp;= 0.57) fiel der Zusammenhang st&auml;rker aus als in der Grundschule (<em>r</em>&nbsp;= 0.29). Die Datenerhebungsmethode f&uuml;r Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur hatten ebenfalls einen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>en Einfluss auf ihre Beziehung, wobei die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n bei Sch&uuml;lerberichten (<em>r</em>&nbsp;= 0.59) gr&ouml;&szlig;er waren als bei Lehrerberichten (<em>r</em>&nbsp;= 0.45) und Beobachtungen (<em>r</em>&nbsp;= 0.36).</p>



<p>Die AutorInnen fanden auch heraus, dass sowohl die Autonomieunterst&uuml;tzung als auch die strukturierenden Ma&szlig;nahmen einen <strong>positiven Zusammenhang zu den Lernergebnissen</strong> der Sch&uuml;lerInnen leisteten. Die Unterst&uuml;tzung der Autonomie zeigte den gr&ouml;&szlig;ten Zusammenhang mit dem Autonomieerleben der Sch&uuml;lerInnen (<em>r</em>&nbsp;= 0.29) und ihrem akademischen Engagement (<em>r</em>&nbsp;= 0.21). Die strukturierende Ma&szlig;nahme war am st&auml;rksten mit dem Kompetenzerleben der Sch&uuml;lerInnen (<em>r</em>&nbsp;= 0.25), ihrem Autonomieerleben (<em>r</em>&nbsp;= 0.21) und ihrem akademischen Engagement (<em>r</em>&nbsp;= 0.19) verbunden. Weder Autonomieunterst&uuml;tzung noch strukturierende Ma&szlig;nahmen zeigten einen s<strong>ignifikanten Zusammenhang </strong>mit <strong>kontrollierter Motivation</strong> (Belohnung/Bestrafung durch &auml;u&szlig;eres Umfeld).&nbsp;</p>



<p>Schlie&szlig;lich stellten sie fest, dass die kombinierte Unterst&uuml;tzung einen gr&ouml;&szlig;eren Zusammenhang mit den Lernergebnissen der Sch&uuml;lerInnen hatte als die einzelnen Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen f&uuml;r sich genommen. Die Kombination aus Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur stand am st&auml;rksten im Zusammenhang mit dem <strong>Autonomiegef&uuml;hl der Sch&uuml;lerInnen</strong> (<em>r</em>&nbsp;= 0.47) und dem <strong>Kompetenzgef&uuml;hl der Sch&uuml;lerInnen</strong> (<em>r</em>&nbsp;= 0.36).</p>



<p>Weitere Details und&nbsp;Einzelbefunde&nbsp;sind der Gesamt&uuml;bersicht zu entnehmen. In der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2025/12/KR38_Einzeltabelle_Moderator.pdf">Tabelle 1</a> k&ouml;nnen Sie die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderator/" target="_self" title="Siehe auch Moderatorvariable.&nbsp;Variable (auch Moderator genannt), die den Zusammenhang zwischen einer unabh&auml;ngigen Variable (UV) und einer abh&auml;ngigen Variable (AV) zus&auml;tzlich beeinflusst. Beispielsweise wird der Zusammenhang zwischen Lernen (UV) und dem Erfolg (AV) in Mathematik durch das pers&ouml;nliche Interesse an Mathematik zus&auml;tzlich beeinflusst (moderiert). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer&hellip;" class="encyclopedia">Moderator</a>effekte auf die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/korrelation/" target="_self" title="Spiegelt den Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen (z.B. Sch&uuml;lerleistung und Einsatz von Lernstrategien) wider. Durch den Korrelationskoeffizienten r kann die St&auml;rke der Beziehung zwischen zwei Merkmalen bestimmt werden, nicht aber ihr kausaler Zusammenhang. Nach der Einteilung von Cohen (1988) sind Korrelationen zwischen r = 0.1 und r = 0.3 als klein bis moderat, Korrelationen zwischen r&hellip;" class="encyclopedia">Korrelation</a>en zwischen Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur einsehen. <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2025/12/KR38_Einzeltabelle_2_AS-S-mit-Learning-Outcomes.pdf">Tabelle 2</a> zeigt den Zusammenhang zwischen Autonomieunterst&uuml;tzung bzw. Struktur und dem Lernoutcome.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="studienbeispiel">Studienbeispiel</h3>



<p>Hornstra et al. (2021) untersuchten, wie Sch&uuml;lerInnen der Sekundarstufe das <strong>Unterrichtsklima erleben</strong> und wie diese<strong> Wahrnehmung mit ihrer Motivation</strong> zusammenh&auml;ngt. Insgesamt nahmen <strong>287 Sch&uuml;lerInnen</strong> der 7. Jahrgangsstufe teil, die im regul&auml;ren Unterricht der F&auml;cher Mathematik, Englisch oder Niederl&auml;ndisch befragt wurden.&nbsp;</p>



<p>Ziel der Studie war es, zu erfassen, ob <strong>Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur</strong> im Unterricht <strong>gemeinsam </strong>auftreten und wie stark beide Aspekte mit der Motivation der Sch&uuml;lerInnen verbunden sind. Die Sch&uuml;lerInnen f&uuml;llten dazu einmalig den &bdquo;Teacher as Social Context Questionnaire&ldquo; (TASC) aus. Damit wurden <strong>Autonomieunterst&uuml;tzung</strong> (z.B. Wahlm&ouml;glichkeiten, nachvollziehbare Begr&uuml;ndungen) und <strong>Struktur</strong> (z.B. klare Erwartungen, verst&auml;ndliche Schrittfolgen) erfasst. Zus&auml;tzlich bearbeiteten sie den &bdquo;Self-Regulation Questionnaire &ndash; Academic&ldquo; (SRQ-A), mit dem <strong>autonome Motivation</strong> (z.B. aus eigenem Interesse oder pers&ouml;nlichen Werten) und <strong>kontrollierte Motivation</strong> (z.B. durch &auml;u&szlig;ere Bestrafungen/Belohnungen veranlasst) im jeweiligen Fach eingesch&auml;tzt wurde.&nbsp;</p>



<p>Die Ergebnisse zeigten einen <strong>deutlich positiven Zusammenhang</strong> zwischen Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur Lehrkr&auml;fte, die viel Autonomieunterst&uuml;tzung bieten, schaffen in der Regel auch <strong>klare und hilfreiche Strukturen</strong>. Beide Unterst&uuml;tzungsformen standen zudem in engem Zusammenhang mit einer h&ouml;heren <strong>autonomen Motivation</strong> der Sch&uuml;lerInnen. Sch&uuml;lerInnen, die sich st&auml;rker unterst&uuml;tzt f&uuml;hlten, sch&auml;tzten ihre eigenen schulischen Leistungen au&szlig;erdem h&ouml;her ein.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="wie-bewertet-das-clearing-house-unterricht-diese-studie">Wie bewertet das Clearing House Unterricht diese Studie?</h3>



<p>Die <em>Clearing House Unterricht Research Group</em> bewertet die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> anhand der folgenden f&uuml;nf Fragen und orientiert sich dabei an den <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/abelson-kriterien/" target="_self" title="Benannt nach Robert Abelson, ehemals Statistikprofessor an der Yale University (USA). Sie beschreiben f&uuml;nf Kriterien, die erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen, damit ein durch statistische Daten gest&uuml;tztes Argument als &uuml;berzeugend gelten kann. Die Effekte sollten m&ouml;glichst (1) eine gewisse Gr&ouml;&szlig;e haben (Magnitude), (2) differenziert genug dargestellt sein (Articulation), (3) weitgehend generalisierbar sein (Generalizability), (4) neue Erkenntnisse liefern&hellip;" class="encyclopedia">Abelson-Kriterien</a> (1995):</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-substanziell-sind-die-effekte"><strong>Wie substanziell sind die Effekte?</strong></h5>



<p>Die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> ergab, dass die Unterst&uuml;tzung der Autonomie und die&nbsp;strukturierenden Ma&szlig;nahmen&nbsp;insgesamt einen <strong>positiven und <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>en Zusammenhang</strong> zeigten (<em>r</em>&nbsp;= 0.53). Von diesen 110 Effektgr&ouml;&szlig;en, waren lediglich sieben negativ, was darauf hindeutet, dass die Beziehung &uuml;berwiegend verst&auml;rkend war: Wenn die Unterst&uuml;tzung der Autonomie im Klassenzimmer zunimmt, nimmt also auch die&nbsp;Strukturierende Ma&szlig;nahmen&nbsp;tendenziell zu. Die St&auml;rke und Richtung der Gesamteffekt deutet darauf hin, dass Lehrkr&auml;fte, die ihren Sch&uuml;lerInnen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihre <strong>grundlegenden psychologischen Bed&uuml;rfnisse</strong> bieten, dies in Bezug auf Autonomie und Kompetenz recht konsequent tun.</p>



<p>Im Vergleich zu vielen anderen Befunden aus der p&auml;dagogisch-psychologischen Unterrichtsforschung ist dieser <strong>Gesamteffekt bemerkenswert hoch</strong>. Andere Meta-Analysen im Bereich der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/selbstbestimmungstheorie/" target="_self" title="Diese umfassende Theorie der menschlichen Motivation zielt darauf ab, zu kl&auml;ren, warum Menschen bestimmte Verhaltensweisen oder Aktivit&auml;ten aus&uuml;ben, welche sozialen und umweltbedingten Faktoren die Motivation (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen k&ouml;nnen und wie der Entwicklungsprozess bis hin zu Wachstum und Wohlbefinden (d.h. Selbstbestimmung) verl&auml;uft. Die Theorie unterscheidet dabei zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Extrinsische&hellip;" class="encyclopedia">Selbstbestimmungstheorie</a> berichten typischerweise nur &uuml;ber kleinere bis moderate Zusammenh&auml;nge zwischen <strong>&bdquo;Need Support&ldquo;</strong>, d.h. Unterst&uuml;tzung zu grundlegenden psychologischen Bed&uuml;rfnissen und Lernergebnissen. So fanden beispielsweise Mammadov und Schroeder (2023) einen durchschnittlichen Zusammenhang von&nbsp;<em>r</em>&nbsp;= .32 zwischen der wahrgenommenen <strong>Autonomieunterst&uuml;tzung durch Lehrkr&auml;fte</strong> <strong>bzw. Eltern </strong>und <strong>positiven Lern- und Motivations<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">variable</a>n</strong>.</p>



<p>Die AutorInnen stellten au&szlig;erdem fest, dass die Unterst&uuml;tzung der Autonomie und die&nbsp;strukturierenden Ma&szlig;nahmen&nbsp;jeweils <strong>unterschiedliche Zusammenh&auml;nge</strong> zu den Lernergebnissen der Sch&uuml;lerInnen aufwiesen: Die Unterst&uuml;tzung der Autonomie zeigte die st&auml;rksten Zusammenh&auml;nge mit dem <strong>Autonomieerleben</strong> und dem <strong>akademischen Engagement </strong>der Lernenden, w&auml;hrend die&nbsp;strukturierenden Ma&szlig;nahmen&nbsp;die st&auml;rksten Zusammenh&auml;nge mit dem Kompetenzgef&uuml;hl, dem <strong>Autonomiegef&uuml;hl</strong> und dem <strong>akademischen Engagement</strong> aufwies. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Einsatz von Strategien zur Unterst&uuml;tzung der Autonomie durch die Lehrkr&auml;fte und die&nbsp;strukturierenden Ma&szlig;nahmen&nbsp;zur F&ouml;rderung der Kompetenz von Sch&uuml;lerInnen jeweils auf unterschiedliche, aber sich erg&auml;nzende Weise zur Motivation dieser beitragen. Dar&uuml;ber hinaus war der Zusammenhang zwischen <strong>kombinierter Unterst&uuml;tzung </strong>und den <strong>Lernergebnissen</strong> der Sch&uuml;lerInnen sogar noch gr&ouml;&szlig;er. Dies deutet darauf hin, dass die Unterst&uuml;tzung von Autonomie und Kompetenz, wenn sie zusammen eingesetzt werden, mit besseren Lernergebnissen verbunden ist als die Unterst&uuml;tzung nur einer dieser Bereiche.</p>



<p>Erfahren Sie mehr &uuml;ber die Einsch&auml;tzung von <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n in unserem <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2025/12/CHU_Handout_Pearsons-r-Effect-Size-Handout-1.pdf" data-type="attachment" data-id="6846">Handout</a><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2024/09/CHU_Handout_Effektstaerken.pdf" data-type="attachment" data-id="6846">.</a></p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-differenziert-sind-die-ergebnisse-dargestellt"><strong>Wie differenziert sind die Ergebnisse dargestellt?</strong></h5>



<p>Es wurden sechs verschiedene Lernergebnisse in Zusammenhang mit der Autonomieunterst&uuml;tzung und den Strukturangeboten untersucht. Dabei ging es um <strong>Autonomiegef&uuml;hl, Kompetenzgef&uuml;hl, autonome Motivation, kontrollierte Motivation, akademisches Engagement und akademische Leistung</strong>. Anhand fr&uuml;herer Ergebnisse wurde vorausgesagt, dass alle Ergebnisse (mit Ausnahme der kontrollierten Motivation) eine positive Beziehung zur <strong>Unterst&uuml;tzung der Autonomie</strong> und zu den <strong>strukturierenden Ma&szlig;nahmen</strong> aufweisen w&uuml;rden. Diese Hypothese wurde best&auml;tigt. F&uuml;r die <strong>kontrollierte Motivation</strong> dagegen wurde in den Hypothesen ein negativer Zusammenhang bei der Unterst&uuml;tzung der Bed&uuml;rfnisse vorausgesagt. Da diese Zusammenh&auml;nge jedoch <strong>nicht <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a> </strong>waren, konnte diese Hypothese durch die Studie <strong>nicht best&auml;tigt</strong> wurde.&nbsp;</p>



<p>Die Beziehung zur Unterst&uuml;tzung der Bed&uuml;rfnisse wurde auch anhand verschiedener <strong>Kontext<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">variable</a>n </strong>bewertet, um die differenzierte Auspr&auml;gung des Zusammenhangs zu bestimmen. Untersucht wurde, ob sich die Beziehung je nach <strong>Fach</strong> (allgemeinbildende/gemischte F&auml;cher, MINT-F&auml;cher, Sport und Sozialwissenschaften) oder <strong>Klassenstufe </strong>(Grundschule, Sekundarstufe und postsekund&auml;re Bildung) ver&auml;nderte. In Bezug auf das <strong>Bildungsniveau</strong> stellten sie fest, dass der Zusammenhang in der Sekundarstufe und an der Universit&auml;t st&auml;rker ausgepr&auml;gt war. Dies deutet darauf hin, dass die Unterst&uuml;tzung von Autonomie und Kompetenz bei <strong>&auml;lteren Lernenden</strong> Hand in Hand gehen kann, w&auml;hrend Lehrkr&auml;fte<strong> j&uuml;ngerer Lernender</strong> m&ouml;glicherweise nicht so h&auml;ufig beide Arten der Unterst&uuml;tzung kombiniert einsetzen. Zudem wurde untersucht, ob sich der Zusammenhang je nach <strong>Datenerhebungsmethode</strong> (Sch&uuml;lerbericht, Lehrerbericht und Beobachtung) ver&auml;ndert. Dabei zeigte sich, dass der Zusammenhang bei Sch&uuml;lerberichten deutlich st&auml;rker ausgepr&auml;gt war. Dies deutet darauf hin, dass die Sch&uuml;lerInnen die Beziehung zwischen <strong>Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur</strong> als st&auml;rker empfanden als Lehrkr&auml;fte und externe Beobachter.&nbsp;</p>



<p>Ein Bereich, der in dieser Studie nicht untersucht wurde, ist die Unterst&uuml;tzung des dritten grundlegenden psychologischen Bed&uuml;rfnisses gem&auml;&szlig; der <strong><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/selbstbestimmungstheorie/" target="_self" title="Diese umfassende Theorie der menschlichen Motivation zielt darauf ab, zu kl&auml;ren, warum Menschen bestimmte Verhaltensweisen oder Aktivit&auml;ten aus&uuml;ben, welche sozialen und umweltbedingten Faktoren die Motivation (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen k&ouml;nnen und wie der Entwicklungsprozess bis hin zu Wachstum und Wohlbefinden (d.h. Selbstbestimmung) verl&auml;uft. Die Theorie unterscheidet dabei zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Extrinsische&hellip;" class="encyclopedia">Selbstbestimmungstheorie</a></strong>, n&auml;mlich das Bed&uuml;rfnis nach sozialer Eingebundenheit. Auch wenn nachgewiesen wurde, dass diese <strong>Art der Unterst&uuml;tzung</strong> Lernende f&ouml;rdert (King, 2015), war dies <strong>nicht Teil der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a></strong>, sodass keine Aussage &uuml;ber diese Unterst&uuml;tzung m&ouml;glich ist.</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-verallgemeinerbar-sind-die-befunde"><strong>Wie verallgemeinerbar sind die Befunde?</strong></h5>



<p>Insgesamt zeigten in dieser <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> die Unterst&uuml;tzung der Autonomie und die strukturierenden Ma&szlig;nahmen einen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>en positive Zusammenhang. Zus&auml;tzlich konnte durch folgende Ergebnisse eine <strong>erhebliche Verallgemeinerbarkeit</strong> belegt werden. <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n innerhalb der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> (103 / 110) berichteten &uuml;berwiegend &uuml;ber eine <strong>positive, verst&auml;rkende Beziehung</strong>.</p>



<p>Dar&uuml;ber hinaus zeigten die Unterst&uuml;tzung der Autonomie und die strukturierenden Ma&szlig;nahmen sowohl eindeutige als auch noch gr&ouml;&szlig;ere kollektive Zusammenh&auml;nge mit allen <strong>positiven motivationalen Sch&uuml;lerergebnissen,</strong> dass beide Arten der Unterst&uuml;tzung, insbesondere in Kombination, wahrscheinlich zu positiven motivationalen Wahrnehmungen und Verhaltensweisen der Sch&uuml;lerInnen beitragen.&nbsp;</p>



<p>Die Studie weist zwar auf die <strong>Verallgemeinerbarkeit des Zusammenhangs</strong> zwischen den Unterst&uuml;tzungsstrategien hin, die AutorInnen stellten jedoch auch eine <strong>erhebliche Heterogenit&auml;t </strong>zwischen den Studien fest. Daher f&uuml;hrten sie eine <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderatoranalyse/" target="_self" title="Untersucht, ob eine dritte Variable (Moderator) sich direkt auf die Beziehung zwischen unabh&auml;ngiger (UV) und abh&auml;ngiger Variable (AV) auswirkt. Das bedeutet, je nach Ver&auml;nderung der Auspr&auml;gung der Moderatorvariable (z.B. Interesse: hoch / niedrig) &auml;ndert sich auch der Zusammenhang zwischen UV (z.B. Lernen) und AV (z.B. Leistung). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner&hellip;" class="encyclopedia">Moderatoranalyse</a> durch, um zu untersuchen, ob sich der Zusammenhang je nach <strong>Kontext<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">variable</a>n</strong> &auml;ndert. Sie hielten es f&uuml;r m&ouml;glich, dass das Engagement der Sch&uuml;lerInnen f&uuml;r das Fach ihre <strong>Unterst&uuml;tzungsbed&uuml;rfnisse</strong> widerspiegelt. Dar&uuml;ber hinaus stellten sie die Hypothese auf, dass kollektivistische vs. individualistische kulturellen Kontexte zu Unterschieden in der Umsetzung von<strong> Unterst&uuml;tzungsstrategien durch Lehrkr&auml;fte </strong>f&uuml;hren k&ouml;nnten (so k&ouml;nnte beispielsweise die Unterst&uuml;tzung der Autonomie mit kollektivistischen kulturellen Normen in Konflikt stehen). Sie stellten jedoch fest, dass der Zusammenhang f&uuml;r das <strong>Fachgebiet</strong><a href="applewebdata://8F46A5F6-1C3E-4027-B372-D7F8C6A0B56F#_ftn1"><sup>[1]</sup></a>&nbsp;und den <strong>kulturellen Kontext</strong> relativ stabil ist, was auf seine Verallgemeinerbarkeit f&uuml;r diese <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">Variable</a>n hindeutet. Wie oben erw&auml;hnt, stellten die AutorInnen auch fest, dass die <strong>Verallgemeinerbarkeit </strong>der Beziehung f&uuml;r Grundsch&uuml;lerInnen sowie f&uuml;r Messungen aus Selbstberichten von Lehrkr&auml;ften und externen Beobachtungen <strong>begrenzt </strong>ist.</p>



<p>Was die Merkmale der <strong>Unterst&uuml;tzungsstrategien </strong>(z. B. Dauer, verschiedene Strategietypen) betrifft, so wurden diese <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">Variable</a>n in der vorliegenden Studie <strong>nicht untersucht</strong>, sodass keine Aussage &uuml;ber die Verallgemeinerbarkeit der Beziehung getroffen werden kann.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p><a href="applewebdata://8F46A5F6-1C3E-4027-B372-D7F8C6A0B56F#_ftnref1"><sup>[1]</sup></a>&nbsp;Die AutorInnen weisen darauf hin, dass die relative Stabilit&auml;t dieses Zusammenhangs vorsichtig zu interpretieren ist, da in vielen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n das konkrete Unterrichtsfach nicht berichtet wurde und daher in den Analysen fehlt</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="was-macht-die-metaanalyse-wissenschaftlich-relevant"><strong>Was macht die Metaanalyse wissenschaftlich relevant?</strong></h5>



<p>Die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> leistet einen wichtigen Beitrag zur <strong><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/selbstbestimmungstheorie/" target="_self" title="Diese umfassende Theorie der menschlichen Motivation zielt darauf ab, zu kl&auml;ren, warum Menschen bestimmte Verhaltensweisen oder Aktivit&auml;ten aus&uuml;ben, welche sozialen und umweltbedingten Faktoren die Motivation (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen k&ouml;nnen und wie der Entwicklungsprozess bis hin zu Wachstum und Wohlbefinden (d.h. Selbstbestimmung) verl&auml;uft. Die Theorie unterscheidet dabei zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Extrinsische&hellip;" class="encyclopedia">Selbstbestimmungstheorie</a>.</strong> Sie ist die erste, die Autonomieunterst&uuml;tzung und Strukturierung (Kompetenzunterst&uuml;tzung) im Unterricht <strong>gemeinsam untersucht,</strong> um den Zusammenhang zueinander, zu Lernergebnissen und verschiedenen Bildungskontexten zu verstehen.</p>



<p>Die Ergebnisse kl&auml;ren bestehende Kontroversen: Autonomieunterst&uuml;tzung und Strukturierung sind unabh&auml;ngige Strategien, die sich gegenseitig verst&auml;rken und einzeln wie gemeinsam zur Motivation und zum <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a> der Sch&uuml;lerInnen beitragen. Dies best&auml;tigt <strong>fr&uuml;here <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>n </strong>(z.B. Mammadov &amp; Schroeder, 2023).</p>



<p>Zus&auml;tzlich bietet die Studie eine <strong>systematische Begriffskl&auml;rung</strong> beider Konzepte, die auf dem Rahmen von Reeve und Cheon (2021) aufbaut (siehe Abbildung 1). Der pr&auml;sentierte &Uuml;berblick &uuml;ber die <strong>zugeh&ouml;rigen Strategien </strong>schafft ein einheitlicheres Verst&auml;ndnis im Feld und f&ouml;rdert die Verallgemeinerbarkeit zuk&uuml;nftiger Forschung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2025/12/Grafik-Kurzreview-38_1.png" alt=""><figcaption class="wp-element-caption">Abbildung 1 zeigt die Konzeptualisierungen von Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur und wie diese mit der Motivationsunterst&uuml;tzung der Lernenden zusammenh&auml;ngen. Die unterstrichenen Begriffe sind Erg&auml;nzungen, die die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> zum Rahmenwerk von Reeve und Cheon (2021) hinzugef&uuml;gt hat.</figcaption></figure>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-methodisch-verlasslich-sind-die-befunde"><strong>Wie methodisch verl&auml;sslich sind die Befunde?</strong></h5>



<p>Die Darstellung und Begr&uuml;ndung des methodischen Vorgehens entspricht in hohem Ma&szlig;e den Kriterien g&auml;ngiger Anforderungskataloge (z. B. <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/mars/" target="_self" title="Empfehlungskatalog der American Psychological Association (APA), der vorgibt, welche Informationen in wissenschaftlichen Ver&ouml;ffentlichungen von Metaanalysen enthalten sein sollten. Dient dazu, das Vorgehen und die Ergebnisse von Metaanalysen m&ouml;glichst transparent und nachvollziehbar zu machen und dabei einheitliche Kriterien zu gew&auml;hrleisten." class="encyclopedia">APA Meta-Analysis Reporting Standards</a>).</p>



<p>Die statistische Berichterstattung der Studie war <strong>gr&uuml;ndlich</strong>, beispielsweise erl&auml;uterten die AutorInnen ihr ausgew&auml;hltes Modell und verwendeten mehrere Tests f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichungsvoreingenommenheit. Es gab jedoch auch Bereiche, in denen <strong>Verbesserungen m&ouml;glich</strong> waren. Die AutorInnen h&auml;tten detailliertere Angaben zu den Einschlusskriterien, <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderator/" target="_self" title="Siehe auch Moderatorvariable.&nbsp;Variable (auch Moderator genannt), die den Zusammenhang zwischen einer unabh&auml;ngigen Variable (UV) und einer abh&auml;ngigen Variable (AV) zus&auml;tzlich beeinflusst. Beispielsweise wird der Zusammenhang zwischen Lernen (UV) und dem Erfolg (AV) in Mathematik durch das pers&ouml;nliche Interesse an Mathematik zus&auml;tzlich beeinflusst (moderiert). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer&hellip;" class="encyclopedia">Moderator</a>stufen und Daten<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/kodierung/" target="_self" title="Vorgang oder Endprodukt der systematischen, anhand von bestimmten Merkmalen regelbasierten, Klassifikation/Einordnung in bestimmte Kategorien (z.B. die Stufen eines Moderators). Sie wird in der Regel von mehreren Personen unabh&auml;ngig voneinander durchgef&uuml;hrt, um die Qualit&auml;t und Objektivit&auml;t sicherzustellen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3: Die Metaanalyse" class="encyclopedia">kodierung</a> sowie zur Reliabilit&auml;t machen k&ouml;nnen.</p>



<p>Weitere Informationen zur Beurteilung des methodischen Vorgehens finden Sie in unserem <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2025/12/Rating-Sheet_38.pdf">Rating Sheet</a><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2025/10/KR37_Rating-Sheet.pdf">.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="fazit-fur-die-unterrichtspraxis">Fazit f&uuml;r die Unterrichtspraxis</h3>



<p>Die Metanalyse zeigt, dass Lehrkr&auml;fte am meisten erreichen, wenn sie zwei Ans&auml;tze kombinieren: <strong>Autonomie unterst&uuml;tzen</strong> (z.B. Lernende mitentscheiden lassen) und <strong>Struktur geben </strong>(z.B. klare Orientierung bieten). Diese beiden Strategien <strong>erg&auml;nzen sich und wirken zusammen am st&auml;rksten</strong> auf die Motivation der Sch&uuml;lerInnen. Die Lernenden f&uuml;hlen sich dann kompetenter, engagieren sich mehr im Unterricht und <strong>lernen aus eigenem Antrieb</strong>. Das gilt &uuml;ber <strong>alle F&auml;cher und Kulturen</strong> hinweg und zeigt sich besonders deutlich bei <strong>&auml;lteren Sch&uuml;lerInnen</strong>.</p>



<p>Konkret bedeutet Autonomieunterst&uuml;tzung, echte <strong>Wahlm&ouml;glichkeiten anzubieten</strong>, zu erkl&auml;ren warum etwas wichtig ist, und die <strong>Perspektiven der Lernenden</strong> ernst zu nehmen. <strong>Struktur geben</strong> hei&szlig;t, klare Anleitungen und Erwartungen zu <strong>kommunizieren</strong> und regelm&auml;&szlig;ig zu <strong>ermutigen</strong>.</p>



<p>Wichtig ist jedoch: Die Studie zeigt Zusammenh&auml;nge, aber <strong>keine direkten <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/ursache-wirkung-beziehung/" target="_self" title="Auch Kausalit&auml;t. Wenn Kausalit&auml;t (auch: ein Kausalzusammenhang) vorliegt, l&auml;sst sich klar sagen, dass die Variable x eine andere Variable y beeinflusst. Um eine Ursache-Wirkung zu testen, wird in der Forschung ein Experiment ben&ouml;tigt." class="encyclopedia">Ursache-Wirkung-Beziehung</a>en</strong>. Der <strong>positive Einfluss auf die Motivation</strong> ist klar erkennbar, der direkte Einfluss auf die <strong>Noten weniger</strong>. Vermutlich wirkt sich die bessere Motivation indirekt &uuml;ber mehr Engagement auf die Leistung aus. Dies muss jedoch noch genauer erforscht werden. In jedem Fall lohnen sich <strong>beide Strategien</strong>, am besten setzt man sie zusammen ein.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="referenzen-und-links">Referenzen und Links</h3>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordion gs-accordion gspb_accordion-id-gsbp-9d27bab togglelogic" id="gspb_accordion-id-gsbp-9d27bab">
<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-2ea8398 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-2ea8398" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-0" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-2ea8398"><div class="gs-accordion-item__heading">Referenzen</div><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-0" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-2ea8398" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text">
<p>Abelson, R. P. (1995).&nbsp;<em>Statistics as principled argument</em>. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum Associates.</p>



<p>Ahmadi, A., Noetel, M., Parker, P., Ryan, R. M., Ntoumanis, N., Reeve, J., &hellip; &amp; Lonsdale, C. (2023). A classification system for teachers&rsquo; motivational behaviors recommended in self-determination theory <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/intervention/" target="_self" title="Einsatz einer bestimmten p&auml;dagogischen Ma&szlig;nahme (z.B. Training f&uuml;r Selbstreguliertes Lernen) mit dem Ziel, den Ausgangszustand der TeilnehmerInnen &ndash; z.B. in Bezug auf ihre Leistung &ndash; zu verbessern. Wenn Interventionen unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, z.B. in einem experimentellen Studiendesign, l&auml;sst sich ihre Wirksamkeit ermitteln. Siehe auch Interventionsbedingung. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema: Lassen sich&hellip;" class="encyclopedia">intervention</a>s.&nbsp;<em>Journal of Educational Psychology, 115</em>(8), 1158.&nbsp;<a href="https://psycnet.apa.org/doi/10.1037/edu0000783" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://doi.org/10.1037/edu0000783</a></p>



<p>Ahn, S., Ames, A. J., &amp; Myers, N. D. (2012). A review of meta-analyses in education: Methodological strengths and weaknesses.&nbsp;<em>Review of Educational Research</em>,&nbsp;<em>82</em>(4).&nbsp;<a href="https://doi.org/10.3102/0034654312458162" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.3102/0034654312458162</a></p>



<p><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/einteilung-nach-cohen/" target="_self" title="Jacob Cohen ver&ouml;ffentlichte 1988 eine Formel zur Berechnung der St&auml;rke eines Effekts. Dabei f&uuml;hrte er eine g&auml;ngige Faustregel zur Interpretation der Effektst&auml;rken ein, die die Effekte in kleine, mittelgro&szlig;e und gro&szlig;e Effekte einteilt. Siehe Cohen&rsquo;s d." class="encyclopedia">Cohen</a>, J. (1988).&nbsp;<em>Statistical power analysis for the behavioral sciences</em>&nbsp;(2.&nbsp;Auflage). Hillsdale, NJ: Erlbaum.</p>



<p>Hornstra, L., Stroet, K., &amp; Weijers, D. (2021).&nbsp;Profiles of teachers&rsquo; need-support: How do autonomy support, structure, and involvement cohere and predict motivation and learning outcomes?&nbsp;<em>Teaching and Teacher Education,&nbsp;</em>99.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1016/j.tate.2020.103257" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1016/j.tate.2020.103257</a></p>



<p>Jang, H., Reeve, J., &amp; Deci, E. L. (2010). Engaging students in learning activities: It is not autonomy support or structure but autonomy support and structure.&nbsp;<em>Journal of Educational Psychology</em>,&nbsp;<em>102</em>(3), 588&ndash;600.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1037/a0019682" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1037/a0019682</a></p>



<p>King, R. B. (2015). Sense of relatedness boosts engagement, achievement, and well-being: A latent growth model study.&nbsp;<em>Contemporary Educational Psychology</em>,&nbsp;<em>42</em>, 26-38.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1016/j.cedpsych.2015.04.002" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1016/j.cedpsych.2015.04.002</a></p>



<p>Mammadov, S., &amp; Schroeder, K. (2023). A meta-analytic review of the relationships between autonomy support and positive learning outcomes.&nbsp;<em>Contemporary Educational Psychology, 75</em>, 102235.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1016/j.cedpsych.2023.102235" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1016/j.cedpsych.2023.102235</a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Patzak, A., &amp; Zhang, X. (2025). Blending teacher autonomy support and provision of structure in the classroom for optimal motivation: A systematic review and meta-analysis.&nbsp;<em>Educational Psychology Review</em>,&nbsp;<em>37</em>(1), 17.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1007/s10648-025-09994-2" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1007/s10648-025-09994-2</a></p>



<p>Reeve, J., &amp; Cheon, S. H. (2021). Autonomy-supportive teaching: Its malleability, benefits, and potential to improve educational practice.&nbsp;<em>Educational psychologist</em>,&nbsp;<em>56</em>(1), 54-77.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1080/00461520.2020.1862657" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1080/00461520.2020.1862657</a></p>



<p>Ryan, R. M., &amp; Deci, E. L. (2000). Self-determination theory and the facilitation of intrinsic motivation, social development, and well-being.&nbsp;<em>American Psychologist, 55</em>(1), 68&ndash;78.&nbsp;<a href="https://psycnet.apa.org/doi/10.1037/0003-066X.55.1.68" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://doi.org/10.1037/0003-066X.55.1.68</a></p>



<p>Ryan, R. M., &amp; Deci, E. L. (2017).&nbsp;<em>Self-determination theory: Basic psychological needs in motivation</em>,&nbsp;<em>development</em>,&nbsp;<em>and wellness.&nbsp;</em>Guilford Press.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1521/978.14625/28806" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1521/978.14625/28806</a><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; font-size: medium; white-space: normal;"></span></p>
</div></div></div>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-d8bfa72 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-d8bfa72" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-1" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-d8bfa72"><div class="gs-accordion-item__heading">Links</div><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-1" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-d8bfa72" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text">
<p>Zur <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> von <a href="https://doi.org/10.1007/s10648-025-09994-2" target="_blank" rel="noopener">Patzak &amp; Zhang, 2025</a><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; font-size: medium; white-space: normal;"></span></p>



<p>Zum Studienbeispiel von <a href="https://doi.org/10.1016/j.tate.2020.103257" target="_blank" rel="noopener">Hornstra et al., 2021</a>&nbsp;<span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; font-size: medium; white-space: normal;"></span></p>
</div></div></div>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-3052ed7 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-3052ed7" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-2" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-3052ed7"><div class="gs-accordion-item__heading">Zitieren als</div><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-2" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-3052ed7" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text">
<p>Farrell, M., Arvaneh, B., &amp; CHU Research Group (2025).&nbsp;Autonomie f&ouml;rdern UND Struktur geben: Wie beide Strategien die Lernmotivation st&auml;rken.&nbsp;<a href="http://www.clearinghouse-unterricht.de/" target="_blank" rel="noopener"><em>www.clearinghouse-unterricht.de</em></a><em>, Kurzreview 38.</em></p>
</div></div></div>
</div>



<h3 class="wp-block-heading" id="downloads">Downloads</h3>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-51b3da8" id="gspb_container-id-gsbp-51b3da8">
<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2025/12/KR3_Report2.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kurzreview</a></li>



<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2025/12/KR38_Einzeltabelle_Moderator.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einzelbefunde der Metaanalyse im &Uuml;berblick &ndash; Moderatoreffekte auf Korrelation zwischen Autonomieunterst&uuml;tzung und Struktur</a></li>



<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2025/12/KR38_Einzeltabelle_2_AS-S-mit-Learning-Outcomes.pdf">Einzelbefunde der Metaanalyse im &Uuml;berblick &ndash; Zusammenhang zwischen Autonomieunterst&uuml;tzung bzw. Struktur und Lernoutcomes</a></li>



<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2025/12/Rating-Sheet_38.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rating Sheet zur Metaanalyse</a></li>
</ul>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-1608603" id="gspb_container-id-gsbp-1608603"></div>
</div>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Soziales und emotionales Lernen in der Schule = bessere Leistungen?</title>
		<link>https://www.clearinghouse.edu.tum.de/lehrstrategien/soziales-und-emotionales-lernen-in-der-schule-bessere-leistungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clearing House Unterricht]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jul 2019 07:02:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lehrstrategien]]></category>
		<category><![CDATA[Einstellungen & Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Förderprogramme]]></category>
		<category><![CDATA[Lernleistung]]></category>
		<category><![CDATA[MINT]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Schulleistung]]></category>
		<category><![CDATA[social and emotional learning]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales und emotionales Lernen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.clearinghouse.edu.tum.de/?p=3778</guid>

					<description><![CDATA[Zahlt es sich für die Schulleistungen in Mathematik und Naturwissenschaften aus, wenn die sozialen und emotionalen Fähigkeiten von SchülerInnen in der Schule gezielt gefördert werden? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die Metaanalyse &#8222;Effective universal school-based social and emotional learning programs for improving academic achievement: A systematic review and meta-analysis of 50 years of research&#8220; von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zahlt es sich f&uuml;r die Schulleistungen in Mathematik und <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/naturwissenschaften/" target="_self" title="In der Schule z&auml;hlen in der Regel die F&auml;cher Physik, Chemie und Biologie zu den naturwissenschaftlichen F&auml;chern, die unterrichtet werden. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">Naturwissenschaften</a> aus, wenn die sozialen und emotionalen F&auml;higkeiten von Sch&uuml;lerInnen in der Schule gezielt gef&ouml;rdert werden? Mit dieser Fragestellung besch&auml;ftigt sich die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> &bdquo;Effective universal school-based social and emotional learning programs for improving academic achievement: A systematic review and meta-analysis of 50 years of research&ldquo; von Corcoran, Cheung, Kim &amp; Xie aus dem Jahr 2018. Dieses Kurzreview beschreibt theoretische und konzeptuelle Hintergr&uuml;nde von Programmen, die soziales und emotionales Lernen f&ouml;rdern und zeigt, zu welchen empirischen Befunden die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> kommt.</p>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-19023c6" id="gspb_container-id-gsbp-19023c6">
<h5 class="wp-block-heading" id="metaanalyse-im-uberblick-1">Metaanalyse im &Uuml;berblick</h5>



<p><strong>Fokus der Studie</strong>: Wirksamkeit von Programmen zur F&ouml;rderung sozialer und emotionaler F&auml;higkeiten auf Schullleistungen</p>



<p><strong>Zielgruppe</strong>: Vorschule bis Abitur</p>



<p><strong>Durchschnittliche <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a></strong>: Kleiner Effekt (<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/naturwissenschaften/" target="_self" title="In der Schule z&auml;hlen in der Regel die F&auml;cher Physik, Chemie und Biologie zu den naturwissenschaftlichen F&auml;chern, die unterrichtet werden. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">Naturwissenschaften</a>) bis mittlerer Effekt (Mathematik; Lesen); Mathematik: <em>ES*</em>&thinsp;=&thinsp;0.26, <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/naturwissenschaften/" target="_self" title="In der Schule z&auml;hlen in der Regel die F&auml;cher Physik, Chemie und Biologie zu den naturwissenschaftlichen F&auml;chern, die unterrichtet werden. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">Naturwissenschaften</a>: <em>ES</em>&thinsp;=&thinsp;0.19</p>



<p><strong>Weitere Befunde</strong>: Auch geringe Programmintensit&auml;t erzielt mittlere Effekte</p>



<p><em>* Die AutorInnen haben die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n in der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> f&uuml;r die eingehenden <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n neu berechnet. Dabei kommt jeweils diejenige Berechnungsformel zum Einsatz, die der Datenlage so exakt wie m&ouml;glich entspricht. Aus diesem Grund verwenden die AutorInnen den &Uuml;berbegriff <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a> (ES) anstelle einer spezifischen Formel (z.B. f&uuml;r <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/einteilung-nach-cohen/" target="_self" title="Jacob Cohen ver&ouml;ffentlichte 1988 eine Formel zur Berechnung der St&auml;rke eines Effekts. Dabei f&uuml;hrte er eine g&auml;ngige Faustregel zur Interpretation der Effektst&auml;rken ein, die die Effekte in kleine, mittelgro&szlig;e und gro&szlig;e Effekte einteilt. Siehe Cohen&rsquo;s d." class="encyclopedia">Cohen</a>&rsquo;s d).</em></p>
</div>



<h3 class="wp-block-heading" id="einleitung">Einleitung</h3>



<p>Der Auftrag, soziale und emotionale F&auml;higkeiten von Sch&uuml;lerInnen in der Schule zu f&ouml;rdern, ist in Bildungspl&auml;nen zumeist im Rahmen des Querschnittbildungsziels &bdquo;Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung&ldquo; verankert. Die vorliegende <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> nimmt einen anderen Blickwinkel ein und analysiert, ob sich die schulische Leistung von Sch&uuml;lerInnen verbessert, wenn <strong>soziale und emotionale F&auml;higkeiten</strong> gezielt gef&ouml;rdert werden.</p>



<p>Im englischsprachigen Raum wurden seit einigen Jahren gro&szlig; angelegte F&ouml;rderrichtlinien und -projekte zur Unterst&uuml;tzung der sozialen und emotionalen Entwicklung von Sch&uuml;lerInnen entwickelt und aufw&auml;ndig evaluiert. Diesen F&ouml;rderprogrammen liegt die Annahme zugrunde, dass sich Sch&uuml;lerInnen mit besser entwickelten sozialen und emotionalen F&auml;higkeiten in der Schule st&auml;rker engagieren, unter anderem weniger verhaltensauff&auml;llig werden und nicht zuletzt auch quer durch den F&auml;cherkanon <strong>bessere Leistungen</strong> erbringen.</p>



<p>Die soziale und emotionale Entwicklung der Sch&uuml;lerInnen in der Schule umfasst zwei Aspekte (Zur ausf&uuml;hrlichen Darstellung der Kernkompetenzen siehe Zusatzmaterial: &bdquo;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2019/06/CHU_KR-24_Corcoran-2018_Kernkompetenzen-SEL.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Soziales und Emotionales Lernen: Definition und Kernkompetenzen</a>&bdquo;):</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Individuelle</strong> <strong>F&auml;higkeiten</strong> der Resilienz und emotionalen Selbststeuerung, wie Selbstbewusstheit, Selbstmanagement und verantwortungsbewusstes Entscheiden und</li>



<li><strong>Soziale F&auml;higkeiten</strong>, die auf das Verhalten und die Beteiligung in sozialen Gruppen abzielen: Soziales Bewusstsein, Beziehungs- und Teamf&auml;higkeit sowie verantwortungsbewusstes Entscheiden.</li>
</ol>



<p>Die vorliegende <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> tr&auml;gt die empirischen Befunde aus qualitativ hochwertigen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/evaluationsstudie/" target="_self" title="Empirische Untersuchung, um die Wirksamkeit einer konkreten Ma&szlig;nahme zu untersuchen. Sie ist damit von einer empirischen Studie zu unterscheiden, die eine theoretische Annahme oder Hypothese gezielt &uuml;berpr&uuml;ft. In das Design der Ma&szlig;nahme (z.B. eines Lernprogramms) k&ouml;nnen verschiedenste theoretische Annahmen einflie&szlig;en. Die &Uuml;berpr&uuml;fung der Wirksamkeit erfolgt mithilfe experimenteller oder quasi-experimenteller Studiendesigns und meist in relevanten Anwendungskontexten,&hellip;" class="encyclopedia">Evaluationsstudie</a>n zu F&ouml;rderprogrammen f&uuml;r soziales und emotionales Lernen erstmals umfassend zusammen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="worum-geht-es-in-dieser-studie">Worum geht es in dieser Studie?</h3>



<p>Dass und wie sich die F&ouml;rderung von sozialen und emotionalen F&auml;higkeiten positiv auf <strong>Schulleistungen</strong> auswirken soll, ist zun&auml;chst erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Die Autoren der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> beschreiben zwei hypothetische Mechanismen, die diesen Zusammenhang &ndash; m&ouml;glicherweise auch im Zusammenspiel &ndash; erkl&auml;ren k&ouml;nnen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Individuelle Dynamik.</strong> Die F&ouml;rderprogramme adressieren bei den Sch&uuml;lerInnen vor allem individuell soziale und emotionale &ndash; teilweise durch altersbedingte Wachstums- und Entwicklungsschritte bedingte &ndash; Bed&uuml;rfnisse. Diese werden ernst genommen und im besten Fall befriedigt. Dadurch steigt die Motivation und die Leistungen verbessern sich.</li>



<li><strong>Soziale Dynamik.</strong> Durch die F&ouml;rderung sozialer und emotionaler F&auml;higkeiten entsteht vor allem ein ver&auml;ndertes Schul- und Unterrichtsklima, beispielsweise durch einen ver&auml;nderten Umgang der beteiligten Personen miteinander, das sich positiv auf die Lernprozesse auswirkt. Verbesserte Leistungen sind unter anderem die Folge.</li>
</ul>



<p>Inwiefern die Programme tats&auml;chlich derartige individuelle oder unterrichtsklimatische Verbesserungen bewirken, untersucht die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> nicht. Stattdessen ist die <strong>Wirkung</strong> der sozialen und emotionalen F&ouml;rderprogramme auf die Schulleistungen in den F&auml;chern Mathematik, <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/naturwissenschaften/" target="_self" title="In der Schule z&auml;hlen in der Regel die F&auml;cher Physik, Chemie und Biologie zu den naturwissenschaftlichen F&auml;chern, die unterrichtet werden. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">Naturwissenschaften</a> und Lesen Gegenstand der Untersuchung.</p>



<p>Bei der Auswahl geeigneter <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/evaluationsstudie/" target="_self" title="Empirische Untersuchung, um die Wirksamkeit einer konkreten Ma&szlig;nahme zu untersuchen. Sie ist damit von einer empirischen Studie zu unterscheiden, die eine theoretische Annahme oder Hypothese gezielt &uuml;berpr&uuml;ft. In das Design der Ma&szlig;nahme (z.B. eines Lernprogramms) k&ouml;nnen verschiedenste theoretische Annahmen einflie&szlig;en. Die &Uuml;berpr&uuml;fung der Wirksamkeit erfolgt mithilfe experimenteller oder quasi-experimenteller Studiendesigns und meist in relevanten Anwendungskontexten,&hellip;" class="encyclopedia">Evaluationsstudie</a>n, die solche F&ouml;rderprogramme begleitet haben, gehen die AutorInnen streng <strong>kriterienbasiert</strong> und <strong>qualit&auml;tsorientiert</strong> vor: Soziale und emotionale F&ouml;rderprogramme mussten unter anderem &uuml;ber einen Zeitraum von mindestens 12 Wochen an Schulen umgesetzt werden; Vorab-Leistungsunterschiede mussten experimentell und statistisch kontrolliert und Schulleistungen mit standardisierten Leistungstests erfasst werden.</p>



<p>Mit Hilfe dieser Kriterien identifizierten die AutorInnen 40 experimentelle und quasi-experimentelle&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/evaluationsstudie/" target="_self" title="Empirische Untersuchung, um die Wirksamkeit einer konkreten Ma&szlig;nahme zu untersuchen. Sie ist damit von einer empirischen Studie zu unterscheiden, die eine theoretische Annahme oder Hypothese gezielt &uuml;berpr&uuml;ft. In das Design der Ma&szlig;nahme (z.B. eines Lernprogramms) k&ouml;nnen verschiedenste theoretische Annahmen einflie&szlig;en. Die &Uuml;berpr&uuml;fung der Wirksamkeit erfolgt mithilfe experimenteller oder quasi-experimenteller Studiendesigns und meist in relevanten Anwendungskontexten,&hellip;" class="encyclopedia">Evaluationsstudie</a>n. An den Studien waren insgesamt 61.360 Sch&uuml;lerInnen in Mathematik, 16.380 in&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/naturwissenschaften/" target="_self" title="In der Schule z&auml;hlen in der Regel die F&auml;cher Physik, Chemie und Biologie zu den naturwissenschaftlichen F&auml;chern, die unterrichtet werden. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">Naturwissenschaften</a>&nbsp;und 57.755 im Lesen von der Vorschule bis zum Abitur beteiligt. Neben dem&nbsp;<strong>Einfluss</strong>&nbsp;der sozialen und emotionalen F&ouml;rderprogramme auf die Schulleistungen untersucht die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;in sogenannten&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderatoranalyse/" target="_self" title="Untersucht, ob eine dritte Variable (Moderator) sich direkt auf die Beziehung zwischen unabh&auml;ngiger (UV) und abh&auml;ngiger Variable (AV) auswirkt. Das bedeutet, je nach Ver&auml;nderung der Auspr&auml;gung der Moderatorvariable (z.B. Interesse: hoch / niedrig) &auml;ndert sich auch der Zusammenhang zwischen UV (z.B. Lernen) und AV (z.B. Leistung). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner&hellip;" class="encyclopedia">Moderatoranalyse</a>n auch, welche Rolle dabei unterschiedliche Gestaltungsmerkmale der F&ouml;rderprogramme oder&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/methodische-faktoren/" target="_self" title="Sammelbegriff f&uuml;r eine bestimmte Gruppe von Faktoren, die einen Einfluss auf die Effektst&auml;rken in Metaanalysen haben und die Wirksamkeit von spezifischen Interventionen oder F&ouml;rder- und Trainingsprogrammen untersuchen. Methodische Faktoren beziehen sich auf methodisch-formale Aspekte von Prim&auml;rstudien, die in die Metanaanalyse eingegangen sind. Dazu geh&ouml;ren unter anderem Moderatoren wie Forschungsdesign, die Art der Testung, der Publikationsstatus&hellip;" class="encyclopedia">methodische Faktoren</a>&nbsp;&ndash; wie das&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/forschungsdesign/" target="_self" title="(Oder Studiendesign) beschreibt den Aufbau einer Studie. Damit ist gemeint, ob eine experimentelle Studie (vgl. Experimentelles Untersuchungsdesign; Quasi-experimentelles Untersuchungsdesign) oder eine nicht-experimentelles Studie, beispielsweise eine korrelative Fragebogenstudie (vgl. Korrelation), durchgef&uuml;hrt wird. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 1:&nbsp;Das Potential von Wissenschaft in der Praxis CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs:&hellip;" class="encyclopedia">Forschungsdesign</a>&nbsp;&ndash; spielen (siehe&nbsp;<em>Tabelle 1</em>).</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="was-findet-diese-studie-heraus">Was findet diese Studie heraus?</h3>



<p>Corcoran und KollegInnen berichten insgesamt kleine bis mittlere positive <strong>Gesamteffekte</strong> der sozialen und emotionalen F&ouml;rderprogramme auf die Schulleistungen. Auf Grundlage von 33 Studien in Mathematik ermitteln sie einen mittelgro&szlig;en positiven Effekt von <em>ES</em> = 0.26. In den <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/naturwissenschaften/" target="_self" title="In der Schule z&auml;hlen in der Regel die F&auml;cher Physik, Chemie und Biologie zu den naturwissenschaftlichen F&auml;chern, die unterrichtet werden. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">Naturwissenschaften</a> erf&uuml;llten lediglich f&uuml;nf Studien die Einschlusskriterien. Auf dieser Basis errechnen die AutorInnen einen kleinen positiven Effekt von <em>ES</em> = 0.19. Die einzelnen Programme unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit deutlich: Die Spanne der berichteten <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n aus den verschiedenen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/evaluationsstudie/" target="_self" title="Empirische Untersuchung, um die Wirksamkeit einer konkreten Ma&szlig;nahme zu untersuchen. Sie ist damit von einer empirischen Studie zu unterscheiden, die eine theoretische Annahme oder Hypothese gezielt &uuml;berpr&uuml;ft. In das Design der Ma&szlig;nahme (z.B. eines Lernprogramms) k&ouml;nnen verschiedenste theoretische Annahmen einflie&szlig;en. Die &Uuml;berpr&uuml;fung der Wirksamkeit erfolgt mithilfe experimenteller oder quasi-experimenteller Studiendesigns und meist in relevanten Anwendungskontexten,&hellip;" class="encyclopedia">Evaluationsstudie</a>n reicht von -0.19 bis +1.32. <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderatoranalyse/" target="_self" title="Untersucht, ob eine dritte Variable (Moderator) sich direkt auf die Beziehung zwischen unabh&auml;ngiger (UV) und abh&auml;ngiger Variable (AV) auswirkt. Das bedeutet, je nach Ver&auml;nderung der Auspr&auml;gung der Moderatorvariable (z.B. Interesse: hoch / niedrig) &auml;ndert sich auch der Zusammenhang zwischen UV (z.B. Lernen) und AV (z.B. Leistung). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner&hellip;" class="encyclopedia">Moderatoranalyse</a>n konnten die AutorInnen aufgrund der geringen Studienzahl in <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/naturwissenschaften/" target="_self" title="In der Schule z&auml;hlen in der Regel die F&auml;cher Physik, Chemie und Biologie zu den naturwissenschaftlichen F&auml;chern, die unterrichtet werden. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">Naturwissenschaften</a> nur f&uuml;r Mathematik durchf&uuml;hren. Bei diesen identifizierten sie keine systematischen Unterschiede, die mit dem Alter, dem sozioo&ouml;konomischen Status der Sch&uuml;lerInnen oder der Programmintensit&auml;t zusammenh&auml;ngen. Bemerkenswert ist der Befund, dass Programme mit einer <strong>Intensit&auml;t</strong> von weniger als 15 Minuten pro Tag (bzw. 75 Minuten pro Woche) Effekte von <em>ES</em> = 0.32 im Mittel erzielen. Die Befunde aller <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderatoranalyse/" target="_self" title="Untersucht, ob eine dritte Variable (Moderator) sich direkt auf die Beziehung zwischen unabh&auml;ngiger (UV) und abh&auml;ngiger Variable (AV) auswirkt. Das bedeutet, je nach Ver&auml;nderung der Auspr&auml;gung der Moderatorvariable (z.B. Interesse: hoch / niedrig) &auml;ndert sich auch der Zusammenhang zwischen UV (z.B. Lernen) und AV (z.B. Leistung). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner&hellip;" class="encyclopedia">Moderatoranalyse</a>n f&uuml;r das Fach Mathematik sind in <em>Tabelle 1</em> zusammengetragen.</p>


<h2 id="tablepress-30-name" class="tablepress-table-name tablepress-table-name-id-30">Tabelle 1. &Uuml;bersicht &uuml;ber die Moderatoren und die einzelnen Stufen im Fach Mathematik.</h2>

<table id="tablepress-30" class="tablepress tablepress-id-30" aria-labelledby="tablepress-30-name">
<thead>
<tr class="row-1">
	<th class="column-1"><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderator/" target="_self" title="Siehe auch Moderatorvariable.&nbsp;Variable (auch Moderator genannt), die den Zusammenhang zwischen einer unabh&auml;ngigen Variable (UV) und einer abh&auml;ngigen Variable (AV) zus&auml;tzlich beeinflusst. Beispielsweise wird der Zusammenhang zwischen Lernen (UV) und dem Erfolg (AV) in Mathematik durch das pers&ouml;nliche Interesse an Mathematik zus&auml;tzlich beeinflusst (moderiert). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer&hellip;" class="encyclopedia">MODERATOR</a></th><th class="column-2">STUFEN</th><th class="column-3"><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">EFFEKTST&Auml;RKE</a> <i>ES</i></th><th class="column-4">ANZAHL EFFEKTE</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1"><b>Alter (n.s.) </b></td><td class="column-2">Primarstufe</td><td class="column-3">0.24*</td><td class="column-4">18</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1"></td><td class="column-2">Sekundarstufe</td><td class="column-3">0.18*</td><td class="column-4">8</td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1"></td><td class="column-2">Gemischt</td><td class="column-3">0.43*</td><td class="column-4">7</td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1"><b>Programmintensit&auml;t (n.s.)</b></td><td class="column-2">niedrig (weniger als 15h/Tag oder 75h/Woche)</td><td class="column-3">0.32 (k.A.)</td><td class="column-4">14</td>
</tr>
<tr class="row-6">
	<td class="column-1"></td><td class="column-2">hoch (mehr als 15h/Tag oder 75h/Woche)</td><td class="column-3">0.15 (k.A.)</td><td class="column-4">4</td>
</tr>
<tr class="row-7">
	<td class="column-1"><b>Sozio&ouml;konomischer Status (n.s.)</b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3">k.A.</td><td class="column-4">k.A.</td>
</tr>
<tr class="row-8">
	<td class="column-1"><b><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/forschungsdesign/" target="_self" title="(Oder Studiendesign) beschreibt den Aufbau einer Studie. Damit ist gemeint, ob eine experimentelle Studie (vgl. Experimentelles Untersuchungsdesign; Quasi-experimentelles Untersuchungsdesign) oder eine nicht-experimentelles Studie, beispielsweise eine korrelative Fragebogenstudie (vgl. Korrelation), durchgef&uuml;hrt wird. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 1:&nbsp;Das Potential von Wissenschaft in der Praxis CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs:&hellip;" class="encyclopedia">Forschungsdesign</a> (n.s.)</b></td><td class="column-2"><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/randomisiert/" target="_self" title="Siehe auch Randomisierung.&nbsp;Zuf&auml;llige Zuordnung von Versuchspersonen zu den Experimental- bzw. den Kontrollbedingungen zum Beispiel durch Losverfahren. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&nbsp;Das Experiment" class="encyclopedia">Randomisiert</a></td><td class="column-3">0.23*</td><td class="column-4">20</td>
</tr>
<tr class="row-9">
	<td class="column-1"></td><td class="column-2">Quasi-experimentell</td><td class="column-3">0.31*</td><td class="column-4">13</td>
</tr>
<tr class="row-10">
	<td class="column-1"><b>Studiengr&ouml;&szlig;e (n.s.)</b></td><td class="column-2">klein (&le; 250TeilnehmerInnen)</td><td class="column-3">0.49*</td><td class="column-4">6</td>
</tr>
<tr class="row-11">
	<td class="column-1"></td><td class="column-2">gro&szlig; (&gt; 250 TeilnehmerInnen)</td><td class="column-3">0.23*</td><td class="column-4">27</td>
</tr>
<tr class="row-12">
	<td class="column-1"><b>Publikationsstatus (n.s.)</b></td><td class="column-2">Zeitschrift mit Qualit&auml;tssicherung</td><td class="column-3">0.32*</td><td class="column-4">19</td>
</tr>
<tr class="row-13">
	<td class="column-1"></td><td class="column-2">Andere Ver&ouml;ffentlichung</td><td class="column-3">0.18*</td><td class="column-4">14</td>
</tr>
<tr class="row-14">
	<td class="column-1"><b>Publikationszeitraum (n.s.)</b></td><td class="column-2">Zwischen 1990 und 2010</td><td class="column-3">0.31*</td><td class="column-4">17</td>
</tr>
<tr class="row-15">
	<td class="column-1"></td><td class="column-2">Ab 2010</td><td class="column-3">0.20*</td><td class="column-4">18</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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<p><em>Anmerkungen zur Tabelle:<br>(n.s.) = kein <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>er Unterschied zwischen den Stufen eines <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderator/" target="_self" title="Siehe auch Moderatorvariable.&nbsp;Variable (auch Moderator genannt), die den Zusammenhang zwischen einer unabh&auml;ngigen Variable (UV) und einer abh&auml;ngigen Variable (AV) zus&auml;tzlich beeinflusst. Beispielsweise wird der Zusammenhang zwischen Lernen (UV) und dem Erfolg (AV) in Mathematik durch das pers&ouml;nliche Interesse an Mathematik zus&auml;tzlich beeinflusst (moderiert). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer&hellip;" class="encyclopedia">Moderator</a>s, d.h. die Effekte unterscheiden sich beispielsweise in Bezug auf das Alter nicht statistisch <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a> zwischen Primarstufe, Sekundarstufe oder gemischt (auch wenn die Werte z.T. deutlich variieren).</em></p>



<p><em>* = statistisch <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>er Unterschied f&uuml;r die spezifische <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderator/" target="_self" title="Siehe auch Moderatorvariable.&nbsp;Variable (auch Moderator genannt), die den Zusammenhang zwischen einer unabh&auml;ngigen Variable (UV) und einer abh&auml;ngigen Variable (AV) zus&auml;tzlich beeinflusst. Beispielsweise wird der Zusammenhang zwischen Lernen (UV) und dem Erfolg (AV) in Mathematik durch das pers&ouml;nliche Interesse an Mathematik zus&auml;tzlich beeinflusst (moderiert). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer&hellip;" class="encyclopedia">Moderator</a>stufe, d.h. beispielsweise, dass f&uuml;r die Altersgruppe Sekundarstufe mit 95% iger Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass ein positiver Effekt der implementierten Programme vorliegt.</em></p>



<p><em>(k.A.) = Die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;macht keine Angaben zu&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n,&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/konfidenzintervall/" target="_self" title="Bereich, in dessen Grenzen ein Wert z.B. der Mittelwert einer Grundgesamtheit (beispielsweise alle deutschen Sch&uuml;lerInnen in der 8. Jahrgangsstufe) oder eine Effektst&auml;rke mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (z.B. zu 95%) liegt (vgl. B&uuml;hner &amp; Ziegler, 2009)." class="encyclopedia">Konfidenzintervall</a>en oder&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikanz/" target="_self" title="Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">Signifikanz</a>tests.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="wie-bewertet-das-clearing-house-unterricht-diese-studie">Wie bewertet das Clearing House Unterricht diese Studie?</h3>



<p>Die <em>Clearing House Unterricht Research Group</em> bewertet <em>die</em> <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> anhand der folgenden f&uuml;nf Fragen und orientiert sich dabei an den <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/abelson-kriterien/" target="_self" title="Benannt nach Robert Abelson, ehemals Statistikprofessor an der Yale University (USA). Sie beschreiben f&uuml;nf Kriterien, die erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen, damit ein durch statistische Daten gest&uuml;tztes Argument als &uuml;berzeugend gelten kann. Die Effekte sollten m&ouml;glichst (1) eine gewisse Gr&ouml;&szlig;e haben (Magnitude), (2) differenziert genug dargestellt sein (Articulation), (3) weitgehend generalisierbar sein (Generalizability), (4) neue Erkenntnisse liefern&hellip;" class="encyclopedia">Abelson-Kriterien</a> (1995):</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-substanziell-sind-die-effekte">Wie substanziell sind die Effekte?</h5>



<p>Die durchschnittlichen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n liegen nach der &uuml;blichen Einteilung nach <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/einteilung-nach-cohen/" target="_self" title="Jacob Cohen ver&ouml;ffentlichte 1988 eine Formel zur Berechnung der St&auml;rke eines Effekts. Dabei f&uuml;hrte er eine g&auml;ngige Faustregel zur Interpretation der Effektst&auml;rken ein, die die Effekte in kleine, mittelgro&szlig;e und gro&szlig;e Effekte einteilt. Siehe Cohen&rsquo;s d." class="encyclopedia">Cohen</a> (1988) im kleinen (<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/naturwissenschaften/" target="_self" title="In der Schule z&auml;hlen in der Regel die F&auml;cher Physik, Chemie und Biologie zu den naturwissenschaftlichen F&auml;chern, die unterrichtet werden. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">Naturwissenschaften</a>) bis mittleren (Mathematik) Bereich. Auch f&uuml;r Lesen wurde ein mittelgro&szlig;er Effekt (<em>ES</em> = 0.25; Grundlage: 35 Studien) berichtet. Effekte in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung bedeuten, dass ca. 56 % der Sch&uuml;lerInnen mit F&ouml;rderung sozialer und emotionaler F&auml;higkeiten bessere Schulleistungen erbrachten als der Durchschnitt der Sch&uuml;lerInnen ohne gezielte F&ouml;rderung. Diese Befunde sind durchaus beachtlich, wenn man bedenkt, dass sie auf der Grundlage von qualitativ <strong>hochwertigen Studien</strong> zustande gekommen sind, die unter Realbedingungen im schulischen Alltag durchgef&uuml;hrt wurden und ausschlie&szlig;lich standardisierte Leistungstests verwendeten. Vor allem ist beachtlich, dass sich positive Effekte der Programme zur F&ouml;rderung sozialer und emotionaler F&auml;higkeiten auf die Schulleistungen in verschiedenen F&auml;chern nachweisen lassen, obwohl Leistungsf&ouml;rderung nicht das direkte Ziel der Programme ist.  </p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-differenziert-sind-die-ergebnisse-dargestellt">Wie differenziert sind die Ergebnisse dargestellt?</h5>



<p>Dieser Abschnitt stellt dar, inwiefern die Ergebnisse innerhalb der MINT-Schulf&auml;cher, Sekundarstufe und in Bezug auf die Erfolgskriterien differenziert berichtet werden. Die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;differenziert zwischen Mathematik und&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/naturwissenschaften/" target="_self" title="In der Schule z&auml;hlen in der Regel die F&auml;cher Physik, Chemie und Biologie zu den naturwissenschaftlichen F&auml;chern, die unterrichtet werden. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">Naturwissenschaften</a>&nbsp;und berichtet einen Wert f&uuml;r die gesamte Sekundarstufe. Als&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/erfolgskriterium/" target="_self" title="Festgelegte Zielgr&ouml;&szlig;e (z.B. Sch&uuml;lerleistung oder Interesse), die in empirischen Studien untersucht wird, um den Erfolg einer Bildungsma&szlig;nahme bzw. Intervention einzusch&auml;tzen." class="encyclopedia">Erfolgskriterium</a>&nbsp;wird ausschlie&szlig;lich Leistung untersucht, da nur Ergebnisse&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/standardisierter-leistungstest/" target="_self" title="Zur Bestimmung des Lernerfolgs. Sie werden in aufw&auml;ndigen psychometrischen Verfahren h&auml;ufig im Zusammenhang mit gro&szlig; angelegten Studien entwickelt (z.B. PISA, TIMSS). Aufgrund dieser Verfahren und der Testung an gro&szlig;en Stichproben erf&uuml;llen standardisierte Leistungstest in besonderem Ma&szlig;e statistische G&uuml;tekriterien und gelten daher als besonders zuverl&auml;ssig. Sie sind von Tests, die von WissenschaftlerInnen f&uuml;r spezifische Studien entwickelt&hellip;" class="encyclopedia">standardisierter Leistungstest</a>s berichtet werden. Effekte auf soziale und emotionale F&auml;higkeiten werden hingegen nicht analysiert, obwohl dies f&uuml;r die Kl&auml;rung der hypothetischen Wirkmechanismen durchaus interessant w&auml;re.&nbsp;</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-verallgemeinerbar-sind-die-befunde">Wie verallgemeinerbar sind die Befunde?</h5>



<p>In der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> wurden f&uuml;r die Bereiche Alter, sozio&ouml;konomischer Status und Intensit&auml;t der Programme <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderationsanalyse/" target="_self" title="(Auch: Moderatoranalyse). Untersucht, ob eine dritte Variable (Moderator) sich direkt auf die Beziehung zwischen unabh&auml;ngiger (UV) und abh&auml;ngiger Variable (AV) auswirkt. Das bedeutet, je nach Ver&auml;nderung der Auspr&auml;gung der Moderatorvariable (z.B. Interesse: hoch / niedrig) &auml;ndert sich auch der Zusammenhang zwischen UV (z.B. Lernen) und AV (z.B. Leistung). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs:&hellip;" class="encyclopedia">Moderationsanalyse</a>n durchgef&uuml;hrt &ndash; ohne <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>e Befunde. Das hei&szlig;t, der Gesamteffekt f&uuml;r das jeweilige Fach (Mathematik, <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/naturwissenschaften/" target="_self" title="In der Schule z&auml;hlen in der Regel die F&auml;cher Physik, Chemie und Biologie zu den naturwissenschaftlichen F&auml;chern, die unterrichtet werden. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">Naturwissenschaften</a>, Lesen) liefert eine belastbare Orientierungsgr&ouml;&szlig;e. Auch von verschiedenen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/forschungsdesign/" target="_self" title="(Oder Studiendesign) beschreibt den Aufbau einer Studie. Damit ist gemeint, ob eine experimentelle Studie (vgl. Experimentelles Untersuchungsdesign; Quasi-experimentelles Untersuchungsdesign) oder eine nicht-experimentelles Studie, beispielsweise eine korrelative Fragebogenstudie (vgl. Korrelation), durchgef&uuml;hrt wird. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 1:&nbsp;Das Potential von Wissenschaft in der Praxis CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs:&hellip;" class="encyclopedia">Forschungsdesign</a>s, Studiengr&ouml;&szlig;en und Publikationszeitr&auml;umen sind die jeweiligen Gesamteffekte nicht <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a> beeinflusst. Einschr&auml;nkend muss erw&auml;hnt werden, dass die Anzahl der ber&uuml;cksichtigten <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n in den meisten F&auml;llen klein ist: Es ist zu erwarten, dass der <strong>Einfluss</strong> bestimmter <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderator/" target="_self" title="Siehe auch Moderatorvariable.&nbsp;Variable (auch Moderator genannt), die den Zusammenhang zwischen einer unabh&auml;ngigen Variable (UV) und einer abh&auml;ngigen Variable (AV) zus&auml;tzlich beeinflusst. Beispielsweise wird der Zusammenhang zwischen Lernen (UV) und dem Erfolg (AV) in Mathematik durch das pers&ouml;nliche Interesse an Mathematik zus&auml;tzlich beeinflusst (moderiert). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer&hellip;" class="encyclopedia">Moderator</a>en bei einer gr&ouml;&szlig;eren Anzahl von <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n ein <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>es Niveau erreicht, da manche Werte knapp an der Grenze zur <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikanz/" target="_self" title="Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">Signifikanz</a> liegen.</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="was-macht-die-metaanalyse-wissenschaftlich-relevant">Was macht die Metaanalyse wissenschaftlich relevant?</h5>



<p>Aus wissenschaftlicher Sicht ist die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> bedeutsam: Sie aktualisiert und erweitert die Befunde eines &auml;lteren Reviews (Durlak et al., 2011), sie liefert einen umfassenden &Uuml;berblick &uuml;ber das Feld der Forschung zu sozialen und emotionalen F&ouml;rderprogrammen, indem sie auch (Evaluations-)Studien, die nicht in Zeitschriften mit <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/peer-review-verfahren/" target="_self" title="Oder Begutachtungsverfahren. Zentrales Verfahren zur Qualit&auml;tssicherung wissenschaftlicher Ver&ouml;ffentlichungen. Beruht auf der Stellungnahme und Qualit&auml;tsbewertung von Kolleginnen und Kollegen aus dem betreffenden Forschungsgebiet (peer-review)." class="encyclopedia">Peer-Review-Verfahren</a> zur Qualit&auml;tssicherung publiziert sind, ber&uuml;cksichtigt, aber dennoch durch strenge Auswahlkriterien eine hohe methodische Qualit&auml;t sicherstellt.</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-methodisch-verlasslich-sind-die-befunde">Wie methodisch verl&auml;sslich sind die Befunde?</h5>



<p>Die Transparenz und Begr&uuml;ndung des methodischen Vorgehens entspricht vorbildlich den Kriterien g&auml;ngiger Anforderungskataloge (z.B. <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/mars/" target="_self" title="Empfehlungskatalog der American Psychological Association (APA), der vorgibt, welche Informationen in wissenschaftlichen Ver&ouml;ffentlichungen von Metaanalysen enthalten sein sollten. Dient dazu, das Vorgehen und die Ergebnisse von Metaanalysen m&ouml;glichst transparent und nachvollziehbar zu machen und dabei einheitliche Kriterien zu gew&auml;hrleisten." class="encyclopedia">APA Meta-Analysis Reporting Standards</a>). Die Schritte bei der Suche, Auswahl und statistischen Analyse erf&uuml;llen die Anspr&uuml;che beinahe vollst&auml;ndig. Weitere Informationen zur methodischen Beurteilung finden Sie in unserem <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2019/06/Rating-Sheet-KR-24_Corcoran-2018_U%CC%88bersichtsblatt.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rating Sheet</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="fazit-fur-die-unterrichtspraxis">Fazit f&uuml;r die Unterrichtspraxis</h3>



<p>Die Ergebnisse der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> zeigen, dass die gezielte F&ouml;rderung der sozialen und emotionalen F&auml;higkeiten von Sch&uuml;lerInnen <strong>positive Auswirkungen</strong> auf deren schulische Leistungen hat. Die gezielte F&ouml;rderung kann bereits im Vorschulalter erfolgreich eingef&uuml;hrt werden. Auch in der Sekundarstufe k&ouml;nnen F&ouml;rderprogramme zur Unterst&uuml;tzung der sozialen und emotionalen Entwicklung zu besseren Leistungen beitragen: Lehrkr&auml;fte und Schulen k&ouml;nnen dem wachsenden Bed&uuml;rfnis von Sch&uuml;lerInnen nach mehr Autonomie und Eigenverantwortung &ndash; beispielsweise f&uuml;r den eigenen Lernprozess &ndash; begegnen, indem sie diese sozialen und emotionalen F&auml;higkeiten im Unterricht oder in einem gr&ouml;&szlig;eren schulischen Rahmen gezielt adressieren.</p>



<p>Die <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> zeigt eine gro&szlig;e Bandbreite an m&ouml;glichen Ansatzpunkten f&uuml;r gezielte F&ouml;rderprogramme auf: Sie reicht von der Weiterbildung der Lehrkr&auml;fte (siehe Studienbeispiel) bis hin zur regelm&auml;&szlig;igen und gemeinsamen Achtsamkeitspraxis f&uuml;r Sch&uuml;lerInnen und Lehrkr&auml;fte. Die F&ouml;rderprogramme sind umfassend dokumentiert und alle Befunde sind unter schulischen Alltagsbedingungen, in methodisch sehr anspruchsvollen <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/evaluationsstudie/" target="_self" title="Empirische Untersuchung, um die Wirksamkeit einer konkreten Ma&szlig;nahme zu untersuchen. Sie ist damit von einer empirischen Studie zu unterscheiden, die eine theoretische Annahme oder Hypothese gezielt &uuml;berpr&uuml;ft. In das Design der Ma&szlig;nahme (z.B. eines Lernprogramms) k&ouml;nnen verschiedenste theoretische Annahmen einflie&szlig;en. Die &Uuml;berpr&uuml;fung der Wirksamkeit erfolgt mithilfe experimenteller oder quasi-experimenteller Studiendesigns und meist in relevanten Anwendungskontexten,&hellip;" class="encyclopedia">Evaluationsstudie</a>n &uuml;ber l&auml;ngere Zeitr&auml;ume zustande gekommen. Dies k&ouml;nnte Ansporn sein, auch im <strong>deutschsprachigen Raum</strong> vermehrt &uuml;ber die Entwicklung und Einf&uuml;hrung sozialer und emotionaler F&ouml;rderprogramme nachzudenken. Damit k&ouml;nnte nicht &raquo;nur&laquo; ein Beitrag zur F&ouml;rderung der Schulleistung entstehen, sondern auch das Wohlbefinden und die produktive Zusammenarbeit der (schulischen) Gemeinschaft st&auml;rken.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="studienbeispiel">Studienbeispiel</h3>



<p>Die Studie von Allen und KollegInnen (2011) liefert ein anschauliches Beispiel, wie sich ein F&ouml;rderprogramm zur St&auml;rkung der sozialen und emotionalen Entwicklung von Sch&uuml;lerInnen auf die Qualit&auml;t der Interaktion zwischen Lehrkr&auml;ften und Sch&uuml;lerInnen auswirkt &ndash; und in der Folge auch auf den schulischen Erfolg der Sch&uuml;lerInnen. An der gro&szlig;angelegten experimentellen Studie waren insgesamt 78 Lehrkr&auml;fte und 2.237 Sch&uuml;lerInnen der Sekundarstufe beteiligt. Im Programm &bdquo;my teaching partner&ldquo; erhielten die Lehrkr&auml;fte in der <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/experimentalbedingung/" target="_self" title="Versuchsanordnung, bei der zu Studienzwecken eine bestimmte Intervention (z.B. Unterrichtsma&szlig;nahme) mit einer Experimentalgruppe durchgef&uuml;hrt wird und anhand derer m&ouml;gliche Ver&auml;nderungen beobachtet werden (z.B. hinsichtlich ihrer Leistung). Um die Wirksamkeit der Intervention zu bestimmen, wird die Experimentalgruppe mit mindestens einer Kontrollgruppe verglichen, die nicht an der Intervention teilnimmt. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs:&hellip;" class="encyclopedia">Experimentalbedingung</a> ein ausf&uuml;hrliches Training zu Methoden der Lehrer-Sch&uuml;ler-Interaktion, die zur Gestaltung eines positiven emotionalen Klimas beitragen sollen. Das Training legt ein besonderes Augenmerk darauf, dass Lehrkr&auml;fte eine Sensibilit&auml;t f&uuml;r die entwicklungsbedingten Bed&uuml;rfnisse von Jugendlichen &ndash; z.B. das Streben nach Autonomie &ndash; entwickeln und diesen Bed&uuml;rfnissen im Unterricht Raum geben. Sie sollen den Sch&uuml;lerInnen eine aktive Rolle bei der Gestaltung ihres Lernprozesses einr&auml;umen und ihnen einen Sinn f&uuml;r die Relevanz des Lernstoffs f&uuml;r ihr eigenes Leben vermitteln. Das Training soll Lehrkr&auml;fte bef&auml;higen, diese Ans&auml;tze in konkrete Lehrer-Sch&uuml;ler-Interaktionen zu &uuml;bersetzen. Dazu erhielten die Lehrkr&auml;fte in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden &uuml;ber ein Schuljahr verteilt Feedback zur Qualit&auml;t ihrer Lehrer-Sch&uuml;ler-Interaktionen &ndash; auf Grundlage von Videos ihres Unterrichts. In den Schulklassen der Kontrollbedingung erhielten die Lehrkr&auml;fte weder das Training noch individuelles Feedback. Die Analysen zeigen, dass sich die Sch&uuml;lerleistungen durch das F&ouml;rderprogramm in verschiedenen Schulf&auml;chern verbesserten. Diese Verbesserung war auf die h&ouml;here Qualit&auml;t der Lehrer-Sch&uuml;ler-Interaktionen und das damit einhergehende bessere soziale und emotionale Lernklima zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Interessanterweise wurde der positive Effekt erst im Schuljahr nach dem Training &ndash; mit derselben Lehrkraft, aber neuen Sch&uuml;lerInnen &ndash; empirisch festgestellt. Das zeigt, dass sich die Wirkung solcher Trainings erst l&auml;ngerfristig entfaltet. Die komplexen F&auml;higkeiten m&uuml;ssen erst trainiert und mithilfe von regelm&auml;&szlig;igem Feedback kontinuierlich einge&uuml;bt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="referenzen-und-links">Referenzen und Links</h3>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordion gs-accordion gspb_accordion-id-gsbp-9d27bab togglelogic" id="gspb_accordion-id-gsbp-9d27bab">
<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-2ea8398 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-2ea8398" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-0" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-2ea8398"><div class="gs-accordion-item__heading">Referenzen</div><meta itemprop="name" content="Referenzen"><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-0" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-2ea8398" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text" itemprop="text">
<p>Abelson, R. P. (1995). <em>Statistics as principled argument</em>. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum Associates.</p>



<p>Allen, J. P., Pianta, R. C., Gregory, A., Mikami, A. Y., &amp; Lun, J. (2011). An interaction-based approach to enhancing secondary school instruction and student achievement. <em>Science, 333</em>(6045),1034-1037.</p>



<p><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/einteilung-nach-cohen/">Cohen</a>, J. (1988). <em>Statistical power analysis for the behavioral sciences</em> (2. Auflage). Hillsdale,NJ: Erlbaum.</p>



<p>Corcoran, R. P., Cheung, A. C., Kim, E., &amp; Xie, C. (2018). Effective Universal school-based social and emotional learning programs for improving academic achievement: A systematic review and meta-analysis of 50 years of research. <em>Educational Research Review, 25</em>, 56-72.</p>



<p>Durlak, J. A., Weissberg, R. P., &amp; Pachan, M. (2010). A meta-analysis of after-school programs that seek to promote personal and social skills in children and adolescents. <em>American Journal of Community Psychology, 45</em>, 294&ndash;309. doi: https://doi.org/10.1007/s10464-010-9300-6.</p>
</div></div></div>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-d8bfa72 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-d8bfa72" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-1" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-d8bfa72"><div class="gs-accordion-item__heading">Links</div><meta itemprop="name" content="Links"><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-1" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-d8bfa72" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text" itemprop="text">
<p>Zur <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a> von <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1747938X17300611" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Corcoran et al., 2018</a>.</p>



<p>Zum Studienbeispiel von <a href="https://science.sciencemag.org/content/333/6045/1034" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Allen et al., 2011</a>.</p>



<p>Leitfaden zum Sozialen und Emotionalen Lernen von CASEL (Collaborative for Academic, Social, and Emotional Learning):<br><a href="http://secondaryguide.casel.org/casel-secondary-guide.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">http://secondaryguide.casel.org/casel-secondary-guide.pdf</a></p>



<p>US-Evidence Report f&uuml;r Soziales und Emotionales Lernen:<br><a href="https://www.wallacefoundation.org/knowledge-center/Documents/Social-and-Emotional-Learning-Interventions-Under-ESSA.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.wallacefoundation.org/knowledge-center/Documents/Social-and-Emotional-Learning-Interventions-Under-ESSA.pdf</a></p>



<p>Befunde des \textit{What Works Clearinghouse} zur fr&uuml;hen F&ouml;rderung von Sozialem und Emotionalem Lernen:<br><a href="https://ies.ed.gov/ncee/edlabs/projects/project.asp?projectID=443" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://ies.ed.gov/ncee/edlabs/projects/project.asp?projectID=443</a></p>



<p>&Uuml;berblick zum Zusammenhang von SEL und Schulklima:<br><a href="https://ies.ed.gov/ncee/edlabs/regions/southwest/blogs/resource-roundup-sel-school-climate.aspx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://ies.ed.gov/ncee/edlabs/regions/southwest/blogs/resource-roundup-sel-school-climate.aspx</a></p>



<p>Forschungsverbund f&uuml;r Messinstrumente von Sozialem und Emotionalem Lernen:<br>https://ies.ed.gov/ncee/edlabs/projects/project.asp?projectID=4583</p>
</div></div></div>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-3052ed7 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-3052ed7" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-2" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-3052ed7"><div class="gs-accordion-item__heading">Zitieren als</div><meta itemprop="name" content="Zitieren als"><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-2" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-3052ed7" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text" itemprop="text">
<p>Hetmanek, A., Knogler, M. &amp; CHU Research Group (2019). Soziales und emotionales Lernen in der Schule = bessere Leistungen? www.clearinghouse-unterricht.de, <em>Kurzreview 24</em>.</p>
</div></div></div>
</div>



<h3 class="wp-block-heading" id="podcast">Podcast</h3>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2024/07/podcast_8218_forschung_fordert_bildung_episode_857475_soziales_und_emotionales_lernen_in_der_schule_bessere_leistungen.mp3"></audio></figure>



<h3 class="wp-block-heading" id="downloads">Downloads</h3>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-51b3da8" id="gspb_container-id-gsbp-51b3da8">
<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2019/07/CHU_KR-24_Corcoran-2018_SEL_mit-Zusatzmaterial.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kurzreview</a></li>



<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2019/06/CHU_KR-24_Corcoran-2018_Kernkompetenzen-SEL.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Soziales und Emotionales Lernen: Definition und Kernkompetenzen</a></li>



<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2019/07/CHU_KR-24_Corcoran-2018_Fo%CC%88rderprogramme-SEL.pdf">Soziales und Emotionales Lernen: Exemplarische F&ouml;rderprogramme</a></li>



<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2019/07/CHU_KR-24_Corcoran-2018_Fo%CC%88rdermo%CC%88glichkeiten-SEL.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Soziales und Emotionales Lernen: F&ouml;rderm&ouml;glichkeiten</a></li>



<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2019/06/Rating-Sheet-KR-24_Corcoran-2018_U%CC%88bersichtsblatt.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rating Sheet zur Metaanlyse</a></li>
</ul>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-1608603" id="gspb_container-id-gsbp-1608603"></div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2024/07/podcast_8218_forschung_fordert_bildung_episode_857475_soziales_und_emotionales_lernen_in_der_schule_bessere_leistungen.mp3" length="8350055" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von SchülerInnen aus?</title>
		<link>https://www.clearinghouse.edu.tum.de/lehrstrategien/wie-wirkt-sich-innovativer-mintunterricht-auf-einstellung-und-leistung-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clearing House Unterricht]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 08:24:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lehrstrategien]]></category>
		<category><![CDATA[Einstellungen & Motivation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://tum.qs2mserver.de/?p=187</guid>

					<description><![CDATA[Je länger SchülerInnen zur Schule gehen, desto wahrscheinlicher sinkt ihr Interesse an den MINT-Fächern. Die&#160;Metaanalyse&#160;&#8222;Effects of innovative science and mathematics teaching on student attitudes and achievement: A meta-analytic study&#8220; von Savelsbergh und KollegInnen (2016) analysiert das Potenzial innovativer Unterrichtsansätze: Können sie diesem Trend entgegenwirken und SchülerInnen darin unterstützen, mehr Interesse und eine positivere Einstellung gegenüber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Je l&auml;nger Sch&uuml;lerInnen zur Schule gehen, desto wahrscheinlicher sinkt ihr Interesse an den MINT-F&auml;chern. Die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;&bdquo;Effects of innovative science and mathematics teaching on student attitudes and achievement: A meta-analytic study&ldquo; von Savelsbergh und KollegInnen (2016) analysiert das Potenzial innovativer Unterrichtsans&auml;tze:</p>



<p>K&ouml;nnen sie diesem Trend entgegenwirken und Sch&uuml;lerInnen darin unterst&uuml;tzen, mehr Interesse und eine positivere Einstellung gegen&uuml;ber den MINT-F&auml;chern zu entwickeln?</p>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-19023c6" id="gspb_container-id-gsbp-19023c6">
<h5 class="wp-block-heading" id="metaanalyse-im-uberblick-1">Metaanalyse im &Uuml;berblick</h5>



<p><strong>Fokus der Studie</strong>: F&ouml;rderung von Interesse, Einstellung und Leistung durch innovative Ans&auml;tze im MINT-Unterricht</p>



<p><strong>Zielgruppe</strong>: Sch&uuml;lerInnen der Primar- und Sekundarstufe</p>



<p><strong>Durchschnittliche <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a></strong>: Kleiner positiver Effekt innovativer Unterrichtsans&auml;tze auf die Einstellungen zu MINT-Inhalten (<em>d</em>&thinsp;=&thinsp;0.35) und mittlerer bis gro&szlig;er Effekt auf die Lernleistung (<em>d&thinsp;</em>=&thinsp;0.78)</p>



<p><strong>Weitere Befunde</strong>: Je h&ouml;her die Jahrgangsstufe, desto kleiner die Effekte auf die Einstellung</p>
</div>



<h3 class="wp-block-heading" id="einleitung">Einleitung</h3>



<p>W&auml;hrend Grundschulkinder h&auml;ufig noch reges Interesse an <strong>MINT-F&auml;chern</strong> zeigen, nimmt diese Begeisterung im Laufe der Schulzeit oftmals ab. Dieser Trend ist durch die empirische Bildungsforschung aktuell gut belegt (vgl. Potvin &amp; Hasni, 2014).</p>



<p>Das gr&ouml;&szlig;te Potenzial, diesem negativen Trend entgegenzuwirken und das Interesse der Sch&uuml;lerInnen kontinuierlich aufrecht zu erhalten, liegt wohl in der optimalen <strong>Gestaltung</strong> des Unterrichts. Lehrkr&auml;fte stehen damit vor der Herausforderung, ihren Unterricht so anzupassen, dass erst gar kein Mangel an Motivation oder Interesse entsteht, um nicht sp&auml;ter m&uuml;hsam gegen fehlendes Interesse und Unlust ank&auml;mpfen zu m&uuml;ssen.</p>



<p>Besonders hinter innovativen Wegen der Unterrichtsgestaltung (wie&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/forschendes-lernen/" target="_self" title="Lehr- und Lernansatz, bei dem Lernende &auml;hnlich wie Forschende aktiv und kollaborativ in Prozesse der Wissenserzeugung eingebunden sind. Lernende entwickeln dabei m&ouml;glichst eigenst&auml;ndig Fragestellungen, stellen Hypothesen auf, experimentieren und interpretieren Ergebnisse. Lernziel ist neben dem Erwerb fachlichen Wissens auch ein besseres Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, wie durch wissenschaftliche Forschung Wissen erzeugt wird. Siehe auch: Epistemisch orientierte Aktivit&auml;ten&hellip;" class="encyclopedia">Forschendes Lernen</a>&nbsp;oder au&szlig;erschulisches Lernen) vermuten BildungsforscherInnen hier ein gro&szlig;es Potenzial. Aus diesem Grund kl&auml;ren Savelsbergh und KollegInnen in ihrer&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>, ob&nbsp;<strong>innovative Ans&auml;tze</strong>&nbsp;tats&auml;chlich die Einstellung und das Interesse von Sch&uuml;lerInnen an naturwissenschaftlich-mathematischen Inhalten besser f&ouml;rdern als regul&auml;rer, das hei&szlig;t,&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lehrerzentrierter-unterricht/" target="_self" title="Vermittlung des Unterrichtsstoffes, indem die Lehrkraft diesen vortr&auml;gt, vorliest, erz&auml;hlt oder demonstriert. Dabei werden der Inhalt des Unterrichtsstoffs und das Lerntempo durch die Lehrkraft bestimmt. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Forschendes Lernen oder lehrerzentrierte Ans&auml;tze im naturwissenschaftlichen Unterricht: Was ist effektiver? Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus?" class="encyclopedia">lehrerzentrierter Unterricht</a>.</p>



<p>Gleichzeitig untersuchen die AutorInnen die Effekte dieser Ans&auml;tze auf die Leistungsentwicklung der Sch&uuml;lerInnen und &uuml;berpr&uuml;fen bisherige Vermutungen von KritikerInnen, dass innovative Ans&auml;tze zwar<strong> Einstellung und Interesse</strong> f&ouml;rdern, Sch&uuml;lerInnen daf&uuml;r aber nicht unbedingt mehr lernen oder bessere Leistungen erzielen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="worum-geht-es-in-dieser-studie">Worum geht es in dieser Studie?</h3>



<p>Die vorliegende&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;untersucht, inwiefern innovative Unterrichtsans&auml;tze das Interesse und die positive&nbsp;<strong>Einstellung</strong>&nbsp;sowie die&nbsp;<strong>Leistung</strong>&nbsp;von Sch&uuml;lerInnen in den MINT-F&auml;chern im Vergleich zu regul&auml;ren Unterrichtsangeboten f&ouml;rdern. Die AutorInnen f&uuml;hrten dazu eine umfassende Suche nach&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n durch, die zwischen 1988 und 2014 in Zeitschriften mit&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/peer-review-verfahren/" target="_self" title="Oder Begutachtungsverfahren. Zentrales Verfahren zur Qualit&auml;tssicherung wissenschaftlicher Ver&ouml;ffentlichungen. Beruht auf der Stellungnahme und Qualit&auml;tsbewertung von Kolleginnen und Kollegen aus dem betreffenden Forschungsgebiet (peer-review)." class="encyclopedia">Peer-Review-Verfahren</a>&nbsp;erschienen sind. Sie identifizierten 56 Publikationen, die insgesamt 65 experimentelle oder quasi-experimentelle Vergleiche enthalten, als Datengrundlage f&uuml;r ihre Analyse. Die ausgew&auml;hlten&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n enthalten f&uuml;nf verschiedene Arten von innovativen Unterrichtsans&auml;tzen<br>(siehe&nbsp;<em>Tabelle 1*</em>). Die verwendeten Ans&auml;tze unterscheiden sich hinsichtlich folgender Aspekte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>der&nbsp;<strong>Dauer der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/intervention/" target="_self" title="Einsatz einer bestimmten p&auml;dagogischen Ma&szlig;nahme (z.B. Training f&uuml;r Selbstreguliertes Lernen) mit dem Ziel, den Ausgangszustand der TeilnehmerInnen &ndash; z.B. in Bezug auf ihre Leistung &ndash; zu verbessern. Wenn Interventionen unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, z.B. in einem experimentellen Studiendesign, l&auml;sst sich ihre Wirksamkeit ermitteln. Siehe auch Interventionsbedingung. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema: Lassen sich&hellip;" class="encyclopedia">Intervention</a></strong>&nbsp;(zwischen einem Tag und zwei Jahren; Mittelwert&thinsp;=&thinsp;88 Tage),</li>



<li>der <strong>spezifischen Vorbereitung</strong> der Lehrkr&auml;fte,</li>



<li>der <strong>Jahrgangstufe</strong> (haupts&auml;chlich Sekundarstufe) und</li>



<li>dem spezifischen<strong> MINT-Schulfach</strong>, in dem dieser Ansatz angewendet wurde.</li>
</ul>



<p>Somit k&ouml;nnen die AutorInnen mithilfe von&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderatoranalyse/" target="_self" title="Untersucht, ob eine dritte Variable (Moderator) sich direkt auf die Beziehung zwischen unabh&auml;ngiger (UV) und abh&auml;ngiger Variable (AV) auswirkt. Das bedeutet, je nach Ver&auml;nderung der Auspr&auml;gung der Moderatorvariable (z.B. Interesse: hoch / niedrig) &auml;ndert sich auch der Zusammenhang zwischen UV (z.B. Lernen) und AV (z.B. Leistung). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner&hellip;" class="encyclopedia">Moderatoranalyse</a>n &uuml;berpr&uuml;fen, inwiefern sich die Effekte der innovativen Ans&auml;tze im Hinblick auf diese verschiedenen Aspekte unterscheiden.</p>


<h2 id="tablepress-11-name" class="tablepress-table-name tablepress-table-name-id-11">Tabelle 1. Innovative Unterrichtsans&auml;tze mit Erkl&auml;rungen.</h2>

<table id="tablepress-11" class="tablepress tablepress-id-11" aria-labelledby="tablepress-11-name">
<thead>
<tr class="row-1">
	<th class="column-1">Unterrichtsansatz</th><th class="column-2">Erkl&auml;rung</th><th class="column-3">Anzahl Studien</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1"><b>Kontextbasierte Ans&auml;tze</b></td><td class="column-2">Unterrichtsans&auml;tze, die MINT-Inhalte bewusst in spezifischen <b>Anwendungskontexten</b> darstellen und damit an die Lebenswelt der Sch&uuml;lerInnen ankn&uuml;pfen </td><td class="column-3">20</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1"><b><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/forschendes-lernen/" target="_self" title="Lehr- und Lernansatz, bei dem Lernende &auml;hnlich wie Forschende aktiv und kollaborativ in Prozesse der Wissenserzeugung eingebunden sind. Lernende entwickeln dabei m&ouml;glichst eigenst&auml;ndig Fragestellungen, stellen Hypothesen auf, experimentieren und interpretieren Ergebnisse. Lernziel ist neben dem Erwerb fachlichen Wissens auch ein besseres Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, wie durch wissenschaftliche Forschung Wissen erzeugt wird. Siehe auch: Epistemisch orientierte Aktivit&auml;ten&hellip;" class="encyclopedia">Forschendes Lernen</a></b></td><td class="column-2">Unterricht, bei dem Sch&uuml;lerInnen von naturwissenschaftlichen <b>Fragestellungen</b> ausgehend Daten sammeln, auswerten und interpretieren</td><td class="column-3">12</td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1"><b>Lernen mit digitalen Medien</b></td><td class="column-2">Einsatz von Computern und <b>digitalen Medien</b> wie Simulationen, Quiz, Lehrvideos oder Lernspielen in der Unterrichtsgestaltung</td><td class="column-3">19</td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1"><b><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/kollaboratives-lernen/" target="_self" title="Lernform, in der in der Regel erwachsene Lernende in einer kleinen Gruppe an einer vorstrukturierten Aufgabe zusammenarbeiten. Kooperatives Lernen bezeichnet dieselbe Lernform, der Begriff wird eher f&uuml;r j&uuml;ngere Sch&uuml;lerInnen gebraucht. Teilweise werden beide Begriffe &auml;quivalent verwendet. &nbsp; Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Allein, zu zweit oder in Gruppen &ndash; Wie lernen Sch&uuml;lerInnen am besten? Kollaboratives&hellip;" class="encyclopedia">Kollaboratives Lernen</a></b></td><td class="column-2">Arbeiten in flexiblen <b>Gruppen</b> an gemeinsamen Aufgaben. Dazu geh&ouml;ren auch <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/peer-feedback/" target="_self" title="Lernende geben sich gegenseitig R&uuml;ckmeldung zu ihrem Lernfortschritt, indem sie z.B. selbstverfasste Texte austauschen und Verbesserungsvorschl&auml;ge erarbeiten. Peer-Feedback kann Korrekturen, Meinungen und Ideen umfassen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Evidenzbasierte Lehrstrategien.&nbsp;Lerneinheit: Peer Assessment" class="encyclopedia">Peer-Feedback</a>-Aktivit&auml;ten und Diskussionen</td><td class="column-3">12</td>
</tr>
<tr class="row-6">
	<td class="column-1"><b>Extracurriculare Aktivit&auml;ten</b></td><td class="column-2">Unterrichtsbezogene <b>Aktivit&auml;ten</b>, die meist au&szlig;erhalb des Klassenzimmers stattfinden, wie Museumsbesuche, Exkursionen oder Expertenvortr&auml;ge</td><td class="column-3">04</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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<p>*<em>Acht weitere&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n (z.B. zu metakognitiven Lernstrategien) gingen in die Meta-Analyse ein, konnten aber nicht den f&uuml;nf Hauptkategorien zugeordnet werden.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="was-findet-diese-studie-heraus">Was findet diese Studie heraus?</h3>



<p>Die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;zeigt, dass innovative Unterrichtsans&auml;tze&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a><strong>positivere</strong>&nbsp;Effekte erzielen als&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/regulaerer-unterricht/" target="_self" title="Bezeichnet eine Vergleichsbedingung, in der Unterricht stattfindet, in dem die besonderen Ma&szlig;nahmen der Intervention bzw. der Experimentalbedingung ausdr&uuml;cklich nicht umgesetzt werden. Dadurch wird es m&ouml;glich, die Effektivit&auml;t der Intervention im Vergleich zu explizit nicht manipuliertem Unterricht zu bestimmen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 1:&hellip;" class="encyclopedia">regul&auml;rer Unterricht</a>: Dies beinhaltet die Verbesserung der Einstellung gegen&uuml;ber MINT-Inhalten (<em>d</em>&thinsp;=&thinsp;0.35; mittlere&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>&nbsp;bei 61 Vergleichen), und des generellen Interesses an MINT-Inhalten (<em>d</em>&thinsp;=&thinsp;0.22; kleine&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>&nbsp;bei 20 Vergleichen) sowie bessere Lernleistungen (<em>d</em>&thinsp;=&thinsp;0.78; mittlere bis gro&szlig;e&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>&nbsp;bei 40 Vergleichen).</p>



<p>Hinsichtlich weiterer Einflussfaktoren ergaben die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderatoranalyse/" target="_self" title="Untersucht, ob eine dritte Variable (Moderator) sich direkt auf die Beziehung zwischen unabh&auml;ngiger (UV) und abh&auml;ngiger Variable (AV) auswirkt. Das bedeutet, je nach Ver&auml;nderung der Auspr&auml;gung der Moderatorvariable (z.B. Interesse: hoch / niedrig) &auml;ndert sich auch der Zusammenhang zwischen UV (z.B. Lernen) und AV (z.B. Leistung). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner&hellip;" class="encyclopedia">Moderatoranalyse</a>n keine&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>en Effekte &ndash; mit einer Ausnahme: Die Jahrgangsstufe der Sch&uuml;lerInnen steht in einem&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>en negativen<strong>&nbsp;Zusammenhang</strong>&nbsp;mit der F&ouml;rderung positiver Einstellung. Das bedeutet, dass es mit h&ouml;heren Jahrgangsstufen schwieriger wird, positive Einstellungen zu f&ouml;rdern.</p>



<p>Eine zus&auml;tzliche Analyse auf der Basis von 40 experimentellen Vergleichen ergab, dass zwischen den Effekten auf die&nbsp;<strong>Einstellung</strong>&nbsp;und Effekten auf die Leistung insgesamt kein&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>er Zusammenhang besteht. Mit anderen Worten: Positive Ver&auml;nderungen in Bezug auf die Einstellung sind zun&auml;chst einmal unabh&auml;ngig von den positiven Ver&auml;nderungen in der Leistung.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="wie-bewertet-das-clearing-house-unterricht-diese-studie">Wie bewertet das Clearing House Unterricht diese Studie?</h3>



<p>Die&nbsp;<em>Clearing House Unterricht Research Group</em>&nbsp;bewertet&nbsp;<em>die</em>&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;anhand der folgenden f&uuml;nf Fragen und orientiert sich dabei an den&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/abelson-kriterien/" target="_self" title="Benannt nach Robert Abelson, ehemals Statistikprofessor an der Yale University (USA). Sie beschreiben f&uuml;nf Kriterien, die erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen, damit ein durch statistische Daten gest&uuml;tztes Argument als &uuml;berzeugend gelten kann. Die Effekte sollten m&ouml;glichst (1) eine gewisse Gr&ouml;&szlig;e haben (Magnitude), (2) differenziert genug dargestellt sein (Articulation), (3) weitgehend generalisierbar sein (Generalizability), (4) neue Erkenntnisse liefern&hellip;" class="encyclopedia">Abelson-Kriterien</a>&nbsp;(1995):</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-substanziell-sind-die-effekte">Wie substanziell sind die Effekte?</h5>



<p>Die gefundenen kleinen und mittleren&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n (Einteilung nach&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/einteilung-nach-cohen/" target="_self" title="Jacob Cohen ver&ouml;ffentlichte 1988 eine Formel zur Berechnung der St&auml;rke eines Effekts. Dabei f&uuml;hrte er eine g&auml;ngige Faustregel zur Interpretation der Effektst&auml;rken ein, die die Effekte in kleine, mittelgro&szlig;e und gro&szlig;e Effekte einteilt. Siehe Cohen&rsquo;s d." class="encyclopedia">Cohen</a>, 1988) im Bereich der Einstellung und des Interesses hinsichtlich der MINT-Inhalte sind durchaus bemerkenswert. Die&nbsp;<strong>mittlere&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a></strong>&nbsp;von&nbsp;<em>d</em>&thinsp;=&thinsp;0.35 bedeutet, dass ca. 60&thinsp;% der Sch&uuml;lerInnen, die mit innovativen Methoden unterrichtet wurden, eine positivere Entwicklung hinsichtlich ihrer Einstellungen zeigen als der Durchschnitt der Sch&uuml;lerInnen aus der Vergleichsgruppe mit regul&auml;rem Unterricht. Dabei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass der Effekt immer unter strengen Kontrollbedingungen (<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/kontrollgruppe/" target="_self" title="Bezeichnet die Personengruppe in einem Experiment, die im Gegensatz zur Experimentalgruppe, nicht an der zu untersuchenden Intervention teilnimmt. Die Messwerte der Kontrollgruppe werden mit den Messwerten der Experimentalgruppe verglichen, um die Wirkung einer Intervention zu bestimmen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&hellip;" class="encyclopedia">Kontrollgruppe</a>n sowie Pr&auml;-Post-Vergleiche) erzielt wurde.</p>



<p>Dar&uuml;ber hinaus achten die AutorInnen darauf, dass nur&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n mit Einstellungsma&szlig;en analysiert werden, die nicht auf die&nbsp;<strong>Inhalte</strong>&nbsp;des innovativen Ansatzes zugeschnitten sind, um auszuschlie&szlig;en, dass eine Gruppe bevorteilt wird. Positive Befunde bez&uuml;glich Einstellung und Interesse wurden bisher auch in narrativen Reviews zu diesen&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">Variable</a>n berichtet (vgl. Potvin &amp; Hasni, 2014).</p>



<p>Ein positiver Effekt im Bereich der Leistung zeigte sich, wenn auch bisher nicht ganz so stark ausgepr&auml;gt, in fr&uuml;heren&nbsp;<strong><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>n</strong>&nbsp;zu innovativem MINT-Unterricht (siehe&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/reviews/lehrstrategien-im-vergleich/wie-effektiv-sind-alternative-unterrichtsansaetze/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kurzreview 6</a>). Da in den meisten&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n nicht mit standardisierten Leistungsma&szlig;en gearbeitet wird, sondern mit selbstkonstruierten Tests (die in der Regel mehr auf den innovativen Ansatz zugeschnitten sind), ist anzunehmen, dass der Effekt im Bereich der Leistung in der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;&uuml;bersch&auml;tzt wird.</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-differenziert-sind-die-ergebnisse-dargestellt"><strong>Wie differenziert sind die Ergebnisse dargestellt?</strong></h5>



<p>Die Differenziertheit der Befunde wird anhand von Schulf&auml;chern, Jahrgangsstufen bzw. Alter und verschiedenen Erfolgskriterien (zum Beispiel Leistung oder Motivation) eingesch&auml;tzt. In allen drei Bereichen geht diese&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;differenziert vor, indem sie testet, inwiefern hier Unterschiede in den Effekten bestehen.</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-verallgemeinerbar-sind-die-befunde"><strong>Wie verallgemeinerbar sind die Befunde?</strong></h5>



<p>Mithilfe einer&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-regressionsanalyse/" target="_self" title="Statistisches Verfahren, das im Rahmen einer Metaanalyse verwendet wird, um den Zusammenhang zwischen Eigenschaften von Studien oder Studienteilnehmern und den Ergebnissen der Studie zu untersuchen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3:&nbsp;Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Metaregressionsanalyse</a>&nbsp;zeigen die AutorInnen, dass die beiden Gesamteffekte (bezogen auf die generelle Einstellung und die Lernleistung der Sch&uuml;lerInnen) weitgehend&nbsp;<strong>verallgemeinerbar</strong>&nbsp;sind. Diese Einsch&auml;tzung ergibt sich daraus, dass die Art des innovativen Ansatzes, das Schulfach, die Dauer der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/intervention/" target="_self" title="Einsatz einer bestimmten p&auml;dagogischen Ma&szlig;nahme (z.B. Training f&uuml;r Selbstreguliertes Lernen) mit dem Ziel, den Ausgangszustand der TeilnehmerInnen &ndash; z.B. in Bezug auf ihre Leistung &ndash; zu verbessern. Wenn Interventionen unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, z.B. in einem experimentellen Studiendesign, l&auml;sst sich ihre Wirksamkeit ermitteln. Siehe auch Interventionsbedingung. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema: Lassen sich&hellip;" class="encyclopedia">Intervention</a>&nbsp;und die Dauer einer speziellen Vorbereitung der Lehrkraft keinen&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>en Einfluss auf die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n zeigen.</p>



<p>Der einzige&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>e Effekt zeigt sich bei der&nbsp;<strong>Jahrgangsstufe</strong>: Bei j&uuml;ngeren Sch&uuml;lerInnen haben innovative Ans&auml;tze positivere Wirkungen auf deren Einstellung als bei &auml;lteren Sch&uuml;lerInnen. Nicht getestet wurde, ob sich diese Befunde f&uuml;r verschiedene L&auml;nder unterscheiden. Sie lassen sich nur unter Vorbehalt auf den Schulunterricht in Deutschland &uuml;bertragen, da ein Gro&szlig;teil der Studien und Befunde aus anderen L&auml;ndern und Schulsystemen (insbesondere aus den USA) stammt.</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="was-macht-die-metaanalyse-wissenschaftlich-relevant">Was macht die&nbsp;Metaanalyse&nbsp;wissenschaftlich relevant?</h5>



<p>Die vorliegende Studie ist wissenschaftlich bedeutsam, da sie als erste&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;<strong>motivationale&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">Variable</a>n</strong>&nbsp;im Zusammenhang mit innovativen Unterrichtsans&auml;tzen im MINT-Unterricht erfasst. Gleichzeitig liefert die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;auch neue Daten zum Zusammenhang zwischen innovativen Ans&auml;tzen und Sch&uuml;lerleistung und erm&ouml;glicht es den AutorInnen, erstmals den Zusammenhang zwischen der F&ouml;rderung von positiver Einstellung und Lernleistung systematisch zu untersuchen.</p>



<p>Die AutorInnen kategorisieren die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n sehr differenziert nach spezifischen&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/konstrukt/" target="_self" title="Nicht direkt beobachtbare Eigenschaft, die mit Hilfe einer Beobachtung oder eines empirischen Tests erschlossen werden muss, z.B. Intelligenz. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema:&nbsp; Kritisches Denken als Unterrichtsziel: Von der Definition zur F&ouml;rderung Selbstreguliertes Lernen und Lernerfolg bei Sch&uuml;lerInnen: Gibt es einen Zusammenhang?" class="encyclopedia">Konstrukt</a>en der Motivationsforschung. Somit gibt die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;auch einen&nbsp;<strong>aktuellen &Uuml;berblick</strong>, welche&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/konstrukt/" target="_self" title="Nicht direkt beobachtbare Eigenschaft, die mit Hilfe einer Beobachtung oder eines empirischen Tests erschlossen werden muss, z.B. Intelligenz. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema:&nbsp; Kritisches Denken als Unterrichtsziel: Von der Definition zur F&ouml;rderung Selbstreguliertes Lernen und Lernerfolg bei Sch&uuml;lerInnen: Gibt es einen Zusammenhang?" class="encyclopedia">Konstrukt</a>e einbezogen und welches Messverfahren daf&uuml;r jeweils gew&auml;hlt wurde. F&uuml;r die Wissenschaft wird dadurch die gro&szlig;e Heterogenit&auml;t der gew&auml;hlten Ans&auml;tze und Messverfahren deutlich. Diese Heterogenit&auml;t erschwert die Synthese von Forschungbefunden und die Formulierung generalisierbarer Aussagen.</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-methodisch-verlasslich-sind-die-befunde">Wie methodisch verl&auml;sslich sind die Befunde?</h5>



<p>Die Art und Weise, wie das methodische Vorgehen offengelegt und begr&uuml;ndet wird, entspricht teilweise den Kriterien g&auml;ngiger Anforderungskataloge (z.B.&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/mars/" target="_self" title="Empfehlungskatalog der American Psychological Association (APA), der vorgibt, welche Informationen in wissenschaftlichen Ver&ouml;ffentlichungen von Metaanalysen enthalten sein sollten. Dient dazu, das Vorgehen und die Ergebnisse von Metaanalysen m&ouml;glichst transparent und nachvollziehbar zu machen und dabei einheitliche Kriterien zu gew&auml;hrleisten." class="encyclopedia">APA Meta-Analysis Reporting Standards</a>): Die Literaturrecherche und die statistischen Analysen sind weitgehend nachvollziehbar beschrieben. Andere Bereiche &ndash; insbesondere die Auswahl und Art, wie die eingegangenen&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n kodiert wurden &ndash; sind in der Studie nicht nachvollziehbar dargelegt.</p>



<p>Weitere Informationen zur Beurteilung des methodischen Vorgehens finden Sie in unserem <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2018/08/Rating-Sheet-KR-12-Savelsbergh_U%CC%88bersichtsblatt.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rating Sheet</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="fazit-fur-die-unterrichtspraxis">Fazit f&uuml;r die Unterrichtspraxis</h3>



<p>Diese&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;unterstreicht bisherige Befunde zum Potenzial innovativer Unterrichtsans&auml;tze in den MINT-F&auml;chern. Standen bisher ausschlie&szlig;lich positive Effekte hinsichtlich der Leistungsentwicklung im Vordergrund, so l&auml;sst sich auf Basis dieser Befunde feststellen, dass innovatives Unterrichten auch die&nbsp;<strong>Einstellung</strong>&nbsp;und das<strong>&nbsp;Interesse</strong>&nbsp;von Sch&uuml;lerInnen an MINT-Inhalten positiv beeinflusst.</p>



<p>Es zeigt sich au&szlig;erdem, dass diese Zugewinne nicht, wie mancherorts bef&uuml;rchtet, auf Kosten der <strong>Lernleistung</strong> der Sch&uuml;lerInnen gehen, sondern diese auch in ihrer Leistungsentwicklung von innovativen Ans&auml;tzen profitieren.</p>



<p>Insgesamt scheint es nicht so entscheidend zu sein, welchen Ansatz man w&auml;hlt, oder in welchem Schulfach man ihn einsetzt; vielmehr ist es wichtig, dass man &uuml;berhaupt innovativ unterrichtet und dabei auf die Qualit&auml;t der Inhalte und der <strong>Umsetzung</strong> achtet. Es lohnt sich au&szlig;erdem, bereits bei jungen Sch&uuml;lerInnen anzusetzen und das gro&szlig;e Interesse, das diese zu Beginn ihrer Schullaufbahn mehrheitlich mitbringen, weiter zu f&ouml;rdern, um sp&auml;ter nicht m&uuml;hsam Defizite ausgleichen zu m&uuml;ssen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="studienbeispiel">Studienbeispiel</h3>



<p>Die experimentelle Studie von Rosen (2009) mit 418 israelischen Sch&uuml;lerInnen der f&uuml;nften und siebten Klasse demonstriert die Effektivit&auml;t des Lernens mit digitalen Medien im Unterricht.</p>



<p>Sch&uuml;lerInnen in der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/experimentalgruppe/" target="_self" title="Personengruppe, mit der zu Studienzwecken eine bestimmte Intervention (z.B. Unterrichtsma&szlig;nahme) durchgef&uuml;hrt wird und anhand derer m&ouml;gliche Ver&auml;nderungen beobachtet werden (z.B. hinsichtlich ihrer Leistung). Um die Wirksamkeit der Intervention zu bestimmen, wird die Experimentalgruppe mit mindestens einer Kontrollgruppe verglichen, die nicht an der Intervention teilnimmt. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit&hellip;" class="encyclopedia">Experimentalgruppe</a>&nbsp;nutzten w&auml;hrend des naturwissenschaftlichen Unterrichts zwei bis drei Monate lang regelm&auml;&szlig;ig mindestens einmal pro Woche die&nbsp;<strong>Online-Plattform</strong>&nbsp;BrainPOP (<a href="https://www.brainpop.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.brainpop.com</a>). Diese Plattform bietet Zugang zu einer F&uuml;lle von kurzen Videoclips, die unterschiedliche Unterrichtsinhalte anschaulich mithilfe von Zeichentrickanimationen erkl&auml;ren. Zus&auml;tzlich stellt BrainPOP auch weitere Lernmaterialen wie Quizaufgaben und kleine Lernspiele bereit.</p>



<p>Die Studie konzentriert sich auf die beiden Inhaltsbereiche &raquo;Erde und Weltall&laquo; und &bdquo;Materialien und deren Eigenschaften&ldquo;, die im&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/curriculum/" target="_self" title="Theoretisch begr&uuml;ndeter und systematisch aufgebauter Lehr- und Lernplan, der Aussagen &uuml;ber Lernvoraussetzungen, Ziele, Inhalte, Methoden und Lernkontrollen in einem bestimmten Fachgebiet enth&auml;lt. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Chatbots im Unterricht: Welche Lernergebnisse werden unterst&uuml;tzt? Quizze im Unterricht und in der Lehre: Wie h&auml;ufiges Testen zum Lernen beitr&auml;gt Wie effektiv sind Science Programs? 21 Varianten im&hellip;" class="encyclopedia">Curriculum</a>&nbsp;der jeweiligen Jahrgangsstufe verankert sind und zu denen jeweils ca. 20 Videoclips bereitstehen. W&auml;hrend in den Parallelklassen (<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/kontrollgruppe/" target="_self" title="Bezeichnet die Personengruppe in einem Experiment, die im Gegensatz zur Experimentalgruppe, nicht an der zu untersuchenden Intervention teilnimmt. Die Messwerte der Kontrollgruppe werden mit den Messwerten der Experimentalgruppe verglichen, um die Wirkung einer Intervention zu bestimmen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&hellip;" class="encyclopedia">Kontrollgruppe</a>&nbsp;ohne Zugang zur Plattform) das Interesse im Laufe der Zeit abnahm, berichteten Sch&uuml;lerInnen der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/experimentalgruppe/" target="_self" title="Personengruppe, mit der zu Studienzwecken eine bestimmte Intervention (z.B. Unterrichtsma&szlig;nahme) durchgef&uuml;hrt wird und anhand derer m&ouml;gliche Ver&auml;nderungen beobachtet werden (z.B. hinsichtlich ihrer Leistung). Um die Wirksamkeit der Intervention zu bestimmen, wird die Experimentalgruppe mit mindestens einer Kontrollgruppe verglichen, die nicht an der Intervention teilnimmt. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit&hellip;" class="encyclopedia">Experimentalgruppe</a>&nbsp;ein deutlich&nbsp;<strong>h&ouml;heres Interesse</strong>&nbsp;an Themen im Bereich der Naturwissenschaft und Technik.</p>



<p>Auch ihre F&auml;higkeiten, das gewonnene Wissen in neuen Situationen einzusetzen, konnten sie deutlich&nbsp;<strong>steigern</strong>. Die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/kontrollgruppe/" target="_self" title="Bezeichnet die Personengruppe in einem Experiment, die im Gegensatz zur Experimentalgruppe, nicht an der zu untersuchenden Intervention teilnimmt. Die Messwerte der Kontrollgruppe werden mit den Messwerten der Experimentalgruppe verglichen, um die Wirkung einer Intervention zu bestimmen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&hellip;" class="encyclopedia">Kontrollgruppe</a>&nbsp;erzielte hier hingegen nur einen sehr geringen Zuwachs.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="referenzen-und-links">Referenzen und Links</h3>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordion gs-accordion gspb_accordion-id-gsbp-9d27bab togglelogic" id="gspb_accordion-id-gsbp-9d27bab">
<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-2ea8398 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-2ea8398" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-0" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-2ea8398"><div class="gs-accordion-item__heading">Referenzen</div><meta itemprop="name" content="Referenzen"><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-0" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-2ea8398" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text" itemprop="text">
<p>Abelson, R. P. (1995). <em>Statistics as principled argument.</em> Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum Associates.</p>



<p><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/einteilung-nach-cohen/" target="_self" title="Jacob Cohen ver&ouml;ffentlichte 1988 eine Formel zur Berechnung der St&auml;rke eines Effekts. Dabei f&uuml;hrte er eine g&auml;ngige Faustregel zur Interpretation der Effektst&auml;rken ein, die die Effekte in kleine, mittelgro&szlig;e und gro&szlig;e Effekte einteilt. Siehe Cohen&rsquo;s d." class="encyclopedia">Cohen</a>, J. (1988).&nbsp;<em>Statistical power analysis for the behavioral sciences</em>&nbsp;(2. Auflage). Hillsdale, NJ: Erlbaum.</p>



<p>Furtak, E. M., Seidel, T., Iverson, H., &amp; Briggs, D. C. (2012). Experimental and Quasi-Experimental Studies of Inquiry-Based Science Teaching. A Meta-Analysis. <em>Review of Educational Research, 82</em>(3), 300-329.</p>



<p>Potvin, P., &amp; Hasni, A. (2014). Interest, motivation and attitude towards science and technology at K-12 levels: A systematic review of 12 years of educational research. <em>Studies in Science Education</em>, 1-45.</p>



<p>Rosen, Y. (2009). The effects of an animation-based on-line learning environment on transfer of knowledge and on motivation for science and technology learning. <em>Journal of Educational Computing Research, 40</em>(4), 451-467.</p>



<p>Savelsbergh, E. R., Prins, G. T., Rietbergen, C., Fechner, S., Vaessen, B. E., Draijer, J. M., &amp; Bakker, A. (2016). Effects of innovative science and mathematics teaching on student attitudes and achievement: A meta-analytic study. <em>Educational Research Review, 19</em>, 158-172.</p>



<p>Schroeder, C. M., Scott, T. P., Tolson, H., Huang, T.-Y, &amp; Lee, Y.-H. (2007). A meta-analysis of na-tional research: Effects of teaching strategies on student achievement in science in the United States. <em>Journal of Research in Science Teaching, 44</em>(10), 1436-1460.</p>
</div></div></div>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-d8bfa72 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-d8bfa72" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-1" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-d8bfa72"><div class="gs-accordion-item__heading">Links</div><meta itemprop="name" content="Links"><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-1" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-d8bfa72" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text" itemprop="text">
<p>Zur Meta-Analyse von <a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1747938X16300306" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Savelsbergh et al., 2016</a><br>Zum Studienbeispiel von <a href="http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.2190/EC.40.4.d" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rosen, 2009</a></p>
</div></div></div>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-3052ed7 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-3052ed7" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-2" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-3052ed7"><div class="gs-accordion-item__heading">Zitieren als</div><meta itemprop="name" content="Zitieren als"><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-2" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-3052ed7" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text" itemprop="text">
<p>Knogler, M., Wiesbeck, A. B. &amp; CHU Research Group (2017). Wie wirkt sich innovativer MINT-Unterricht auf die Einstellung und Leistung von Sch&uuml;lerInnen aus? <a href="http://www.clearinghouse.edu.tum.de/">www.clearinghouse-unterricht.de</a>, <em>Kurzreview 12</em>.</p>
</div></div></div>
</div>



<h3 class="wp-block-heading" id="podcast">Podcast</h3>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2024/07/podcast_8218_forschung_foerdert_bildung_episode_17_wie_wirkt_sich_innovativer_mint_unterricht_auf_die_einstellung_und_leistung_von_s.mp3"></audio></figure>



<h3 class="wp-block-heading" id="downloads">Downloads</h3>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-51b3da8" id="gspb_container-id-gsbp-51b3da8">
<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2018/02/CHU_KR-12_Savelsbergh_2016_Einstellung-und-Leistung-innovativer-Unterricht.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kurzreview</a></li>



<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2018/08/Rating-Sheet-KR-12-Savelsbergh_U%CC%88bersichtsblatt.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rating Sheet zur Metaanlyse</a></li>
</ul>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-1608603" id="gspb_container-id-gsbp-1608603"></div>
</div>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-a171da6" id="gspb_container-id-gsbp-a171da6">
<h5 class="wp-block-heading" id="metaanalyse-im-uberblick-1">Toolbox</h5>



<p style="padding-bottom:20px">Mit unserer <a href="https://www.toolbox.edu.tum.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lernplattform Toolbox</a> unterst&uuml;tzen wir Lehrende und Lernende in den verschiedenen Phasen der gymnasialen und beruflichen Lehrerbildung dabei, das Lehren und Lernen digital, koh&auml;rent und innovativ zu gestalten. &Ouml;ffnen Sie die Lernplattform und nutzen Sie unsere Inhalte f&uuml;r Ihre Seminareinheit, Ihre digitale Vorlesung oder die gemeinsame Unterrichtsreflexion!</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://toolbox-edx.edu.tum.de/courses/course-v1:Toolbox-Lehrerbildung+03+V1/courseware/87fb1e12f8bf4f1eb9778da55d6d7489/1098980d4edb4d9a843b8f68b8b96a36/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Modul: Lernen und Lehren mit digitalen Medien</a></li>



<li><a href="https://toolbox-edx.edu.tum.de/courses/course-v1:Toolbox-Lehrerbildung+07+V1/courseware/f6a57e6371814b6f83af833b98d0f467/e9a707d2e604466481044fb9ad557c0a/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Modul: Kognitive Aktivierung</a></li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2024/07/podcast_8218_forschung_foerdert_bildung_episode_17_wie_wirkt_sich_innovativer_mint_unterricht_auf_die_einstellung_und_leistung_von_s.mp3" length="8202736" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Sind digitale Spiele lernförderlicher und motivierender als reguläre Lernangebote?</title>
		<link>https://www.clearinghouse.edu.tum.de/spielbasiertes-lernen/spielbasiertes-lernen-und-motivation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clearing House Unterricht]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jul 2017 14:40:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielbasiertes Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Einstellungen & Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Serious Games]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.clearinghouse.edu.tum.de/?p=1313</guid>

					<description><![CDATA[Digitale Spiele erobern zunehmend den Bildungsmarkt. Solche &#8222;serious games&#8220; sind aus lerntheoretischer Sicht vielversprechend, um Lernen auf verschiedenen Ebenen zu unterstützen. Wouters und Kollegen (2013) testen deshalb mit ihrer Metaanalyse &#8222;A meta-analysis of the cognitive and motivational effects of serious games&#8220;, ob digitale Spiele lernförderlicher und motivierender sind als reguläre Lernangebote zu denselben Inhalten. Einleitung Ob Lernende nun [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Digitale Spiele erobern zunehmend den Bildungsmarkt. Solche &bdquo;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/serious-games/" target="_self" title="Dt. Spiel mit ernsthaftem (Lern-)Ziel. In der Regel digitale Spiele, die nicht in erster Linie zur Unterhaltung der Spielenden eingesetzt werden, sondern f&uuml;r Zielsetzungen in Bereichen wie Training, Bildung und &ouml;ffentliche Gesundheit. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Sind digitale Spiele lernf&ouml;rderlicher und motivierender als regul&auml;re Lernangebote?" class="encyclopedia">serious games</a>&ldquo; sind aus lerntheoretischer Sicht vielversprechend, um Lernen auf verschiedenen Ebenen zu unterst&uuml;tzen. Wouters und Kollegen (2013) testen deshalb mit ihrer&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;&bdquo;A meta-analysis of the cognitive and motivational effects of&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/serious-games/" target="_self" title="Dt. Spiel mit ernsthaftem (Lern-)Ziel. In der Regel digitale Spiele, die nicht in erster Linie zur Unterhaltung der Spielenden eingesetzt werden, sondern f&uuml;r Zielsetzungen in Bereichen wie Training, Bildung und &ouml;ffentliche Gesundheit. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Sind digitale Spiele lernf&ouml;rderlicher und motivierender als regul&auml;re Lernangebote?" class="encyclopedia">serious games</a>&ldquo;, ob digitale Spiele lernf&ouml;rderlicher und motivierender sind als regul&auml;re Lernangebote zu denselben Inhalten.</p>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-container gspb_container gspb_container-gsbp-19023c6" id="gspb_container-id-gsbp-19023c6">
<h5 class="wp-block-heading" id="metaanalyse-im-uberblick-1">Metaanalyse im &Uuml;berblick</h5>



<p><strong>Fokus der Studie</strong>: Kognitive und motivationale Effekte digitaler Spiele im Vergleich zu regul&auml;ren Lernangeboten</p>



<p><strong>Zielgruppe</strong>: 5.547 Sch&uuml;lerInnen und Studierende</p>



<p><strong>Durchschnittliche <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a></strong>: Digitale Spiele f&ouml;rdern den&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>&nbsp;besser als regul&auml;re Lernangebote (kleine&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>)<br>Keine&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>en Unterschiede zwischen digitalen Spielen und regul&auml;ren Lernangeboten im Bereich der Motivation</p>



<p><strong>Weitere Befunde</strong>: Aspekte der Spielgestaltung und&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/implementation/" target="_self" title="Einsatz bzw. Durchf&uuml;hrung einer Ma&szlig;nahme (z.B. Unterrichtsansatz) im Anwendungskontext (z. B. Klassenzimmer)." class="encyclopedia">Implementation</a>&nbsp;beeinflussen die Wirksamkeit</p>
</div>



<h3 class="wp-block-heading" id="einleitung">Einleitung</h3>



<p>Ob Lernende nun auf Abenteuermission in einer virtuellen 3D-Welt unterwegs sind und dabei Mathematikaufgaben l&ouml;sen oder zum selben Thema eine Textaufgabe aus dem Lehrbuch rechnen, macht zumindest auf den ersten Blick einen gro&szlig;en Unterschied. Von diesen augenf&auml;lligen Unterschieden einmal abgesehen, stellt sich jedoch die Frage, ob Sch&uuml;lerInnen wie Studierende auf die eine oder die andere Art besser lernen und ob nicht Vieles daf&uuml;rspricht, dass Lernen mit digitalen Spielen motivierender ist.</p>



<p>Digitale Spiele oder &bdquo;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/serious-games/" target="_self" title="Dt. Spiel mit ernsthaftem (Lern-)Ziel. In der Regel digitale Spiele, die nicht in erster Linie zur Unterhaltung der Spielenden eingesetzt werden, sondern f&uuml;r Zielsetzungen in Bereichen wie Training, Bildung und &ouml;ffentliche Gesundheit. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: Sind digitale Spiele lernf&ouml;rderlicher und motivierender als regul&auml;re Lernangebote?" class="encyclopedia">serious games</a>&ldquo; sind interaktiv, geben zu jeder Aktion Feedback und sind bisweilen sehr realit&auml;tsnah gestaltet. LernforscherInnen vermuten daher, dass sie Lernende zu einer tiefergehenden Verarbeitung von Inhalten animieren und dass diese das erworbene Wissen l&auml;nger behalten und leichter anwenden k&ouml;nnen. Dank&nbsp;<strong>verschiedener Schwierigkeitslevel</strong>&nbsp;passt sich das Spiel so an die F&auml;higkeiten der Spielenden an, dass diese einerseits optimal herausgefordert werden und andererseits viele Freiheiten haben, zu entscheiden, wie sie die Herausforderung angehen. Beide Aspekte sind aus theoretischer Sicht entscheidend daf&uuml;r, dass sich Motivation bestm&ouml;glich entwickeln kann.</p>



<p>Die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;von Wouters und Kollegen kl&auml;rt nun, ob digitale Spiele tats&auml;chlich zu besserem&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;f&uuml;hren sowie mehr zur Motivation von Lernenden beitragen und ob sie darin konventionellen Instruktionsma&szlig;nahmen wie Vorlesungen, &Uuml;bungen und lehrerzentriertem Unterricht m&ouml;glicherweise &uuml;berlegen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="worum-geht-es-in-dieser-studie">Worum geht es in dieser Studie?</h3>



<p>Die umfassende&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;untersucht die Lerneffekte unterschiedlicher digitaler Spiele &ndash; vom virtuellen Puzzle bis hin zum Abenteuerspiel &ndash; im Vergleich zu verschiedenen regul&auml;ren Lernangeboten zum selben Lerninhalt. Dabei analysieren die Autoren die Effekte zun&auml;chst in Bezug auf den&nbsp;<strong><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a></strong>: Darunter fassen sie sowohl den Wissenserwerb als auch kognitive Fertigkeiten wie beispielweise die F&auml;higkeit, fachbezogene Probleme zu l&ouml;sen. Dar&uuml;ber hinaus wurde in manchen&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n auch die&nbsp;<strong>Behaltensleistung</strong>&nbsp;erfasst. Damit ist der Anteil des erworbenen Wissens gemeint, den Lernende l&auml;ngerfristig (im Abstand von mindestens einer Woche nach der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/intervention/" target="_self" title="Einsatz einer bestimmten p&auml;dagogischen Ma&szlig;nahme (z.B. Training f&uuml;r Selbstreguliertes Lernen) mit dem Ziel, den Ausgangszustand der TeilnehmerInnen &ndash; z.B. in Bezug auf ihre Leistung &ndash; zu verbessern. Wenn Interventionen unter kontrollierten Bedingungen stattfinden, z.B. in einem experimentellen Studiendesign, l&auml;sst sich ihre Wirksamkeit ermitteln. Siehe auch Interventionsbedingung. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema: Lassen sich&hellip;" class="encyclopedia">Intervention</a>) behalten k&ouml;nnen. Dies erlaubt den Autoren zu untersuchen, wie nachhaltig Lernen mit digitalen Spielen ist. Neben diesen kognitiven Ma&szlig;en untersucht die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;zum anderen auch, inwiefern Lernen mit digitalen Spielen die Motivation von Lernenden besser f&ouml;rdert als regul&auml;re Lernangebote ohne Spiel.</p>



<p>F&uuml;r die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;konnten die Autoren im Rahmen ihrer Suche&nbsp;<strong>39&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n</strong>&nbsp;identifizieren. Diese Studien sind im Zeitraum von 1990 bis 2012 erschienen (die H&auml;lfte davon nach 2007) und beinhalten insgesamt 77 experimentelle bzw. quasi-experimentelle Vergleiche. Die Mehrzahl der Studien wurde im Fachbereich der Biologie oder Mathematik durchgef&uuml;hrt. Untersucht wurden Sch&uuml;lerInnen aus Grund- und weiterf&uuml;hrenden Schulen sowie Studierende.</p>



<p>Die Autoren nehmen an, dass der Effekt von digitalen Spielen auf&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;bzw. Motivation nicht immer gleich gro&szlig; bzw. konstant ist, sondern in Abh&auml;ngigkeit von verschiedenen Bedingungen variiert. Inwiefern die jeweiligen Bedingungen die Wirksamkeit beeinflussen, untersuchen sie mithilfe von sogenannten&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderationsanalyse/" target="_self" title="(Auch: Moderatoranalyse). Untersucht, ob eine dritte Variable (Moderator) sich direkt auf die Beziehung zwischen unabh&auml;ngiger (UV) und abh&auml;ngiger Variable (AV) auswirkt. Das bedeutet, je nach Ver&auml;nderung der Auspr&auml;gung der Moderatorvariable (z.B. Interesse: hoch / niedrig) &auml;ndert sich auch der Zusammenhang zwischen UV (z.B. Lernen) und AV (z.B. Leistung). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs:&hellip;" class="encyclopedia">Moderationsanalyse</a>n f&uuml;r folgende drei Bereiche:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Aspekte der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/implementation/" target="_self" title="Einsatz bzw. Durchf&uuml;hrung einer Ma&szlig;nahme (z.B. Unterrichtsansatz) im Anwendungskontext (z. B. Klassenzimmer)." class="encyclopedia">Implementation</a>.</strong>&nbsp;Kombination des Spiels mit weiteren&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernaktivitaeten/" target="_self" title="Bezeichnet die Aktivit&auml;ten, die Sch&uuml;lerInnen w&auml;hrend der Lern- und &Uuml;bungsphasen ausf&uuml;hren. Diese k&ouml;nnen sich in der Qualit&auml;t mit Blick auf die Effektivit&auml;t des Lernprozesses sehr stark unterscheiden. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema:&nbsp; Lassen sich wissenschaftliche Kompetenzen im Unterricht f&ouml;rdern? CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Forschendes Lernen CHU-Academy Kurs: Evidenzbasierte Lehrstrategien" class="encyclopedia">Lernaktivit&auml;ten</a>, Anzahl der Spielsessions, Spielerzahl, Fachbereich, Alter der Spielenden</li>



<li><strong>Spielgestaltung.</strong> Narrativer Rahmen, graphische Gestaltung</li>



<li><strong>Methodische Aspekte.</strong>&nbsp;Publikationsquelle,&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/randomisierung/" target="_self" title="Zuf&auml;llige Zuordnung von Versuchspersonen zu den Experimental- bzw. den Kontrollbedingungen zum Beispiel durch Losverfahren. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&nbsp;Das Experiment" class="encyclopedia">Randomisierung</a>&nbsp;der StudienteilnehmerInnen, Erhebungsdesign (Pr&auml;-Post-Vergleich oder nur Posttest)</li>
</ol>



<p>Die Moderationseffekte werden getrennt f&uuml;r&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;(Wissen und kognitive Fertigkeiten) und Motivation berechnet. F&uuml;r die Behaltensleistung konnten keine&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderationsanalyse/" target="_self" title="(Auch: Moderatoranalyse). Untersucht, ob eine dritte Variable (Moderator) sich direkt auf die Beziehung zwischen unabh&auml;ngiger (UV) und abh&auml;ngiger Variable (AV) auswirkt. Das bedeutet, je nach Ver&auml;nderung der Auspr&auml;gung der Moderatorvariable (z.B. Interesse: hoch / niedrig) &auml;ndert sich auch der Zusammenhang zwischen UV (z.B. Lernen) und AV (z.B. Leistung). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs:&hellip;" class="encyclopedia">Moderationsanalyse</a>n durchgef&uuml;hrt werden, da die Zahl der Studien, die Behaltensleistung messen, f&uuml;r diese Art der Analyse nicht ausreichend war.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="was-findet-diese-studie-heraus">Was findet diese Studie heraus?</h3>



<p>Insgesamt zeigt die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;(siehe&nbsp;<em>Tabelle 1</em>), dass digitale Spiele den&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;(Wissen und Fertigkeiten)&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>&nbsp;<strong>effektiver</strong>&nbsp;f&ouml;rdern als regul&auml;re Lernangebote (kleine&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>). Dieser Vorteil bleibt auch dann erhalten, wenn Lernende sp&auml;ter auf das Behalten des Gelernten hin gepr&uuml;ft werden (kleine&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>). Im Bereich der Motivation deutet der Effekt in eine &auml;hnliche Richtung, wird allerdings nicht&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>. Somit liefert die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;keinen ausreichenden Beleg daf&uuml;r, dass Lernen mit digitalen Spielen motivierender ist als Lernen ohne digitale Spiele.</p>


<h2 id="tablepress-12-name" class="tablepress-table-name tablepress-table-name-id-12">Tabelle 1. &Uuml;bersicht Gesamteffekte.</h2>

<table id="tablepress-12" class="tablepress tablepress-id-12" aria-labelledby="tablepress-12-name">
<thead>
<tr class="row-1">
	<th class="column-1"><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/variable/" target="_self" title="Untersuchungsmerkmal. Eine abh&auml;ngige Variable ist eine Variable, die von einer anderen Variablen (unabh&auml;ngigen Variable, UV) beeinflusst wird. Sie kann auch als Kriterium bezeichnet werden. Z.B. kann das eigene Vorwissen (UV) den Lernerfolg (AV) beeinflussen. Unabh&auml;ngige Variable ist ein Merkmal, dessen Wirkung auf andere Merkmale untersucht wird; z.B. wie sich das Geschlecht (UV) auf Leistung in&hellip;" class="encyclopedia">Variable</a></th><th class="column-2"><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a> (<i>d</i>)</th><th class="column-3">Vergleiche</th><th class="column-4">Personen</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1"><b><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a></b></td><td class="column-2">0.29**</td><td class="column-3">77</td><td class="column-4">5.547</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1">Wissen</td><td class="column-2">0.27*</td><td class="column-3">25</td><td class="column-4">  948</td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1">Fertigkeiten</td><td class="column-2">0.29**</td><td class="column-3">52</td><td class="column-4">4.599 </td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1"><b>Behaltensleistung</b></td><td class="column-2">0.36*</td><td class="column-3">16</td><td class="column-4">  499</td>
</tr>
<tr class="row-6">
	<td class="column-1"><b>Motivation</b></td><td class="column-2">0.26</td><td class="column-3">31</td><td class="column-4">2.216</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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<p><em>*<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>er Effekt mit 5%&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/irrtumswahrscheinlichkeit/" target="_self" title="Wahrscheinlichkeit, mit der man eine Hypothese aufgrund der statistischen Signifikanztestung irrt&uuml;mlich verwirft (d.h. man nimmt an, dass das gefundene Ergebnis zuf&auml;llig ist), obwohl die Hypothese zutrifft (d.h. das Ergebnis &uuml;berzuf&auml;llig ist) .Ma&szlig;nahmen, um die Irrtumswahrscheinlichkeit gering zu halten sind ein niedriges Signifikanzniveau oder Replikationen. &nbsp; &nbsp; &nbsp;" class="encyclopedia">Irrtumswahrscheinlichkeit</a>; **<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>er Effekt mit 1%&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/irrtumswahrscheinlichkeit/" target="_self" title="Wahrscheinlichkeit, mit der man eine Hypothese aufgrund der statistischen Signifikanztestung irrt&uuml;mlich verwirft (d.h. man nimmt an, dass das gefundene Ergebnis zuf&auml;llig ist), obwohl die Hypothese zutrifft (d.h. das Ergebnis &uuml;berzuf&auml;llig ist) .Ma&szlig;nahmen, um die Irrtumswahrscheinlichkeit gering zu halten sind ein niedriges Signifikanzniveau oder Replikationen. &nbsp; &nbsp; &nbsp;" class="encyclopedia">Irrtumswahrscheinlichkeit</a>; ***&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>er Effekt mit 0.1%&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/irrtumswahrscheinlichkeit/" target="_self" title="Wahrscheinlichkeit, mit der man eine Hypothese aufgrund der statistischen Signifikanztestung irrt&uuml;mlich verwirft (d.h. man nimmt an, dass das gefundene Ergebnis zuf&auml;llig ist), obwohl die Hypothese zutrifft (d.h. das Ergebnis &uuml;berzuf&auml;llig ist) .Ma&szlig;nahmen, um die Irrtumswahrscheinlichkeit gering zu halten sind ein niedriges Signifikanzniveau oder Replikationen. &nbsp; &nbsp; &nbsp;" class="encyclopedia">Irrtumswahrscheinlichkeit</a>.</em></p>



<p><em>Tabelle 2</em>&nbsp;bietet eine detaillierte &Uuml;bersicht &uuml;ber die Ergebnisse der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderatoranalyse/" target="_self" title="Untersucht, ob eine dritte Variable (Moderator) sich direkt auf die Beziehung zwischen unabh&auml;ngiger (UV) und abh&auml;ngiger Variable (AV) auswirkt. Das bedeutet, je nach Ver&auml;nderung der Auspr&auml;gung der Moderatorvariable (z.B. Interesse: hoch / niedrig) &auml;ndert sich auch der Zusammenhang zwischen UV (z.B. Lernen) und AV (z.B. Leistung). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner&hellip;" class="encyclopedia">Moderatoranalyse</a>n, getrennt nach&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;und Motivation. Gezeigt wird in jeder Zeile die Anzahl der experimentellen Vergleiche, die in die jeweilige Analyse eingegangen sind und die daraus resultierende&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>&nbsp;(<em>d</em>). Alle positiven&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n bedeuten, dass das spielbasierte Angebot in den betreffenden Vergleichen zu h&ouml;heren Werten f&uuml;hrt, als das konventionelle Alternativangebot. Allerdings sind nicht alle positiven&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>n&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>. In diesen F&auml;llen ist nicht gekl&auml;rt, ob digitale Spiele tats&auml;chlich effektiver sind, da der Befund statistisch nicht ausreichend abgesichert ist.</p>



<p>Aus&nbsp;<em>Tabelle 2</em>&nbsp;geht hervor, dass digitale Spiele lernf&ouml;rderlicher sind, wenn sie mit weiteren&nbsp;<strong><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernaktivitaeten/" target="_self" title="Bezeichnet die Aktivit&auml;ten, die Sch&uuml;lerInnen w&auml;hrend der Lern- und &Uuml;bungsphasen ausf&uuml;hren. Diese k&ouml;nnen sich in der Qualit&auml;t mit Blick auf die Effektivit&auml;t des Lernprozesses sehr stark unterscheiden. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema:&nbsp; Lassen sich wissenschaftliche Kompetenzen im Unterricht f&ouml;rdern? CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Forschendes Lernen CHU-Academy Kurs: Evidenzbasierte Lehrstrategien" class="encyclopedia">Lernaktivit&auml;ten</a></strong>&nbsp;kombiniert werden. Darunter fallen&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernaktivitaeten/" target="_self" title="Bezeichnet die Aktivit&auml;ten, die Sch&uuml;lerInnen w&auml;hrend der Lern- und &Uuml;bungsphasen ausf&uuml;hren. Diese k&ouml;nnen sich in der Qualit&auml;t mit Blick auf die Effektivit&auml;t des Lernprozesses sehr stark unterscheiden. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema:&nbsp; Lassen sich wissenschaftliche Kompetenzen im Unterricht f&ouml;rdern? CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Forschendes Lernen CHU-Academy Kurs: Evidenzbasierte Lehrstrategien" class="encyclopedia">Lernaktivit&auml;ten</a>&nbsp;wie das Erarbeiten grundlegender Inhalte oder Reflexionen nach der Spielphase. Au&szlig;erdem sind digitale Spiele unter der Bedingung effektiver, dass sie &uuml;ber mehrere&nbsp;<strong>Sessions</strong>&nbsp;und/oder in der&nbsp;<strong>Gruppe</strong>&nbsp;gespielt werden. Effektivere Spiele verf&uuml;gen &uuml;ber einfache&nbsp;<strong>schematische Graphiken</strong>&nbsp;anstelle von aufw&auml;ndigen Darstellungsformaten. In&nbsp;<strong>sprachlichen F&auml;chern</strong>&nbsp;&ndash; weniger im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich &ndash; sind digitale Spiele effektiver f&uuml;r den&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>.</p>



<p>Auf methodischer Seite erweisen sich digitale Spiele nur in denjenigen Studien als lernf&ouml;rderlicher, die in Zeitschriften mit&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/peer-review-verfahren/" target="_self" title="Oder Begutachtungsverfahren. Zentrales Verfahren zur Qualit&auml;tssicherung wissenschaftlicher Ver&ouml;ffentlichungen. Beruht auf der Stellungnahme und Qualit&auml;tsbewertung von Kolleginnen und Kollegen aus dem betreffenden Forschungsgebiet (peer-review)." class="encyclopedia">Peer-Review-Verfahren</a>&nbsp;ver&ouml;ffentlicht wurden und &uuml;ber keine&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/randomisierung/" target="_self" title="Zuf&auml;llige Zuordnung von Versuchspersonen zu den Experimental- bzw. den Kontrollbedingungen zum Beispiel durch Losverfahren. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&nbsp;Das Experiment" class="encyclopedia">Randomisierung</a>&nbsp;in der Zuteilung der Spielenden verf&uuml;gen. Im Bereich der Motivation zeigen sich dagegen kaum&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>e Befunde.</p>


<h2 id="tablepress-14-name" class="tablepress-table-name tablepress-table-name-id-14">Tabelle 2. &Uuml;bersicht Moderationseffekte.</h2>

<table id="tablepress-14" class="tablepress tablepress-id-14" aria-labelledby="tablepress-14-name">
<thead>
<tr class="row-1">
	<th class="column-1"><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderatorvariable/" target="_self" title="Variable (auch Moderator genannt), die den Zusammenhang zwischen einer unabh&auml;ngigen Variable (UV) und einer abh&auml;ngigen Variable (AV) zus&auml;tzlich beeinflusst. Beispielsweise wird der Zusammenhang zwischen Lernen (UV) und dem Erfolg (AV) in Mathematik durch das pers&ouml;nliche Interesse an Mathematik zus&auml;tzlich beeinflusst (moderiert). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Moderatorvariable</a></th><th colspan="2" class="column-2"><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a></th><th colspan="2" class="column-4">Motivation</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1"></td><td class="column-2"><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/einteilung-nach-cohen/" target="_self" title="Jacob Cohen ver&ouml;ffentlichte 1988 eine Formel zur Berechnung der St&auml;rke eines Effekts. Dabei f&uuml;hrte er eine g&auml;ngige Faustregel zur Interpretation der Effektst&auml;rken ein, die die Effekte in kleine, mittelgro&szlig;e und gro&szlig;e Effekte einteilt. Siehe Cohen&rsquo;s d." class="encyclopedia">Cohen</a>'s d</td><td class="column-3">Vergleiche</td><td class="column-4"><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/einteilung-nach-cohen/" target="_self" title="Jacob Cohen ver&ouml;ffentlichte 1988 eine Formel zur Berechnung der St&auml;rke eines Effekts. Dabei f&uuml;hrte er eine g&auml;ngige Faustregel zur Interpretation der Effektst&auml;rken ein, die die Effekte in kleine, mittelgro&szlig;e und gro&szlig;e Effekte einteilt. Siehe Cohen&rsquo;s d." class="encyclopedia">Cohen</a>'s d</td><td class="column-5">Vergleiche</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1"><b>Kombination mit weiteren <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernaktivitaeten/" target="_self" title="Bezeichnet die Aktivit&auml;ten, die Sch&uuml;lerInnen w&auml;hrend der Lern- und &Uuml;bungsphasen ausf&uuml;hren. Diese k&ouml;nnen sich in der Qualit&auml;t mit Blick auf die Effektivit&auml;t des Lernprozesses sehr stark unterscheiden. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema:&nbsp; Lassen sich wissenschaftliche Kompetenzen im Unterricht f&ouml;rdern? CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Forschendes Lernen CHU-Academy Kurs: Evidenzbasierte Lehrstrategien" class="encyclopedia">Lernaktivit&auml;ten</a></b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1">Kombiniert</td><td class="column-2">0.41***</td><td class="column-3">29</td><td class="column-4">0.18</td><td class="column-5">13</td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1">Nicht-kombiniert</td><td class="column-2">0.20*</td><td class="column-3">48</td><td class="column-4">0.37*</td><td class="column-5">18</td>
</tr>
<tr class="row-6">
	<td class="column-1"><b>Anzahl an Spiel-/Lernsessions</b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-7">
	<td class="column-1">Eine Session</td><td class="column-2">0.10</td><td class="column-3">47</td><td class="column-4">0.26</td><td class="column-5">17</td>
</tr>
<tr class="row-8">
	<td class="column-1">Mehrere Sessions</td><td class="column-2">0.54***</td><td class="column-3">30</td><td class="column-4">0.26</td><td class="column-5">14</td>
</tr>
<tr class="row-9">
	<td class="column-1"><b>Spielerzahl</b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-10">
	<td class="column-1">Ein Spielender</td><td class="column-2">0.22**</td><td class="column-3">63</td><td class="column-4">0.23</td><td class="column-5">24</td>
</tr>
<tr class="row-11">
	<td class="column-1">Mehrere Spielende</td><td class="column-2">0.66**</td><td class="column-3">13</td><td class="column-4">0.35</td><td class="column-5">6</td>
</tr>
<tr class="row-12">
	<td class="column-1"><b>Fachbereich</b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-13">
	<td class="column-1">Biologie</td><td class="column-2">0.11</td><td class="column-3">28</td><td class="column-4">0.44</td><td class="column-5">13</td>
</tr>
<tr class="row-14">
	<td class="column-1">Mathematik</td><td class="column-2">0.17**</td><td class="column-3">16</td><td class="column-4">0.15</td><td class="column-5">11</td>
</tr>
<tr class="row-15">
	<td class="column-1">Sprachen</td><td class="column-2">0.66**</td><td class="column-3">11</td><td class="column-4">--</td><td class="column-5">--</td>
</tr>
<tr class="row-16">
	<td class="column-1">Ingenieurwesen</td><td class="column-2">-0.36</td><td class="column-3">6</td><td class="column-4">0.24</td><td class="column-5">7</td>
</tr>
<tr class="row-17">
	<td class="column-1">Sonstige</td><td class="column-2">0.54***</td><td class="column-3">16</td><td class="column-4">--</td><td class="column-5">--</td>
</tr>
<tr class="row-18">
	<td class="column-1"><b>Alter</b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-19">
	<td class="column-1">Bis 12 Jahre</td><td class="column-2">0.30**</td><td class="column-3">8</td><td class="column-4">0.15</td><td class="column-5">11</td>
</tr>
<tr class="row-20">
	<td class="column-1">13 bis 17 Jahre</td><td class="column-2">0.33**</td><td class="column-3">31</td><td class="column-4">0.32</td><td class="column-5">10</td>
</tr>
<tr class="row-21">
	<td class="column-1">18 bis 24 Jahre</td><td class="column-2">0.23*</td><td class="column-3">36</td><td class="column-4">0.22</td><td class="column-5">10</td>
</tr>
<tr class="row-22">
	<td class="column-1">Ab 25 Jahre</td><td class="column-2">0.50</td><td class="column-3">2</td><td class="column-4">--</td><td class="column-5">--</td>
</tr>
<tr class="row-23">
	<td class="column-1"><b>Graphische Darstellung</b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-24">
	<td class="column-1">Schematisch</td><td class="column-2">0.46***</td><td class="column-3">14</td><td class="column-4">0.51*</td><td class="column-5">5</td>
</tr>
<tr class="row-25">
	<td class="column-1">Cartoon</td><td class="column-2">0.20</td><td class="column-3">20</td><td class="column-4">0.12</td><td class="column-5">15</td>
</tr>
<tr class="row-26">
	<td class="column-1">Fotorealistisch</td><td class="column-2">0.14</td><td class="column-3">32</td><td class="column-4">0.40</td><td class="column-5">9</td>
</tr>
<tr class="row-27">
	<td class="column-1">Nicht angegeben</td><td class="column-2">0.72**</td><td class="column-3">11</td><td class="column-4">0.71</td><td class="column-5">2</td>
</tr>
<tr class="row-28">
	<td class="column-1"><b>Narrativer Rahmen</b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-29">
	<td class="column-1">Ja</td><td class="column-2">0.25***</td><td class="column-3">62</td><td class="column-4">0.32</td><td class="column-5">17</td>
</tr>
<tr class="row-30">
	<td class="column-1">Nein</td><td class="column-2">0.46**</td><td class="column-3">15</td><td class="column-4">0.19</td><td class="column-5">14</td>
</tr>
<tr class="row-31">
	<td class="column-1"><b>Publikationsquelle</b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-32">
	<td class="column-1">Zeitschrift mit Peer-Review-<br>
Verfahren<br>
</td><td class="column-2">0.36***</td><td class="column-3">67</td><td class="column-4">0.24</td><td class="column-5">28</td>
</tr>
<tr class="row-33">
	<td class="column-1">Konferenzbeitrag</td><td class="column-2">-0.16</td><td class="column-3">7</td><td class="column-4">--</td><td class="column-5">--</td>
</tr>
<tr class="row-34">
	<td class="column-1">Unver&ouml;ffentlichter Beitrag</td><td class="column-2">-0.20</td><td class="column-3">3</td><td class="column-4">0.55</td><td class="column-5">3</td>
</tr>
<tr class="row-35">
	<td class="column-1"><b><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/studiendesign/" target="_self" title="Aufbau einer Studie (auch Forschungsdesign). Damit ist gemeint, ob eine experimentelle Studie (vgl. Experimentelles Untersuchungsdesign; Quasi-experimentelles Untersuchungsdesign) oder eine nicht-experimentelles Studie, beispielsweise eine korrelative Fragebogenstudie (vgl. Korrelation) durchgef&uuml;hrt wird. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&nbsp;Das Experiment" class="encyclopedia">Studiendesign</a>: <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/randomisierung/" target="_self" title="Zuf&auml;llige Zuordnung von Versuchspersonen zu den Experimental- bzw. den Kontrollbedingungen zum Beispiel durch Losverfahren. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&nbsp;Das Experiment" class="encyclopedia">Randomisierung</a></b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-36">
	<td class="column-1">Ja</td><td class="column-2">0.08</td><td class="column-3">35</td><td class="column-4">0.36</td><td class="column-5">8</td>
</tr>
<tr class="row-37">
	<td class="column-1">Nein</td><td class="column-2">0.44***</td><td class="column-3">42</td><td class="column-4">0.25</td><td class="column-5">23</td>
</tr>
<tr class="row-38">
	<td class="column-1"><b><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/studiendesign/" target="_self" title="Aufbau einer Studie (auch Forschungsdesign). Damit ist gemeint, ob eine experimentelle Studie (vgl. Experimentelles Untersuchungsdesign; Quasi-experimentelles Untersuchungsdesign) oder eine nicht-experimentelles Studie, beispielsweise eine korrelative Fragebogenstudie (vgl. Korrelation) durchgef&uuml;hrt wird. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&nbsp;Das Experiment" class="encyclopedia">Studiendesign</a>: Erhebungsplan</b></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-39">
	<td class="column-1">Nur Posttest</td><td class="column-2">0.25**</td><td class="column-3">27</td><td class="column-4">0.12</td><td class="column-5">9</td>
</tr>
<tr class="row-40">
	<td class="column-1">Pr&auml;test und Posttest</td><td class="column-2">0.23***</td><td class="column-3">50</td><td class="column-4">0.30</td><td class="column-5">22</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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<p><em>Mit Stern(en) markierte Befunde sind statistisch&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>. Es gelten folgende&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikanzniveau/" target="_self" title="Bei jeder Aussage, die auf inferenzstatistischen Analysen beruht, gibt es eine Irrtumswahrscheinlichkeit. Diese Irrtumswahrscheinlichkeit soll nat&uuml;rlich so gering wie m&ouml;glich gehalten werden. Das Signifikanzniveau wird vor jeder Studie festgelegt und gibt an, wie hoch die Irrtumswahrscheinlichkeit maximal sein darf, damit das Ergebnis als signifikant gelten darf. Typische Signifikanzniveaus liegen bei 1% oder 5%." class="encyclopedia">Signifikanzniveau</a>s: *** p &lt; .001; ** p &lt; .01; * p &lt; .05.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="wie-bewertet-das-clearing-house-unterricht-diese-studie">Wie bewertet das Clearing House Unterricht diese Studie?</h3>



<p>Die&nbsp;<em>Clearing House Unterricht Research Group</em>&nbsp;bewertet&nbsp;<em>die</em>&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;anhand der folgenden f&uuml;nf Fragen und orientiert sich dabei an den&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/abelson-kriterien/" target="_self" title="Benannt nach Robert Abelson, ehemals Statistikprofessor an der Yale University (USA). Sie beschreiben f&uuml;nf Kriterien, die erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen, damit ein durch statistische Daten gest&uuml;tztes Argument als &uuml;berzeugend gelten kann. Die Effekte sollten m&ouml;glichst (1) eine gewisse Gr&ouml;&szlig;e haben (Magnitude), (2) differenziert genug dargestellt sein (Articulation), (3) weitgehend generalisierbar sein (Generalizability), (4) neue Erkenntnisse liefern&hellip;" class="encyclopedia">Abelson-Kriterien</a>&nbsp;(1995):</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-substanziell-sind-die-effekte">Wie substanziell sind die Effekte?</h5>



<p>Nach der Kategorisierung durch&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/einteilung-nach-cohen/" target="_self" title="Jacob Cohen ver&ouml;ffentlichte 1988 eine Formel zur Berechnung der St&auml;rke eines Effekts. Dabei f&uuml;hrte er eine g&auml;ngige Faustregel zur Interpretation der Effektst&auml;rken ein, die die Effekte in kleine, mittelgro&szlig;e und gro&szlig;e Effekte einteilt. Siehe Cohen&rsquo;s d." class="encyclopedia">Cohen</a>&nbsp;(1988) sind die Gesamteffekte als klein zu werten; mit Ausnahme der Effekte im Bereich der Motivation sind jedoch alle&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>. Bemerkenswert erscheint vor allem der Befund, dass mithilfe digitaler Spiele eine&nbsp;<strong>h&ouml;here Behaltensleistung</strong>&nbsp;erreicht werden kann, was f&uuml;r die Nachhaltigkeit solcher Angebote spricht. Die Gr&ouml;&szlig;e dieses Effekts (<em>d&thinsp;</em>=&thinsp;0.36) zeigt an, dass ca. 64&thinsp;% der Lernenden mit digitalen Spielen eine h&ouml;here Behaltensleistung aufweisen als der Durchschnitt (Mittelwert) der Lernenden in regul&auml;ren Lernangeboten. Au&szlig;erdem weisen die Ergebnisse darauf hin, dass Lerneffekte durch die Wahl bestimmter Spiele (z.B. mit schematischer Graphik) oder bestimmter Formen der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/implementation/" target="_self" title="Einsatz bzw. Durchf&uuml;hrung einer Ma&szlig;nahme (z.B. Unterrichtsansatz) im Anwendungskontext (z. B. Klassenzimmer)." class="encyclopedia">Implementation</a>&nbsp;(z.B. mehrere Spielsessions) potenziell vergr&ouml;&szlig;ert werden k&ouml;nnen.</p>



<p>Kritisch ist der Befund zu werten, dass bei strengeren&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/randomisiert/" target="_self" title="Siehe auch Randomisierung.&nbsp;Zuf&auml;llige Zuordnung von Versuchspersonen zu den Experimental- bzw. den Kontrollbedingungen zum Beispiel durch Losverfahren. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&nbsp;Das Experiment" class="encyclopedia">randomisiert</a>en&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/studiendesign/" target="_self" title="Aufbau einer Studie (auch Forschungsdesign). Damit ist gemeint, ob eine experimentelle Studie (vgl. Experimentelles Untersuchungsdesign; Quasi-experimentelles Untersuchungsdesign) oder eine nicht-experimentelles Studie, beispielsweise eine korrelative Fragebogenstudie (vgl. Korrelation) durchgef&uuml;hrt wird. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&nbsp;Das Experiment" class="encyclopedia">Studiendesign</a>s (betrifft knapp die H&auml;lfte der experimentellen Vergleiche)&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>e Effekte beim&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;ausbleiben. Dieser Sachverhalt ist in der empirischen Bildungsforschung verbreitet und wird derzeit genauer untersucht (siehe Cheung &amp; Slavin, 2016).</p>



<p>Hinsichtlich der motivationalen Befunde deuten die Autoren an, dass ausbleibende&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>e Effekte wom&ouml;glich durch die Wahl des Messverfahrens erkl&auml;rt werden k&ouml;nnen. Bis auf eine Ausnahme verwenden alle Studien Selbsteinsch&auml;tzungen der Sch&uuml;lerInnen, erhoben durch Frageb&ouml;gen nach dem Spiel. Eine Studie (Annetta et al., 2009) kann jedoch auf objektivere Beobachtungsdaten w&auml;hrend des Spiels zur&uuml;ckgreifen und stellt einen gro&szlig;en&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/signifikant/" target="_self" title="Siehe auch Signifikanz.&nbsp;Mit einem statistischen Signifikanztest, d.h. einer inferenzstatistischen Analyse, wird untersucht, ob bestimmte (theoriegeleitete) Hypothesen statistisch g&uuml;ltig sind, d.h. ob das gefundene Ergebnis in der Stichprobe &uuml;berzuf&auml;llig (=signifikant) ist und auf die Population (z.B. auf alle Sch&uuml;lerInnen) &uuml;bertragen werden kann." class="encyclopedia">signifikant</a>en Motivationseffekt zugunsten digitaler Spiele fest. &nbsp;</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-differenziert-sind-die-ergebnisse-dargestellt">Wie differenziert sind die Ergebnisse dargestellt?</h5>



<p>Die Differenziertheit der Darstellung beurteilt die&nbsp;<em>Clearing House Unterricht Research Group</em>&nbsp;im Hinblick auf verschiedene Fachbereiche (Biologie, Mathematik, Sprachen, etc.), verschiedene Altersstufen (vier verschiedene Altersstufen) und verschiedene Erfolgskriterien (<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>, Behaltensleistung und Motivation). In allen drei Bereichen bietet die Studie ein hohes Ma&szlig; an Differenzierung.&nbsp;</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-verallgemeinerbar-sind-die-befunde">Wie verallgemeinerbar sind die Befunde?</h5>



<p>Beim&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;zeigen sich durchwegs substanzielle Unterschiede in den Effekten, je nachdem wie die einzelnen&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/moderatorvariable/" target="_self" title="Variable (auch Moderator genannt), die den Zusammenhang zwischen einer unabh&auml;ngigen Variable (UV) und einer abh&auml;ngigen Variable (AV) zus&auml;tzlich beeinflusst. Beispielsweise wird der Zusammenhang zwischen Lernen (UV) und dem Erfolg (AV) in Mathematik durch das pers&ouml;nliche Interesse an Mathematik zus&auml;tzlich beeinflusst (moderiert). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Moderatorvariable</a>n ausgepr&auml;gt sind (z.B. in welchem Fach die Angebote stattfanden). Das Alter und das&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/studiendesign/" target="_self" title="Aufbau einer Studie (auch Forschungsdesign). Damit ist gemeint, ob eine experimentelle Studie (vgl. Experimentelles Untersuchungsdesign; Quasi-experimentelles Untersuchungsdesign) oder eine nicht-experimentelles Studie, beispielsweise eine korrelative Fragebogenstudie (vgl. Korrelation) durchgef&uuml;hrt wird. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&nbsp;Das Experiment" class="encyclopedia">Studiendesign</a>&nbsp;(Erhebungsplan) stellen die beiden Ausnahmen dar: F&uuml;r den Effekt macht es keinen substantiellen Unterschied, wie alt die TeilnehmerInnen der Studien waren oder wann erhoben wurde. Dadurch, dass die Befunde jedoch in den meisten F&auml;llen in Abh&auml;ngigkeit der verschiedenen Bedingungen variieren, sind sie nicht im Sinne eines einheitlichen Gesamteffektes generalisierbar, sondern bestimmte Bedingungen m&uuml;ssen ber&uuml;cksichtigt werden. Bis auf wenige Ausnahmen fallen die Effekte positiv, das hei&szlig;t, zugunsten digitaler Spiele aus. Das bedeutet, dass &ndash; &nbsp;auch wenn die St&auml;rke der Effekte variiert &ndash; &nbsp;der Trend gilt, dass digitale Spiele bez&uuml;glich des&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>s regul&auml;ren Lernangeboten &uuml;berlegen sind.</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="was-macht-die-metaanalyse-wissenschaftlich-relevant">Was macht die&nbsp;Metaanalyse&nbsp;wissenschaftlich relevant?</h5>



<p>Die vorliegende Studie stellt eine Aktualisierung bisheriger&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>n zu Effekten von digitalen Spielen dar (siehe Sitzmann, 2011, oder Vogel et al., 2006). Die Befunde verhalten sich zu den vorhergehenden Befunden weitgehend konsistent, da sich gerade die positiven Effekte hinsichtlich der F&ouml;rderung von&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;best&auml;tigen. Der ausbleibende Effekt im Bereich der Motivation entspricht allerdings weder den Erwartungen der Autoren noch den Befunden aus bisherigen&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>n (siehe oben). Neben Effekten der Messung (siehe oben) nehmen die Autoren an, dass die Autonomie der Spielenden durch die engen Vorgaben im Unterricht reduziert ist, der Spielflow durch instruktionale Elemente gest&ouml;rt wird und sich dadurch das motivationale Potenzial von Spielen nicht entfalten kann.</p>



<h5 class="wp-block-heading" id="wie-methodisch-verlasslich-sind-die-befunde">Wie methodisch verl&auml;sslich sind die Befunde?</h5>



<p>Die Offenlegung und Begr&uuml;ndung des methodischen Vorgehens entspricht &uuml;berwiegend den Kriterien g&auml;ngiger Anforderungskataloge (z.B.&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/mars/" target="_self" title="Empfehlungskatalog der American Psychological Association (APA), der vorgibt, welche Informationen in wissenschaftlichen Ver&ouml;ffentlichungen von Metaanalysen enthalten sein sollten. Dient dazu, das Vorgehen und die Ergebnisse von Metaanalysen m&ouml;glichst transparent und nachvollziehbar zu machen und dabei einheitliche Kriterien zu gew&auml;hrleisten." class="encyclopedia">APA Meta-Analysis Reporting Standards</a>). Die Schritte bei der Suche, der Auswahl und der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/kodierung/" target="_self" title="Vorgang oder Endprodukt der systematischen, anhand von bestimmten Merkmalen regelbasierten, Klassifikation/Einordnung in bestimmte Kategorien (z.B. die Stufen eines Moderators). Sie wird in der Regel von mehreren Personen unabh&auml;ngig voneinander durchgef&uuml;hrt, um die Qualit&auml;t und Objektivit&auml;t sicherzustellen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3: Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Kodierung</a>&nbsp;der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/primaerstudie/" target="_self" title="Empirische Studie mit quantitativen Daten, die mit anderen Prim&auml;rstudien zu einem bestimmten Forschungsthema die Grundlage f&uuml;r die statistische Auswertung einer Metaanalyse bildet. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 3 - Die Metaanalyse" class="encyclopedia">Prim&auml;rstudie</a>n und der statistischen Analyse sind weitgehend transparent durchgef&uuml;hrt und dargestellt.</p>



<p>Eine detaillierte &Uuml;bersicht zur Beurteilung des methodischen Vorgehens finden Sie in unserem <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2018/08/sheet_03.png" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rating Sheet</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="fazit-fur-die-unterrichtspraxis">Fazit f&uuml;r die Unterrichtspraxis</h3>



<p>Die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;zeigt, dass eine gro&szlig;e Bandbreite an unterschiedlichen digitalen Spielen f&uuml;r verschiedene Unterrichtsf&auml;cher zur Verf&uuml;gung steht und dass deren Wirksamkeit zunehmend auch durch Studien im Schulunterricht untersucht wird. Die Befunde der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;gehen in zwei Richtungen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zum einen scheinen digitale Spiele im spezifischen Kontext von Schule und Unterricht ihren besonderen motivationalen Appeal nicht entfalten zu k&ouml;nnen.</li>



<li>Zum anderen best&auml;tigten sich die Befunde bisheriger&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>n, dass digitale Spiele den&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;von Sch&uuml;lerInnen effektiver und nachhaltiger unterst&uuml;tzen als regul&auml;re Lernangebote.</li>
</ul>



<p>Aktuelle Lerntheorien stellen besonders die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/kognitive-aktivierung/" target="_self" title="Lerngelegenheiten, die Lernende zur aktiven Auseinandersetzung mit den Lerninhalten anregen. Unterricht ist beispielsweise dann kognitiv aktivierend, wenn die Lehrkraft an das Vorwissen der Sch&uuml;lerInnen ankn&uuml;pft oder sie eigene L&ouml;sungen und Ideen erkl&auml;ren l&auml;sst. Relevante Kurzreviews und E-Learning-Kurse zu diesem Thema: Forschendes Lernen: Auf die Unterst&uuml;tzung kommt es an! CHU-Academy&nbsp;Kurs: Evidenzbasierte Lehrstrategien" class="encyclopedia">kognitive Aktivierung</a>&nbsp;und damit die gezielte und tiefergehende Besch&auml;ftigung mit dem Lerninhalt als entscheidend f&uuml;r den&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;heraus. Im Lichte dieses Wissens erscheinen die Befunde der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;sehr plausibel: Ein st&auml;rkerer Fokus auf den Inhalt durch&nbsp;<strong>einfachere Graphiken</strong>&nbsp;und eine tiefergehende Aktivierung durch das&nbsp;<strong>gemeinsame Lernen</strong>&nbsp;mit anderen Spielenden, mehrere Spielsessions und&nbsp;<strong>zus&auml;tzliche Lernangebote</strong>&nbsp;helfen, das vermutete Lernpotenzial von digitalen Spielen tats&auml;chlich zu realisieren. Gerade der letztgenannte Aspekt &ndash; die Kombination mit weiteren Lernangeboten &ndash; &nbsp;spricht daf&uuml;r, dass Spiele kompatibel mit anderen Unterrichtsaktivit&auml;ten und gut in den Unterricht integrierbar sind (siehe Studienbeispiel).</p>



<p>Der weiterf&uuml;hrenden Frage, wie Lernende beim spielbasierten Lernen effektiv unterst&uuml;tzt werden k&ouml;nnen, widmet sich eine komplement&auml;re&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;von Wouters und van Oostendorp (2013) (siehe&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/reviews/spielbasiertes-lernen/lernen-mit-digitalen-spielen/">Kurzreview 2</a>).</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="studienbeispiel">Studienbeispiel</h3>



<p>Die Studie von Kebritchi und KollegInnen (2010) untersucht Effekte auf&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>&nbsp;und Motivation beim Einsatz digitaler Spiele im Mathematikunterricht. An der Studie nahmen 193 Sch&uuml;lerInnen aus zehn Klassen der 9. und 10. Jahrgangsstufe teil. Die Schulklassen wurden dem Zufall nach einer Experimental- oder einer Kontrollbedingung zugeordnet.</p>



<p>Die Lehrkr&auml;fte der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/experimentalgruppe/" target="_self" title="Personengruppe, mit der zu Studienzwecken eine bestimmte Intervention (z.B. Unterrichtsma&szlig;nahme) durchgef&uuml;hrt wird und anhand derer m&ouml;gliche Ver&auml;nderungen beobachtet werden (z.B. hinsichtlich ihrer Leistung). Um die Wirksamkeit der Intervention zu bestimmen, wird die Experimentalgruppe mit mindestens einer Kontrollgruppe verglichen, die nicht an der Intervention teilnimmt. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit&hellip;" class="encyclopedia">Experimentalgruppe</a>&nbsp;erhielten vorstrukturierte Unterrichtsstunden und -materialien, die digitale Spielangebote in den Algebraunterricht integrieren. Zum Einsatz kamen verschiedene Abenteuerspiele (Multiplayer) mit realistischer 3D-Graphik (siehe&nbsp;<a href="http://www.dimensionu.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.dimensionu.com</a>). Die Spielenden m&uuml;ssen dort virtuelle Missionen erf&uuml;llen und dabei verschiedene Aufgaben aus dem Bereich der Algebra l&ouml;sen. Das Experiment verlief &uuml;ber 18 Wochen und umfasste jeweils zwei Mathematikstunden pro Woche. Innerhalb dieser zwei Stunden verbrachte die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/experimentalgruppe/" target="_self" title="Personengruppe, mit der zu Studienzwecken eine bestimmte Intervention (z.B. Unterrichtsma&szlig;nahme) durchgef&uuml;hrt wird und anhand derer m&ouml;gliche Ver&auml;nderungen beobachtet werden (z.B. hinsichtlich ihrer Leistung). Um die Wirksamkeit der Intervention zu bestimmen, wird die Experimentalgruppe mit mindestens einer Kontrollgruppe verglichen, die nicht an der Intervention teilnimmt. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit&hellip;" class="encyclopedia">Experimentalgruppe</a>&nbsp;eine halbe Stunde mit dem Spiel, w&auml;hrend die&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/kontrollgruppe/" target="_self" title="Bezeichnet die Personengruppe in einem Experiment, die im Gegensatz zur Experimentalgruppe, nicht an der zu untersuchenden Intervention teilnimmt. Die Messwerte der Kontrollgruppe werden mit den Messwerten der Experimentalgruppe verglichen, um die Wirkung einer Intervention zu bestimmen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&hellip;" class="encyclopedia">Kontrollgruppe</a>&nbsp;regul&auml;ren Unterricht hatte.</p>



<p>Alle Sch&uuml;lerInnen bearbeiteten vor und nach den 18 Wochen jeweils einen standardisierten Kompetenztest und einen Motivationsfragebogen. Zwar schnitten die Sch&uuml;lerInnen in beiden Bedingungen bez&uuml;glich des&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/lernerfolg/" target="_self" title="Nachweisbarer Erwerb von F&auml;higkeiten und Wissen, dem in der Regel ein definiertes Lernziel vorausgeht und der durch eine Lernkontrolle bzw. entsprechende Tests nach Abschluss einer Lern- und &Uuml;bungseinheiten erfasst wird. Relevante Kurzreviews zu diesem Thema: MINT-Texte besser verstehen: Welche sprachlichen Ver&auml;nderungen helfen wirklich? Wie f&ouml;rdert man wissenschaftliches Denken im Unterricht?" class="encyclopedia">Lernerfolg</a>s nachher besser ab als vorher, jedoch war der Zugewinn in der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/experimentalgruppe/" target="_self" title="Personengruppe, mit der zu Studienzwecken eine bestimmte Intervention (z.B. Unterrichtsma&szlig;nahme) durchgef&uuml;hrt wird und anhand derer m&ouml;gliche Ver&auml;nderungen beobachtet werden (z.B. hinsichtlich ihrer Leistung). Um die Wirksamkeit der Intervention zu bestimmen, wird die Experimentalgruppe mit mindestens einer Kontrollgruppe verglichen, die nicht an der Intervention teilnimmt. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit&hellip;" class="encyclopedia">Experimentalgruppe</a>&nbsp;gr&ouml;&szlig;er (<em>d&thinsp;</em>=&thinsp;0.27; kleine&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/effektstaerke/" target="_self" title="Bezeichnet ein statistisches und standardisiertes Ma&szlig;, das die Gr&ouml;&szlig;e eines Effekts beschreibt. Effektst&auml;rkenangaben beschreiben in der Regel entweder die Gr&ouml;&szlig;e eines Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen (Angabe in r) oder die Gr&ouml;&szlig;e eines Unterschieds zwischen zwei Gruppen (Angabe in Cohen&rsquo;s d (kurz d) oder in Hedges&rsquo; g (kurz g)). Weitere Informationen gibt es auch in unserem&hellip;" class="encyclopedia">Effektst&auml;rke</a>) als in der&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/kontrollgruppe/" target="_self" title="Bezeichnet die Personengruppe in einem Experiment, die im Gegensatz zur Experimentalgruppe, nicht an der zu untersuchenden Intervention teilnimmt. Die Messwerte der Kontrollgruppe werden mit den Messwerten der Experimentalgruppe verglichen, um die Wirkung einer Intervention zu bestimmen. Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy Kurs: Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im Kontext von Unterricht. Lerneinheit 2:&hellip;" class="encyclopedia">Kontrollgruppe</a>. Im Bereich der Motivation ergaben sich keine Unterschiede zwischen den Gruppen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="referenzen-und-links">Referenzen und Links</h3>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordion gs-accordion gspb_accordion-id-gsbp-9d27bab togglelogic" id="gspb_accordion-id-gsbp-9d27bab">
<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-2ea8398 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-2ea8398" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-0" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-2ea8398"><div class="gs-accordion-item__heading">Referenzen</div><meta itemprop="name" content="Referenzen"><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-0" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-2ea8398" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text" itemprop="text">
<p>Abelson, R. P. (1995). <em>Statistics as principled argument.</em> Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum Associates.</p>



<p>Annetta, L. A., Minogue, J., Holmes, S. Y., &amp; Chen, M.-T. (2009). Investigating the impact of video games on high school students&rsquo; engagement and learning about genetics. <em>Computers &amp; Education, 53</em>, 74&ndash;85.</p>



<p>Cheung, A. C., &amp; Slavin, R. E. (2016). How methodological features affect effect sizes in education.<br><em>Educational Researcher, 45</em>(5), 283-292.</p>



<p><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/einteilung-nach-cohen/" target="_self" title="Jacob Cohen ver&ouml;ffentlichte 1988 eine Formel zur Berechnung der St&auml;rke eines Effekts. Dabei f&uuml;hrte er eine g&auml;ngige Faustregel zur Interpretation der Effektst&auml;rken ein, die die Effekte in kleine, mittelgro&szlig;e und gro&szlig;e Effekte einteilt. Siehe Cohen&rsquo;s d." class="encyclopedia">Cohen</a>, J. (1988).&nbsp;<em>Statistical power analysis for the behavioral sciences</em>&nbsp;(2. Auflage). Hillsdale, NJ: Erlbaum.</p>



<p>Kebritchi, M., Hirumi, A., &amp; Bai, H. (2010). The effects of modern mathematics computer games on mathematics achievement and class motivation. <em>Computers &amp; education, 55</em>(2), 427-443.</p>



<p>Sitzmann, T. (2011). A meta-analytic examination of the instructional effectiveness of computer-based simulation games. <em>Personnel Psychology, 64</em>, 489&ndash;528.</p>



<p>Vogel, J. J., Vogel, D. S., Cannon-Bowers, J., Bowers, C. A., Muse, K., &amp; Wright, M. (2006). Computer gaming and interactive simulations for learning: A meta-analysis. <em>Journal of Educational Computing Research, 34</em>, 229&ndash;243.</p>



<p>Wouters, P., van Nimwegen, C., van Oostendorp, H., &amp; van der Spek, E. D. (2013). A meta-analysis of the cognitive and motivational effects of <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/serious-games/">serious games</a>. <em>Journal of Educational Psychology, 105</em>(2), 249-265.</p>



<p>Wouters, P., &amp; Van Oostendorp, H. (2013). A meta-analytic review of the role of instructional sup-port in <a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/game-based-learning/">game-based learning</a>. <em>Computers &amp; Education, 60</em>(1), 412-425.</p>
</div></div></div>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-d8bfa72 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-d8bfa72" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-1" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-d8bfa72"><div class="gs-accordion-item__heading">Links</div><meta itemprop="name" content="Links"><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-1" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-d8bfa72" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text" itemprop="text">
<p>Zur&nbsp;<a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/glossar/meta-analyse/" target="_self" title="Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu einer Forschungsfrage zusammenfassend analysiert, unter anderem durch einen Vergleich der jeweils ermittelten Effektst&auml;rken. Die Kurzreviews des Clearing House Unterricht fassen die Befunde von aktuellen Metaanalysen zu relevanten Unterrichtsthemen zusammen (bspw. in unserem Kurzreview zu&nbsp;Chatbots im Unterricht). Relevante E-Learning-Kurse zu diesem Thema: CHU-Academy&nbsp;Kurs:&nbsp;Basiskurs: Souver&auml;ner Umgang mit empirischer Bildungsforschung im&hellip;" class="encyclopedia">Metaanalyse</a>&nbsp;von&nbsp;<a href="https://my.apa.org/apa/idm/login.seam?ERIGHTS_TARGET=http%3A%2F%2Fpsycnet.apa.org%2Frecord%2F2013-03484-001" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wouters, van Nimwegen, van Oostendorp, &amp; van der Spek, 2013</a></p>



<p>Zum Studienbeispiel von <a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0360131510000412" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kebritchi, Hirumi, &amp; Bai, 2010</a></p>
</div></div></div>



<div class="wp-block-greenshift-blocks-accordionitem gs-accordion-item gspb_accordionitem-gsbp-3052ed7 gsclose" id="gspb_accordionitem-gsbp-3052ed7" itemscope><div id="gs-trigger-gsbp-9d27bab-2" class="gs-accordion-item__title" aria-expanded="false" role="button" tabindex="0" aria-controls="gspb-accordion-item-content-gsbp-3052ed7"><div class="gs-accordion-item__heading">Zitieren als</div><meta itemprop="name" content="Zitieren als"><span class="iconfortoggle"><span class="gs-iconbefore"></span><span class="gs-iconafter"></span></span></div><div aria-labelledby="gs-trigger-gsbp-9d27bab-2" class="gs-accordion-item__content" itemscope id="gspb-accordion-item-content-gsbp-3052ed7" aria-hidden="true"><div class="gs-accordion-item__text" itemprop="text">
<p>Knogler, M., Mok S. Y., &amp; CHU Research Group (2017). Sind digitale Spiele lernf&ouml;rderlicher und motivierender als regul&auml;re Lernangebote? <a href="http://www.clearinghouse-unterricht.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>www.clearinghouse-unterricht.de</em></a><em>, Kurzreview 3.</em></p>
</div></div></div>
</div>



<h3 class="wp-block-heading" id="podcast">Podcast</h3>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2024/07/podcast_8218_forschung_fordert_bildung_episode_2_spielbasiertes_lernen_bessere_lernerfolge_und_mehr_motivation.mp3"></audio></figure>



<h3 class="wp-block-heading" id="downloads">Downloads</h3>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2018/12/CHU_KR-3_Wouters2_2013_Digitale-Spiele-und-Motivation.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kurzreview</a></li>



<li><a href="https://www.clearinghouse.edu.tum.de/wp-content/uploads/2018/08/Rating-Sheet-KR-3-Wouters_U%CC%88bersichtsblatt.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rating Sheet zur Metaanlyse</a></li>
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